DAX verliert zum Oktoberende: Bayer legt deutlich zu, während Technologiewerte unter Druck geraten

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag, 30. Oktober 2026, einen Teil seiner jüngsten Gewinne abgegeben. Schwache Geschäftsaussichten des US-Chipherstellers Intel belasteten die Stimmung im Technologiesektor. Besonders deutlich verloren Infineon und Siemens Energy. Die Bayer-Aktie entwickelte sich dagegen nach einem Gerichtserfolg in den USA stark. Trotz des Rückgangs blieb die Wochen- und Monatsbilanz des DAX positiv.

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DAX fällt am letzten Handelstag im Oktober unter 26.000 Punkte

Für den DAX am Freitag ging es deutlich unter die Marke von 26.000 Punkten. Laut der von der Tagesschau veröffentlichten Kursübersicht lag der Index um 17:48 Uhr bei 25.818,21 Punkten. Das entsprach einem Minus von 0,85 Prozent gegenüber dem Vortag.

Noch am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex bei 26.039,68 Punkten geschlossen. Damit war er auf den höchsten Schlussstand seit Anfang September geklettert. Zuvor hatte der DAX vier Handelstage hintereinander Gewinne verzeichnet.

Zum Wochenausklang belasteten vor allem die schwache Entwicklung amerikanischer Technologiewerte und höhere Ölpreise den Aktienmarkt. Neue Inflationsdaten aus Deutschland sorgten dagegen nur für begrenzte Kursreaktionen.

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Intel-Ausblick setzt Infineon und Siemens Energy unter Druck

Auslöser der erneuten Schwäche im Technologiesektor waren unter anderem die Geschäftszahlen von Intel. Der amerikanische Chiphersteller hatte am Donnerstagabend seine Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlicht.

Intel steigerte seinen Umsatz im dritten Quartal nach eigenen Angaben um 21 Prozent auf rund 16,5 Milliarden US-Dollar. Der Ausblick auf das Schlussquartal fiel jedoch schwächer aus als von Analysten erwartet.

Für das vierte Quartal stellte Intel Erlöse zwischen 15 und 16 Milliarden Dollar in Aussicht. Zudem rechnet das Unternehmen damit, dass die Schwäche des PC-Marktes mindestens bis in die erste Hälfte des Jahres 2027 anhalten wird.

Die Entwicklung belastete auch deutsche Unternehmen mit Verbindungen zur Halbleiterindustrie und zum Geschäft mit künstlicher Intelligenz.

Infineon gehörte am Freitag zu den größten Verlierern im DAX. Die Aktie lag in der Kursübersicht der Tagesschau um 17:48 Uhr rund 6,4 Prozent im Minus.

Noch stärker unter Druck stand Siemens Energy mit einem Abschlag von rund 6,9 Prozent. Der Energietechnikkonzern ist zwar kein Chiphersteller, profitiert aber unter anderem von Investitionen in die Energieversorgung neuer Rechenzentren. Die Sorgen über die hohen Kosten des KI-Ausbaus belasteten damit auch Unternehmen außerhalb der eigentlichen Halbleiterbranche.

Bayer-Aktie steigt nach Urteil in den USA

Eine auffällige Gegenbewegung zeigte die Bayer-Aktie. Das Papier legte am Freitag deutlich zu und führte die Gewinnerliste im DAX an. Um 17:48 Uhr wies die Tagesschau-Kursübersicht einen Anstieg von rund 5,5 Prozent aus.

Hintergrund war ein Gerichtserfolg der Bayer-Tochter Monsanto in den Vereinigten Staaten. Eine Geschworenenjury im Bundesstaat Missouri hatte am Donnerstag in einem Verfahren um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup zugunsten von Monsanto entschieden.

Drei Klägerinnen hatten geltend gemacht, dass Roundup ihre Krebserkrankungen verursacht habe. Die Jury wies die Ansprüche der Klägerinnen zurück.

Das Urteil folgte auf eine für Bayer günstige Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA vom Juni 2026. Der Konzern versucht weiterhin, die umfangreichen Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten durch Vergleiche und Gerichtsentscheidungen zu begrenzen.

Ein Abschluss sämtlicher Verfahren ist mit dem neuen Urteil nicht verbunden. In den USA sind weiterhin zahlreiche Klagen anhängig. Außerdem steht eine gerichtliche Entscheidung über einen von Bayer angestrebten milliardenschweren Vergleich aus.

DAX bleibt im Wochen- und Monatsvergleich deutlich im Plus

Trotz der Verluste am Freitag fällt die Bilanz der vergangenen Handelstage positiv aus.

Am Freitag, 23. Oktober, hatte der DAX laut den historischen Xetra-Kursdaten bei 25.181,65 Punkten geschlossen. Verglichen mit der Notierung vom 30. Oktober um 17:48 Uhr entspricht das einem Wochengewinn von rund 2,5 Prozent.

Auch im Oktober insgesamt legte der Index zu. Zum Monatsende September hatte der DAX noch bei 25.199,19 Punkten gelegen. Gegenüber diesem Ausgangswert errechnet sich auf Basis der späten Freitagsnotierung ein Zuwachs von ebenfalls rund 2,5 Prozent.

Die Entwicklung zeigt, dass der jüngste Rückschlag die vorangegangene Erholung nicht vollständig aufzehrte. Gleichwohl rückten zum Monatsende erneut die Risiken hoher Investitionskosten im Technologiesektor und steigender Energiepreise in den Vordergrund.

US-Unternehmenszahlen und Ölpreise bleiben wichtige Einflussfaktoren

Neben Intel stand am Freitag auch Amazon im Fokus. Der amerikanische Konzern hatte ebenfalls Zahlen veröffentlicht, die an den Finanzmärkten insbesondere wegen hoher Investitionen in künstliche Intelligenz und Rechenzentren kritisch aufgenommen wurden.

Gleichzeitig belasteten steigende Ölpreise die Stimmung. Höhere Energiekosten können Unternehmen zusätzlich unter Druck setzen und die Inflation beeinflussen.

Der letzte Handelstag im Oktober machte damit deutlich, wie stark internationale Unternehmenszahlen und die Energiepreisentwicklung inzwischen auch die Kursbewegungen am deutschen Aktienmarkt prägen.

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