
Borussia Dortmund verfolgt die Entwicklung seines früheren Nachwuchsstürmers Paris Brunner weiterhin aufmerksam. Der 20-Jährige hat sich bei der AS Monaco in Frankreichs erster Liga etabliert und damit erneut die Diskussion über eine mögliche Rückkehr nach Dortmund ausgelöst. BVB-Geschäftsführer Sport Lars Ricken hat sich nun zu den Überlegungen geäußert. Seine Aussagen machen allerdings deutlich, dass ein kurzfristiger Transfer derzeit nicht im Vordergrund steht.
Über eine Rückkehr von Paris Brunner zum BVB wird insbesondere wegen seiner sportlichen Entwicklung und einer angeblichen Vertragsklausel diskutiert. Nach Informationen von Sky Sport besitzt Dortmund ein besonderes Recht für einen möglichen späteren Wechsel. Eine konkrete Verpflichtung ist bislang jedoch nicht angekündigt worden.
In einem am 13. Oktober 2026 veröffentlichten Gespräch mit SPORT1 bestätigte Lars Ricken, dass Borussia Dortmund den ehemaligen Jugendspieler weiterhin beobachtet. Brunner sei schließlich in der Dortmunder Nachwuchsabteilung ausgebildet worden. Seine Entwicklung beim französischen Erstligisten bewertet der Sportgeschäftsführer positiv.
Gleichzeitig verwies Ricken auf die vertragliche Situation des Angreifers. Brunner sei langfristig an die AS Monaco gebunden. Der BVB-Verantwortliche warnte davor, aus der sportlichen Entwicklung des Spielers unmittelbar eine bevorstehende Rückkehr abzuleiten.
Bereits Mitte September hatte sich Ricken in der BILD-Sendung „Die Lage der Liga“ zur Zukunft des Stürmers geäußert. Damals erklärte er, dass eine spätere Rückkehr grundsätzlich möglich bleibe, aktuell aber kein Thema sei. Außerdem verwies er auf die Konkurrenzsituation in Dortmunds Offensive und die notwendige Entwicklungszeit junger Angreifer.
Ein bevorstehender Transfer lässt sich aus Rickens Aussagen nicht ableiten. Konkrete Verhandlungen zwischen Borussia Dortmund und der AS Monaco über Paris Brunner sind bislang ebenso wenig bestätigt wie ein Angebot des Bundesligisten.
Auch über Gespräche mit dem Spieler oder seinem Umfeld im Zusammenhang mit einer möglichen Rückkehr gibt es zunächst keine offizielle Bestätigung. Rickens Aussagen beziehen sich vielmehr auf die grundsätzliche Wertschätzung des früheren Dortmunder Talents und dessen sportliche Entwicklung.
Die vertragliche Bindung an Monaco bleibt dabei ein wesentlicher Faktor. Der französische Verein hat Brunner bis zum 30. Juni 2028 unter Vertrag. Ein vorzeitiger Wechsel würde deshalb eine entsprechende Vereinbarung zwischen den beteiligten Parteien voraussetzen.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt ein Vertragsdetail, über das Sky Sport am 13. Oktober berichtete. Demnach hat sich Borussia Dortmund beim damaligen Verkauf von Paris Brunner ein sogenanntes Matching Right gesichert.
Diese Vereinbarung würde dem BVB ermöglichen, bei einem künftigen Transferangebot eines anderen Vereins zu denselben finanziellen Bedingungen einzusteigen. Voraussetzung wäre, dass sich Monaco mit einem interessierten Klub über einen Wechsel verständigt.
Dabei handelt es sich nicht um eine klassische Rückkaufklausel mit einer im Voraus festgelegten Ablösesumme. Auch das Portal FussballTransfers hatte bereits Ende September unter Berufung auf eigene Informationen über ein solches Recht berichtet.
