DAX startet leichter in eine Woche mit wichtigen Marktdaten

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der deutsche Aktienmarkt ist mit leichten Verlusten in die neue Woche gestartet. Der DAX Wochenstart am 24. August 2026 steht dabei weniger im Zeichen einzelner Unternehmensnachrichten als unter dem Einfluss mehrerer internationaler Termine. Im Mittelpunkt stehen die Quartalszahlen des US-Chipherstellers Nvidia, das Notenbanktreffen in Jackson Hole und die von Washington angekündigte Verschärfung der wirtschaftlichen Sanktionen gegen Iran.

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Um 9.28 Uhr lag der deutsche Leitindex nach Kursdaten von vwd bei 26.065,84 Punkten. Das waren 0,27 Prozent weniger als zum Schluss des vorherigen Handelstages. Der DAX hatte den Freitag bei 26.136,56 Punkten beendet.

Auch andere europäische Aktienmärkte zeigten zum Handelsbeginn wenig Dynamik. Der breit gefasste Stoxx Europe 600 lag um 9.13 Uhr deutscher Zeit rund 0,1 Prozent im Minus. Besonders Technologiewerte standen unter Druck.

Nvidia legt am Mittwoch Quartalszahlen vor

Ein zentraler Termin der Börsenwoche folgt am Mittwoch, 26. August. Nvidia veröffentlicht dann seine Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027. Nach Angaben des Unternehmens endete das Quartal am 26. Juli. Die Telefonkonferenz ist für 14 Uhr US-Westküstenzeit angesetzt. Die Geschäftszahlen sollen bereits zuvor veröffentlicht werden.

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Nvidia gilt wegen seiner starken Stellung bei Prozessoren und Rechensystemen für künstliche Intelligenz als wichtiger Gradmesser für den weltweiten Technologiesektor. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hatte das Unternehmen einen Umsatz von 81,6 Milliarden Dollar gemeldet. Das entsprach einem Anstieg von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Umsatz im Rechenzentrumsgeschäft erreichte 75,2 Milliarden Dollar.

Für das zweite Quartal rechnen von Reuters erfasste Analysten im Durchschnitt mit einem Umsatz von rund 92 Milliarden Dollar. Dabei handelt es sich um eine Markterwartung und nicht um eine Prognose des Unternehmens. Entsprechend groß ist die Aufmerksamkeit vor der Veröffentlichung, da Abweichungen von den Erwartungen auch andere Technologieaktien beeinflussen können.

Jackson Hole rückt die US-Zinspolitik in den Mittelpunkt

Ab Donnerstag richtet sich der Blick außerdem nach Wyoming. Das jährliche Economic Policy Symposium der Federal Reserve Bank of Kansas City findet 2026 vom 27. bis 29. August in Jackson Hole statt. Das offizielle Thema lautet Financial Innovation: Implications for Payments and Policy. An der Veranstaltung nehmen Zentralbanker, Ökonomen, Regierungsvertreter und Finanzmarktexperten aus verschiedenen Ländern teil.

Besondere Aufmerksamkeit dürfte der Rede des Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve, Kevin Warsh, am Freitag gelten. Anleger suchen nach Hinweisen darauf, wie die Fed die weitere Entwicklung von Inflation, Wirtschaft und Zinsen bewertet. Konkrete Aussagen zu künftigen Zinsentscheidungen sind allerdings nicht garantiert.

Die Erwartungen an die US-Geldpolitik haben für Aktienmärkte große Bedeutung. Steigende Marktzinsen können insbesondere hoch bewertete Wachstumsunternehmen belasten, weil künftige Gewinne bei höheren Zinsen rechnerisch weniger wert sind. Zugleich erhöhen höhere Renditen die Attraktivität von Anleihen gegenüber Aktien.

Zuletzt waren die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen deutlich gestiegen. Reuters bezifferte die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen am Montagmorgen auf rund 5,25 Prozent. Sie lag damit nicht weit unter einem zuvor erreichten 19-Jahres-Hoch.

Neue Iran-Sanktionen sind noch nicht im Detail bekannt

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor betrifft den Konflikt zwischen den USA und Iran. US-Finanzminister Scott Bessent hat für Montag neue wirtschaftliche Maßnahmen gegen Iran angekündigt. Nach bisherigen Angaben sollen dabei auch Staaten und Unternehmen stärker in den Fokus geraten, die weiterhin wirtschaftliche Beziehungen mit Teheran unterhalten.

Welche konkreten Sanktionen verhängt werden und gegen welche Unternehmen, Staaten oder Finanzstrukturen sie sich richten, war am Montagmorgen noch nicht offiziell im Detail veröffentlicht. Bessent hatte für später am Tag eine Pressekonferenz angekündigt. Deshalb lässt sich zu diesem Zeitpunkt lediglich festhalten, dass eine weitere Verschärfung der amerikanischen Sanktionspolitik angekündigt ist.

Das US-Finanzministerium hatte bereits in den vergangenen Monaten zahlreiche Maßnahmen gegen iranische Finanzierungs-, Öl- und Beschaffungsnetzwerke verhängt. Anfang August richteten sich Sanktionen unter anderem gegen internationale Strukturen, die nach Angaben des Ministeriums iranische Finanztransaktionen ermöglichten.

Ölpreis reagiert auf die Spannungen

Für die internationalen Märkte ist die Entwicklung auch deshalb relevant, weil Iran und die Straße von Hormus eine zentrale Rolle für die weltweite Energieversorgung spielen. Iran hat im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Druck erneut mit Einschränkungen für Ölexporte aus der Golfregion gedroht. Ob und in welchem Umfang eine solche Drohung umgesetzt würde, war zunächst offen.

Am Montagmorgen fielen die Ölpreise zunächst. Reuters meldete für Brent-Rohöl zeitweise 93,07 Dollar je Barrel, 1,4 Prozent weniger als zuvor. US-Rohöl der Sorte WTI gab um 1,6 Prozent auf 85,64 Dollar nach. Die Kurse können sich im Tagesverlauf allerdings erheblich verändern.

Damit beginnt für die Börsen eine Woche mit mehreren voneinander unabhängigen Risikofaktoren. Während Nvidia vor allem für Technologieaktien und die Bewertung des KI-Booms wichtig ist, betrifft Jackson Hole die internationale Zinsentwicklung. Die angekündigten Iran-Sanktionen können wiederum Energiepreise, Handel und geopolitische Risiken beeinflussen. Der DAX startete vor diesem Hintergrund zunächst leicht schwächer in den Montagshandel.

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