
In Berlin-Treptow-Köpenick steht eine mehrmonatige Straßensperrung bevor. Ab Montag, 9. November 2026, wird der Straßenzug Dörpfeldstraße und Ottomar-Geschke-Straße zwischen Waldstraße und Oberspreestraße vollständig gesperrt. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich bis März 2027 dauern. Neben Autofahrern sind auch Radfahrende und Fahrgäste der Nachtbuslinie N64 betroffen. Das geht aus einer Mitteilung des Bezirksamts Treptow-Köpenick vom 26. Oktober 2026 hervor.
Die Vollsperrung in Köpenick betrifft den gesamten Straßenabschnitt zwischen den Einmündungen Waldstraße und Oberspreestraße. Der motorisierte Durchgangsverkehr kann die Verbindung während der Bauarbeiten in beiden Fahrtrichtungen nicht nutzen.
Als Beginn nennt das zuständige Straßen- und Grünflächenamt den 9. November 2026. Die Sanierung soll bis voraussichtlich März 2027 abgeschlossen sein. Einen konkreten Tag für die Verkehrsfreigabe hat das Bezirksamt bislang nicht angegeben.
Auch in der offiziellen Übersicht der laufenden und geplanten Tiefbaumaßnahmen ist das Vorhaben mit diesem Zeitraum eingetragen. Damit handelt es sich nicht lediglich um eine kurzfristige Verkehrseinschränkung, sondern um eine über mehrere Wintermonate vorgesehene Sperrung.
Grund für die Arbeiten ist der schlechte Zustand der Fahrbahn. Nach Angaben des Bezirksamts vom 26. Oktober weist der betroffene Straßenabschnitt erhebliche Schäden auf, die sich während der Wintermonate zunehmend verschlimmerten.
Das Straßen- und Grünflächenamt will deshalb die obere Fahrbahnschicht erneuern. Gleichzeitig wird der einseitig angelegte Radweg auf der gesamten betroffenen Strecke saniert.
Dessen Zustand bewertet die Verwaltung als besonders problematisch. Ohne zeitnahe Arbeiten könne eine sichere Nutzung künftig nicht mehr gewährleistet werden.
Zusätzlich sollen verstopfte Straßenabläufe instand gesetzt werden. Damit will das Bezirksamt verhindern, dass sich Regenwasser zurückstaut.
Verantwortlich für das Bauvorhaben ist das Straßen- und Grünflächenamt des Bezirks Treptow-Köpenick. Nach Angaben der Verwaltung ist die vollständige Sperrung erforderlich, damit die Arbeiten unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsvorschriften durchgeführt werden können.
Für den Autoverkehr hat das Bezirksamt mehrere Umfahrungsmöglichkeiten benannt. Der Durchgangsverkehr soll während der Sperrung über die Glienicker Brücke und die Oberspreestraße beziehungsweise über die Grünauer Straße, Glienicker Straße und den Glienicker Weg zum Adlergestell geführt werden.
Die entsprechenden Umleitungen werden ausgeschildert. Die Verwaltung empfiehlt Autofahrern ausdrücklich, für ihre Fahrten mehr Zeit einzuplanen.
Konkrete Angaben zu möglichen Stauzeiten, zur zusätzlichen Verkehrsbelastung einzelner Straßen oder zur Länge der Umwege enthält die Ankündigung vom 26. Oktober nicht.
Für Bewohner des Wohngebiets an der Ottomar-Geschke-Straße bleibt eine Zufahrtsmöglichkeit bestehen. Nach Angaben des Bezirksamts erfolgt die Erschließung während der Sperrung über die Rudower Straße. Weitergehende Einzelregelungen für Grundstückszufahrten oder den Lieferverkehr wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Auch Radfahrende müssen sich auf eine veränderte Streckenführung einstellen. Der vorhandene Radweg im betroffenen Abschnitt wird im Zuge der Bauarbeiten erneuert und steht deshalb nicht wie gewohnt zur Verfügung.
Das Bezirksamt sieht eine Umleitung parallel zum Bahndamm beziehungsweise zur Glienicker Brücke vor. Dort sollen Radfahrende den bereits bestehenden gemeinsamen Geh- und Radweg nutzen.
Eine wichtige Verbindung bleibt jedoch bestehen: Die Querungsmöglichkeit der Ottomar-Geschke-Straße unterhalb der Glienicker Brücke kann nach Behördenangaben weiterhin genutzt werden.