Eine öffentliche Bestätigung der genauen Vertragsbedingungen durch Borussia Dortmund oder die AS Monaco liegt bislang nicht vor. Ebenso wenig sind konkrete Beträge oder Fristen für das angebliche Matching Right bekannt.
Paris Brunner wurde am 15. Februar 2006 in Dortmund geboren. Der Mittelstürmer spielte zunächst in den Nachwuchsabteilungen von Rot-Weiss Essen und des VfL Bochum, bevor er 2020 zu Borussia Dortmund wechselte.
Beim BVB entwickelte er sich zu einem erfolgreichen Jugendspieler. Mit der deutschen U17-Nationalmannschaft gewann er 2023 sowohl die Europameisterschaft als auch die Weltmeisterschaft. In Dortmund gelangen ihm in 38 Einsätzen der U19-Bundesliga West insgesamt 24 Tore und zehn Vorlagen.
Der Wechsel zur AS Monaco wurde am 16. August 2024 offiziell bekannt gegeben. Nach damaligen Informationen von Sky Sport lag die Ablösesumme bei etwas mehr als vier Millionen Euro. Die beiden Vereine veröffentlichten keine genaue Transfersumme.
Dortmunds damaliger Sportdirektor Sebastian Kehl erklärte zum Abschied, der Verein hätte Brunner gerne langfristig gehalten. Allerdings habe sich der Spieler gegen den ihm aufgezeigten sportlichen Weg entschieden. Eine Einigung über seine weitere Entwicklung beim BVB war damit nicht zustande gekommen.
Nach seinem Wechsel nach Frankreich wurde Brunner zunächst für die Saison 2024/25 an Cercle Brügge in Belgien ausgeliehen. Im Sommer 2025 kehrte er zur AS Monaco zurück.
In der französischen Liga kam der Angreifer während der Saison 2025/26 auf sieben Einsätze und blieb ohne Treffer. Insgesamt erhielt er zunächst vergleichsweise wenig Spielzeit.
In der laufenden Saison 2026/27 hat sich seine Situation deutlich verändert. Das offizielle Spielerprofil der AS Monaco weist sieben Einsätze und sechs Tore aus. Hinzu kommen Einsätze in internationalen Wettbewerben. Seine Entwicklung führte auch dazu, dass er für die deutsche U21-Nationalmannschaft berücksichtigt wurde.
Die Leistungen des ehemaligen Dortmunder Nachwuchsspielers haben damit eine neue Grundlage für die Diskussion über seine Zukunft geschaffen. In Monaco besitzt Brunner jedoch weiterhin einen laufenden Vertrag und gehört zum aktuellen Profikader.
Eine mögliche Verpflichtung von Paris Brunner müsste sich auch in die bestehende Kaderplanung von Borussia Dortmund einfügen.
Mit Serhou Guirassy und Fábio Silva stehen Trainer Niko Kovac bereits zwei etablierte Angreifer zur Verfügung. Hinzu kommt Maximilian Beier, der verschiedene Positionen in der Offensive übernehmen kann.
Ricken hatte bereits im September die Zusammenarbeit von Guirassy und Silva ausdrücklich hervorgehoben. Auch der Verein betonte zuletzt die Bedeutung beider Angreifer für seine taktischen Möglichkeiten. Kovac kann sowohl mit einer einzelnen Sturmspitze als auch mit zwei zentralen Stürmern spielen.
Für Brunner würde eine Rückkehr deshalb nicht automatisch regelmäßige Einsatzzeiten bedeuten. Die Konkurrenz im Dortmunder Angriff ist vorhanden, während der 20-Jährige in Monaco inzwischen eine wichtige sportliche Rolle übernommen hat.
Damit bleibt seine weitere Entwicklung in Frankreich zunächst der entscheidende Ausgangspunkt. Borussia Dortmund hält den Kontakt zu seiner sportlichen Vergangenheit aufrecht und verfolgt seine Leistungen. Eine konkrete Entscheidung, den Stürmer nach zwei Jahren zurückzuholen, ist daraus bislang nicht entstanden.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu