
Die PENNY DEL geht in die nächste heiße Phase. Seit Samstagabend stehen die beiden Halbfinalduelle fest. Die Eisbären Berlin setzten sich in einem dramatischen sechsten Viertelfinalspiel mit 6:5 nach Verlängerung gegen die Straubing Tigers durch und treffen nun auf die Kölner Haie. Der EHC Red Bull München gewann parallel mit 7:3 in Ingolstadt und bekommt es nun mit den Adlern Mannheim zu tun. Während in Berlin vor allem das spektakuläre Spiel und der späte K.o. für Straubing im Mittelpunkt standen, wurde der Abend in Ingolstadt auch von einer Diskussion über Härte, Verantwortung und den Umgang mit Verletzungen geprägt, wie aus den Stimmen nach den Partien hervorgeht.
Der Meister aus Berlin hat den Einzug ins Halbfinale geschafft, musste dafür aber deutlich mehr investieren, als ihm lieb sein konnte. Beim 6:5 nach Verlängerung gegen Straubing gaben die Eisbären gleich zweimal eine Führung mit zwei Toren Vorsprung aus der Hand. Die Tigers kämpften sich immer wieder zurück und zwangen den Favoriten damit in ein nervenaufreibendes Ende. Erst in der Overtime fiel die Entscheidung, als Markus Vikingstad den Siegtreffer erzielte und in der Uber Arena für den Schlusspunkt einer wilden Partie sorgte.
Damit kommt es nun zur Neuauflage des Vorjahresfinals gegen die Kölner Haie. Gerade das macht dieses Halbfinale schon vor dem ersten Bully zu einem der größten Themen der laufenden Playoffs. Berlin wirkte in dieser Serie nicht immer unantastbar, blieb im entscheidenden Moment aber stabil genug, um den letzten Schritt zu machen. Straubing dagegen scheidet erneut in Berlin aus und muss damit eine besonders bittere Pointe hinnehmen, weil die Mannschaft mehrfach gezeigt hatte, wie viel Widerstand und Moral in ihr steckt.
Für die Straubing Tigers bleibt nach diesem Abend vor allem große Leere. Die Mannschaft hatte sich trotz Rückschlägen noch einmal in dieses Spiel zurückgebissen und durfte nach dem erneuten Ausgleich auf die Verlängerung hoffen. Dass die Serie dennoch mit 2:4 verloren ging, passt aus Straubinger Sicht zu einem Viertelfinale, in dem der Außenseiter zwar immer wieder mithalten konnte, seine Chancen aber nicht konsequent genug nutzte. Nach Angaben von MagentaSport verwiesen Spieler aus dem Team selbst darauf, dass die ersten Spiele der Serie letztlich den Ausschlag gegeben hätten.
Besonders emotional wurde der Abend, weil mit Mike Connolly eine prägende Straubinger Figur ihre Karriere beendet hat. Der langjährige Stürmer stand damit zum letzten Mal in einem DEL-Spiel auf dem Eis. Dass er nach dem Ausscheiden von Mit- und Gegenspielern gewürdigt wurde, verlieh dem Ende der Serie zusätzlich Gewicht. Sportlich bleibt für Straubing eine starke Aufholjagd in Spiel 6, emotional aber vor allem der Abschied von einem Spieler, der den Klub über Jahre mitgeprägt hat und intern wie extern als eine der großen Persönlichkeiten dieser Mannschaft gilt.
Im zweiten Viertelfinale des Abends sorgte München für klarere Verhältnisse. Der EHC Red Bull München gewann mit 7:3 beim ERC Ingolstadt und entschied die Serie damit mit 4:2 für sich. Lange war das Spiel noch offen, ehe München die Partie im weiteren Verlauf deutlich auf seine Seite zog. Dass der Klub drei der letzten vier Spiele gewann, zeigt, wie sehr sich das Kräfteverhältnis in dieser Serie gegen Ende verschoben hat. Im Halbfinale wartet nun mit Mannheim die nächste große Aufgabe, erneut beginnt München auswärts.
Nach der Schlusssirene ging es allerdings nicht nur um das sportliche Aus Ingolstadts. Breiten Raum nahm erneut die Diskussion um den harten Check gegen Edwin Tropmann aus dem vorherigen Spiel ein. Daniel Pietta machte nach Angaben von MagentaSport deutlich, dass ihn neben dem Ausscheiden vor allem der Umgang mit solchen Szenen beschäftigt. Tropmann sei inzwischen aus dem Krankenhaus zurück und wieder bei der Mannschaft, eine vollständige Entwarnung sei damit aber noch nicht verbunden. Piettas Kritik richtete sich auch gegen Aussagen, wonach solche Vorfälle als normaler Teil des Spiels dargestellt würden. Gerade daran entzündete sich die Debatte nach dem Viertelfinale besonders deutlich.
Mit Berlin gegen Köln und Mannheim gegen München ist das DEL-Halbfinale nun komplett. Beide Serien beginnen am Mittwoch, 8. April 2026. Zunächst treffen ab 18.45 Uhr die Eisbären Berlin und die Kölner Haie aufeinander, danach folgt ab 19.15 Uhr das Duell zwischen den Adlern Mannheim und dem EHC Red Bull München. Schon die Konstellation verspricht zwei hochklassige Serien, weil sich in beiden Paarungen Mannschaften mit Titelanspruch und großer Playoff-Erfahrung gegenüberstehen.
Vor allem Berlin gegen Köln trägt bereits vor dem ersten Spiel eine besondere Spannung in sich, weil sich dort die Finalisten der Vorsaison wiedersehen. Mannheim gegen München wirkt sportlich ebenfalls wie ein Duell auf Augenhöhe, nur mit etwas anderer Dramaturgie. Der Samstag hat damit nicht nur die letzten Viertelfinals abgeschlossen, sondern auch noch einmal gezeigt, wie eng sportliches Drama und emotionale Grenzerfahrungen in den Playoffs beieinanderliegen. Genau daraus bezieht diese Phase ihre Wucht, allerdings auch ihre Reibung.
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