Für Fußgänger nennt die Mitteilung zur neuen Straßensanierung keine gesonderte Umleitungsstrecke. Auch detaillierte Vorgaben zur Nutzung einzelner Gehwege während der verschiedenen Bauphasen lagen zunächst nicht vor.
Die Vollsperrung wirkt sich außerdem auf den öffentlichen Nahverkehr aus. Betroffen ist insbesondere die Nachtbuslinie N64 der Berliner Verkehrsbetriebe.
Die Haltestelle Ottomar-Geschke-Straße kann während der Bauzeit nicht bedient werden.
Nach der Mitteilung des Bezirksamts vom 26. Oktober gilt für die Linie N64 zwischen S Spindlersfeld und S Adlershof folgende geänderte Streckenführung:
Von der Haltestelle S Spindlersfeld/Oberspreestraße fahren die Busse über die Spindlersfelder Straße und den Glienicker Weg. Anschließend werden die Haltestellen Zinsgutstraße und Glienicker Weg/Nipkowstraße angefahren. Über das Adlergestell und die Rudower Chaussee geht es weiter zum S-Bahnhof Adlershof.
Diese Umleitung gilt nach der Behördenankündigung in beiden Richtungen.
Fahrgäste sollten vor Fahrtantritt die aktuellen Verbindungen und Abfahrtszeiten der BVG prüfen. Weitere Buslinien werden in der Mitteilung zur neuen Vollsperrung nicht ausdrücklich als betroffen genannt.
Die neue Fahrbahnsanierung ist von weiteren Arbeiten an der Dörpfeldstraße zu unterscheiden. Nach einer gesonderten Mitteilung des Bezirksamts vom 9. Oktober führt die BVG zwischen dem 19. Oktober und voraussichtlich 16. Dezember 2026 Instandhaltungsarbeiten an der Straßenbahninfrastruktur durch.
Diese Arbeiten betreffen andere Abschnitte der Dörpfeldstraße. Für den Zeitraum vom 19. Oktober bis 13. November wurde eine Sperrung zwischen Genossenschaftsstraße und Hausnummer 39 angekündigt. Anschließend sollen Arbeiten zwischen Anna-Seghers-Straße und Gellertstraße folgen.
Für diese BVG-Baustellen war ursprünglich eine Umleitung des Kfz-Durchgangsverkehrs unter anderem über die Ottomar-Geschke-Straße vorgesehen. Da dieser Straßenzug ab 9. November selbst gesperrt werden soll, sind die später veröffentlichten Umleitungen für die neue Fahrbahnsanierung zu beachten.
Das Bezirksamt stellt ausdrücklich klar, dass die ab November geplante Sanierung nicht zum beabsichtigten zweigleisigen Ausbau der Straßenbahn in der Dörpfeldstraße durch die BVG gehört. Auch das Fördergebiet des Bund-Länder-Programms Lebendige Zentren Dörpfeldstraße umfasst den neuen Bauabschnitt nicht.
Bei der Beschreibung des gesperrten Straßenabschnitts gibt es eine Abweichung zwischen zwei amtlichen Veröffentlichungen.
Die Verkehrsinformationszentrale Berlin bezeichnet die Vollsperrung in ihrer Meldung zur Fahrbahnsanierung einmal als Abschnitt zwischen Waldstraße und Dörpfeldstraße. An anderer Stelle derselben Veröffentlichung wird dagegen die Verbindung zwischen Waldstraße und Oberspreestraße genannt.
Das Bezirksamt Treptow-Köpenick benennt in seiner Pressemitteilung vom 26. Oktober durchgehend Waldstraße und Oberspreestraße als Grenzen des betroffenen Bereichs. Diese Abgrenzung findet sich auch in der offiziellen Bauvorhabenübersicht des Straßen- und Grünflächenamts.
Für die Wiederfreigabe der Straße nennt das Bezirksamt bislang lediglich März 2027 als voraussichtlichen Abschlusstermin.
In seiner Übersicht aktueller Bauvorhaben weist das Straßen- und Grünflächenamt darauf hin, dass sich Bauzeiten durch Witterung, Lieferprobleme oder unvorhersehbare Ereignisse verändern können. Über entsprechende Abweichungen will die Verwaltung informieren.
Damit steht der geplante Beginn der Vollsperrung am 9. November fest. Der genaue Zeitpunkt, zu dem die Dörpfeldstraße und Ottomar-Geschke-Straße wieder vollständig für den Verkehr freigegeben werden sollen, bleibt dagegen offen.
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