Caren Miosga heute: Russlands hybride Angriffe im Mittelpunkt

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Die ARD Talkshow Caren Miosga beschäftigt sich am heutigen Sonntag, 30. August 2026, mit der Sicherheitslage in Deutschland und möglichen hybriden Angriffen aus Russland. Die neue Ausgabe beginnt um 21.45 Uhr im Ersten und dauert bis 22.45 Uhr. Als Gäste kommen der frühere Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt, die Sicherheitsexpertin Hanna Notte und der Sicherheitsexperte Nico Lange. Das Thema der Sendung lautet Russlands hybrider Krieg: Wie groß ist die Gefahr für Deutschland?

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Die Sendung ist eine Erstausstrahlung. Im Episodenführer von fernsehserien.de wird sie als Folge 19 des Jahres 2026 und als 79. Ausgabe der dortigen fortlaufenden Zählung geführt. Die ARD selbst nennt in ihrer Ankündigung keine laufende Gesamtfolgenzahl. Die reguläre Ausstrahlung im Ersten wird in der Nacht zum Montag um 2.40 Uhr wiederholt. Im NDR Fernsehen ist eine weitere Ausstrahlung ab 0.25 Uhr vorgesehen.

Wolfgang Schmidt, Hanna Notte und Nico Lange zu Gast

Mit Wolfgang Schmidt nimmt ein früherer Chef des Bundeskanzleramts an der Gesprächsrunde teil. Der SPD Politiker war während der Kanzlerschaft von Olaf Scholz auch für die Koordinierung der Nachrichtendienste des Bundes zuständig. Damit bringt er die Perspektive eines früheren Regierungsmitglieds ein, das unmittelbar mit Fragen der deutschen Sicherheitsarchitektur befasst war.

Hanna Notte wird von der ARD als Sicherheits- und Russlandexpertin angekündigt. Sie ist Direktorin des Eurasien Programms am James Martin Center for Nonproliferation Studies. Dritter Gast ist Nico Lange, Direktor des Instituts für Risikoanalysen und Internationale Sicherheit. Moderatorin Caren Miosga will mit ihren Gästen über die Gefahr hybrider Angriffe und über Deutschlands Möglichkeiten zur Abwehr sprechen.

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Im Mittelpunkt stehen damit nicht nur klassische militärische Bedrohungen. Der Begriff hybride Bedrohung umfasst unter anderem Sabotage, Cyberangriffe, Spionage, Einflussoperationen oder andere Aktionen, bei denen die Urheberschaft bewusst schwer erkennbar sein kann.

Drohnenfund in Leipzig ist Teil der aktuellen Debatte

Besondere Aktualität erhält das Thema durch den Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle Anfang August. Die Bundesanwaltschaft übernahm am 6. August die Ermittlungen. Nach ihren Angaben gibt es zureichende tatsächliche Anhaltspunkte dafür, dass am Abend des 4. August auf dem Flughafengelände mit einer Drohne eine Explosion verursacht werden sollte. An der Drohne waren professioneller Sprengstoff und ein Zünder angebracht. Ermittelt wird unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

Wer hinter dem Vorgang stand, war zunächst nicht abschließend geklärt. Das Bundesinnenministerium erklärte am 10. August ausdrücklich, die mögliche Beteiligung fremder Mächte sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Eine russische Urheberschaft war damit zu diesem Zeitpunkt nicht amtlich festgestellt.

Die Bundesregierung bezeichnet hybride Bedrohungen inzwischen grundsätzlich als ernst zu nehmende Herausforderung. Sie verweist unter anderem auf Drohnenvorfälle, Cyberattacken und Sabotage sowie auf neue Strukturen wie das Gemeinsame Drohnenabwehrzentrum und das Gemeinsame Abwehrzentrum Hybrid. Nach Angaben des Innenministeriums wurde die Gefahrenlage im Sommer von einer abstrakten auf eine hohe Bedrohung heraufgestuft.

CIA Chef Ratcliffe reiste überraschend nach Moskau

Ein weiterer Hintergrund der heutigen Sendung ist die Reise von CIA Direktor John Ratcliffe nach Moskau. Der Chef des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes führte dort Gespräche mit russischen Geheimdienstvertretern. Der russische Auslandsgeheimdienstchef Sergej Naryschkin bestätigte das Treffen. Auch der Kreml bestätigte Kontakte zwischen den Sicherheitsdiensten. Ratcliffe traf Präsident Wladimir Putin nicht persönlich.

Über den genauen Inhalt wurde offiziell nur wenig bekannt. US Medien berichteten, Ratcliffe habe Russland unter anderem vor einer Eskalation gegen Nato Staaten gewarnt. Unabhängig bestätigt war dieser konkrete Gesprächsinhalt zunächst nicht. Präsident Donald Trump bezeichnete den Besuch als eine eher routinemäßige Kontaktaufnahme.

Damit reicht die Diskussion bei Caren Miosga über die deutsche Innenpolitik hinaus. Im Kern geht es um die Frage, wie Nato Staaten auf Aktionen reagieren können, die unterhalb einer offenen militärischen Konfrontation bleiben und deren staatliche Urheberschaft möglicherweise nur schwer nachzuweisen ist.

Bundesregierung sieht Deutschland hybriden Bedrohungen ausgesetzt

Auch die Bundesregierung beschreibt die Bedrohung inzwischen als Teil der europäischen Sicherheitslage. Bei der Regierungspressekonferenz vom 24. August hieß es, Russland drohe der Europäischen Union und der Nato mit hybriden Angriffen. Gleichzeitig dauert der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine an.

Der Verfassungsschutz hatte bereits in seinem Bericht für 2024 vor einem sehr hohen Gefährdungspotenzial russischer Nachrichtendienste gewarnt. Die Behörde hielt eine weitere Intensivierung hybrider Bedrohungen aus Russland für Deutschland für wahrscheinlich. Solche Einschätzungen beschreiben eine allgemeine Gefahrenlage. Sie belegen nicht automatisch eine russische Verantwortung für jeden einzelnen Brand, Cyberangriff oder Drohnenvorfall.

Genau an dieser Grenze setzt die heutige Talkrunde an: Welche Bedrohungen sind konkret belegt, wie können Behörden reagieren und welche Befugnisse benötigen Nachrichtendienste, Polizei und andere Sicherheitsbehörden?

Letzte Miosga Ausgabe erreichte 2,14 Millionen Zuschauer

Caren Miosga kehrte am vergangenen Sonntag aus der Sommerpause zurück. Die Ausgabe vom 23. August beschäftigte sich unter dem Titel Ist die Brandmauer noch zu halten? mit der politischen Lage vor der Landtagswahl in Sachsen Anhalt. Zu Gast waren unter anderem der frühere CDU Vorsitzende Armin Laschet, Schauspieler Christian Friedel, Journalistin Valerie Schönian und Politikwissenschaftler Christian Stecker.

Im Durchschnitt sahen 2,14 Millionen Menschen die Sendung. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 11,8 Prozent. Bei den 14 bis 49 Jahre alten Zuschauern erreichte die Ausgabe 0,27 Millionen Menschen und einen Marktanteil, der bei 8,0 Prozent lag.

Die heutige Ausgabe läuft direkt nach dem Tatort: Roomservice, den Das Erste ab 20.15 Uhr zeigt. Anschließend folgen um 22.45 Uhr die Tagesthemen.

Caren Miosga auch in der ARD Mediathek

Das Programm der ARD Mediathek führt die heutige Ausgabe von Caren Miosga mit dem angekündigten Thema. Vor der Fernsehausstrahlung war dort noch kein reguläres Video mit einem konkreten Ende des Verfügbarkeitszeitraums ausgewiesen. Der NDR bündelt die Ausgaben der Talkshow zusätzlich auf seiner Caren Miosga Seite.

Caren Miosga ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD. Produziert wird die Sendung von MIO media im Auftrag des NDR. Die Redaktion der heutigen Ausgabe liegt laut ARD bei Bianca Leitner. Für die Sendung ist eine Laufzeit von 60 Minuten vorgesehen. Sie wird außerdem mit Untertiteln und über HbbTV mit Gebärdensprache angeboten.

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