
Younes Ebnoutalib hätte Eintracht Frankfurt im Sommer 2026 möglicherweise schon wieder verlassen können. Wie die BILD am Dienstag, 13. Oktober, berichtet, beschäftigte sich der FC Schalke 04 am letzten Tag der Transferperiode mit einer Verpflichtung des 23 Jahre alten Stürmers. Geplant gewesen sei eine Ausleihe. Ein Wechsel soll allerdings an einer Bedingung der Frankfurter gescheitert sein. Während Ebnoutalib inzwischen für die deutsche Nationalmannschaft aufläuft, muss sich der Angreifer bei seinem Verein weiterhin gegen starke Konkurrenz behaupten.
Der mögliche Wechsel von Younes Ebnoutalib zum FC Schalke 04 war demnach am 1. September 2026 ein Thema. Nach Informationen der BILD hätten sich die Gelsenkirchener gerne mit dem Mittelstürmer verstärkt. Eintracht Frankfurt sei grundsätzlich bereit gewesen, den Angreifer vorübergehend abzugeben. Allerdings habe der Bundesligist die Freigabe von einer eigenen Verpflichtung abhängig gemacht.
Demnach hätten die Frankfurter Ebnoutalib ziehen lassen, falls eine Rückkehr von Arnaud Kalimuendo gelungen wäre. Der französische Angreifer war in der Rückrunde der Saison 2025/26 von Nottingham Forest an die Eintracht ausgeliehen gewesen. Frankfurt verfügte damals über eine Kaufoption, die Zusammenarbeit wurde im Sommer jedoch nicht fortgesetzt.
Nach der Darstellung der BILD hätte Kalimuendo den möglichen Abgang Ebnoutalibs auffangen sollen. Weil die erneute Verpflichtung des Franzosen nicht zustande kam, sei auch die geplante Ausleihe nach Gelsenkirchen gescheitert. Ebnoutalib blieb in Frankfurt.
Eine öffentliche Bestätigung dieses konkreten Transferplans durch Eintracht Frankfurt oder Schalke 04 lag zunächst nicht vor. Auch über den Umfang möglicher Verhandlungen zwischen den Vereinen gab es keine gesicherten Angaben. Unklar blieb insbesondere, ob bereits ein konkretes Leihangebot vorgelegen hatte und ob Ebnoutalib selbst mit Schalke über einen Wechsel gesprochen hatte. Angaben zu einer möglichen Leihgebühr oder weiteren finanziellen Bedingungen wurden nicht bestätigt.
Die Personalie Kalimuendo ist für die damalige Kaderplanung der Eintracht von Bedeutung. Frankfurt hatte den Franzosen am 7. Januar 2026 offiziell von Nottingham Forest ausgeliehen. Die Vereinbarung galt zunächst bis zum Ende der Saison 2025/26 und beinhaltete eine Kaufoption. Der Mittelstürmer war damit bereits mit dem Verein und der Bundesliga vertraut.
Dass sich die Frankfurter im Sommer erneut um Kalimuendo bemühten, passt zu den damaligen Überlegungen für die Offensive. Ob eine Rückkehr an finanziellen Vorstellungen, Vertragsbedingungen oder anderen Umständen scheiterte, ist für den konkreten Zusammenhang mit Ebnoutalib allerdings nicht gesichert.
Der berichtete Vorgang verdeutlicht vor allem die personelle Abhängigkeit der beiden möglichen Transfers. Eine Freigabe Ebnoutalibs hätte Frankfurts Möglichkeiten im Angriff verändert. Ohne eine zusätzliche Verpflichtung blieb der 23-Jährige Teil der Mannschaft von Trainer Adi Hütter.
Younes Ebnoutalib wurde am 13. September 2003 in Frankfurt geboren und ist seit September 2026 23 Jahre alt. Er spielt im Sturmzentrum und steht bei Eintracht Frankfurt langfristig unter Vertrag. Sein Wechsel von der SV Elversberg wurde am 29. Dezember 2025 offiziell bekanntgegeben. Zum 1. Januar 2026 schloss er sich der Eintracht an und unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2031.
Vor seiner Zeit in Frankfurt hatte Ebnoutalib mehrere Stationen durchlaufen. Zu seinen früheren Vereinen gehören der FC Gießen, der italienische Klub AC Perugia sowie die SG Rot-Weiss Frankfurt und der SV Wehen Wiesbaden. In Elversberg gelang ihm anschließend der sportliche Durchbruch im Profifußball.
