
Bei einem schweren Busunfall in Berlin sind am späten Samstagabend 15 Menschen verletzt worden. Drei von ihnen erlitten schwere Verletzungen. Der Linienbus kam im Ortsteil Britz im Bezirk Neukölln von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Die Ursache des Unfalls war am Sonntagmorgen noch ungeklärt. Das Verkehrsunfallkommando der Berliner Polizei hat die Ermittlungen übernommen.
Der Unfall ereignete sich gegen 23.10 Uhr in der Fulhamer Allee. Nach den bislang bekannten Angaben war der Bus in Richtung Parchimer Allee unterwegs. Der Fahrer kam mit dem Fahrzeug von der Fahrbahn ab, anschließend prallte der Linienbus gegen einen Baum. Gesicherte Angaben dazu, warum der Bus die Straße verließ, lagen am frühen Sonntagmorgen noch nicht vor.
Die Polizei hatte in einer ersten Mitteilung zunächst von elf Verletzten gesprochen. Später wurde die Zahl auf insgesamt 15 korrigiert. Drei Menschen wurden nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur schwer verletzt. Frühzeitig kursierte auch eine Zahl von 17 Verletzten, die anschließend berichtigt wurde. Die Verletzten wurden zur weiteren Versorgung in Krankenhäuser gebracht.
Ein Medienbericht nennt darüber hinaus einen lebensgefährlich verletzten Menschen. Eine entsprechende behördliche Bestätigung dafür lag am frühen Sonntagmorgen zunächst nicht vor. Offiziell beziehungsweise über die Nachrichtenagentur bestätigt waren zunächst drei Schwerverletzte.
Feuerwehr und Rettungsdienst waren nach dem Unfall mit mehreren Kräften in Britz im Einsatz. Nach einem Bericht der Bild-Zeitung war eine verletzte Person im Bus eingeklemmt und musste von Feuerwehrkräften mit technischem Gerät aus dem Fahrzeug befreit werden. Das Blatt berichtete außerdem, dass wegen der Zahl der Verletzten eine sogenannte MANV-Komponente eingesetzt worden sei. Damit werden zusätzliche Strukturen für Einsatzlagen mit einer größeren Zahl verletzter oder erkrankter Menschen bereitgestellt. Eine eigenständige detaillierte Einsatzbilanz der Berliner Feuerwehr lag am frühen Sonntag zunächst nicht öffentlich vor.
Die Fulhamer Allee wurde während der Rettungsarbeiten, der Unfallaufnahme und der Bergung des Busses im Bereich der Unfallstelle gesperrt. Am frühen Sonntagmorgen war die Straße nach Angaben aus dem Umfeld der Polizei wieder freigegeben. Damit waren die unmittelbaren Verkehrsbehinderungen durch den Einsatz zunächst beendet.
Die Fulhamer Allee liegt im Berliner Ortsteil Britz und wird vom Busverkehr der Berliner Verkehrsbetriebe erschlossen. Die Metrobuslinie M46 fährt auf ihrem Weg zwischen dem Zoologischen Garten und Britz-Süd über die Haltestelle Fulhamer Allee und anschließend weiter über Paster-Behrens-Straße zum U-Bahnhof Parchimer Allee. Auch die Linie M44 bedient die Haltestelle Fulhamer Allee.
Welche Linie an dem Unfall konkret beteiligt war, war zunächst nicht offiziell bestätigt. Allein aus der Fahrtrichtung lässt sich die Liniennummer nicht sicher ableiten. Ebenso lagen zunächst keine bestätigten Angaben über längerfristige Ausfälle, Umleitungen oder Ersatzverkehre bei der BVG vor. Die Straßensperrung selbst war am frühen Morgen bereits aufgehoben.
Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen. Das Verkehrsunfallkommando übernahm nach Angaben der Polizei die Untersuchungen an der Unfallstelle. Warum der Fahrer die Kontrolle über den Bus verlor beziehungsweise weshalb das Fahrzeug von der Fahrbahn abkam, war zunächst nicht geklärt. Behördliche Angaben zu einem möglichen technischen Defekt, gesundheitlichen Problemen des Fahrers oder anderen konkreten Ursachen gab es zunächst nicht.
Damit bleibt auch offen, welche Faktoren zu dem Zusammenstoß geführt haben. Die Polizei beschränkte sich zunächst auf den festgestellten Ablauf, wonach der Bus in der Fulhamer Allee von der Fahrbahn abkam und anschließend gegen den Baum prallte. Hinweise auf ein Fremdverschulden oder weitere beteiligte Fahrzeuge waren zunächst nicht bestätigt.
Der Unfall ereignete sich in einem dicht besiedelten Teil der Hauptstadt und betraf eine Straße im regulären Berliner Busnetz. Trotz des umfangreichen Rettungseinsatzes konnte die Fulhamer Allee noch in den frühen Morgenstunden wieder für den Verkehr freigegeben werden. Im Mittelpunkt der weiteren Untersuchungen steht nun die Frage, weshalb der Linienbus von der Fahrbahn abkam.
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