In der Hinrunde der Zweitligasaison 2025/26 erzielte er für die Saarländer zwölf Tore in 17 Ligaspielen. Diese Leistungen machten ihn für die Eintracht interessant. Sportvorstand Markus Krösche hob bei der Verpflichtung vor allem die Torgefahr, die körperlichen Voraussetzungen und das Entwicklungspotenzial des Angreifers hervor.
In Frankfurt begann seine Bundesligakarriere am 9. Januar 2026 gegen Borussia Dortmund. Gleich bei seinem Debüt erzielte Ebnoutalib ein Tor beim 3:3. Anschließend wurde seine erste Halbserie durch eine Verletzung unterbrochen. Insgesamt kam er in der Bundesliga-Rückrunde 2025/26 nur fünfmal zum Einsatz und erzielte einen Treffer. Zusammen mit seinen zwölf Zweitligatoren für Elversberg waren es in jener Saison 13 Ligatore.
In die Saison 2026/27 startete der Mittelstürmer erfolgreich. Beim 3:3 gegen Union Berlin am 29. August erzielte er sämtliche drei Frankfurter Treffer. Gegen den SC Freiburg am 19. September traf er erneut. Hinzu kam eine Torvorlage gegen den FC Augsburg.
Nach den ersten fünf Bundesligaspieltagen stehen für Ebnoutalib damit vier Tore und eine Vorlage in fünf Einsätzen zu Buche. Seine Einsatzzeit beträgt nach den verfügbaren Spielstatistiken rund 325 Bundesligaminuten. Im DFB-Pokal erzielte er außerdem ein Tor und bereitete einen weiteren Treffer vor. Wettbewerbsübergreifend kommt er in der laufenden Vereinssaison somit auf fünf Tore und zwei Vorlagen.
Die Zahlen zeigen seine Bedeutung für die Frankfurter Offensive. Vier der bislang neun Bundesligatore der Eintracht gehen auf Ebnoutalibs Konto. Einen garantierten Stammplatz hat sich der Angreifer dennoch nicht gesichert. Trainer Hütter muss zwischen unterschiedlichen Offensivspielern und taktischen Formationen entscheiden.
Besonders deutlich wurde die Situation beim Auswärtsspiel gegen RB Leipzig am Samstag, 10. Oktober. Ebnoutalib saß trotz seines erfolgreichen Saisonstarts zunächst auf der Ersatzbank. Hütter hatte seine Mannschaft im Vergleich zum vorherigen Spiel gegen Freiburg verändert und eine zusätzliche defensive Absicherung vorgesehen.
Statt des zuvor genutzten Systems mit zwei Angreifern begann die Eintracht in einer Formation mit drei zentralen Verteidigern und nur einer Sturmspitze. Jonathan Burkardt stand im Zentrum, während unter anderem Ritsu Doan und Ansgar Knauff weitere offensive Aufgaben übernahmen. Für Ebnoutalib war zunächst kein Platz in der Startelf.
Die taktische Änderung brachte allerdings nicht die erhoffte Stabilität. Frankfurt lag bereits zur Halbzeit mit 0:4 zurück. Hütter reagierte und wechselte Ebnoutalib zur Pause ein. Gleichzeitig stellte er die Formation um und ließ wieder mit zwei Angreifern spielen. Die Eintracht verlor dennoch mit 0:6. Ebnoutalib blieb ohne Treffer, kam in der Schlussphase aber noch zu einer Torchance.
Schon vor der Partie hatte Hütter erklärt, dass der interne Konkurrenzkampf innerhalb seiner Mannschaft wichtig sei. Die Entscheidung zwischen mehreren Offensivspielern sei auch von der gewählten Grundordnung abhängig. Eine grundsätzliche Abwertung Ebnoutalibs lässt sich aus dem Bankplatz deshalb nicht ableiten. Fest steht allerdings, dass der Nationalspieler trotz seiner Trefferquote aktuell nicht in jeder taktischen Variante von Beginn an berücksichtigt wird.
Parallel zu den Entwicklungen im Verein erreichte Ebnoutalib einen wichtigen Karriereschritt. Bundestrainer Jürgen Klopp nominierte ihn am 17. September erstmals für die deutsche A-Nationalmannschaft. Der Stürmer gehörte zum ersten Aufgebot für die Nations-League-Spiele gegen die Niederlande und Griechenland.
Sein Debüt feierte er am 24. September beim 1:1 in Amsterdam gegen die Niederlande. Klopp wechselte den Angreifer bereits in der ersten Halbzeit ein. Drei Tage später stand Ebnoutalib bei der 0:1-Niederlage gegen Griechenland in Augsburg erstmals in der Startelf der deutschen Nationalmannschaft.
Damit hat der Frankfurter bislang zwei A-Länderspiele bestritten. Ein Treffer gelang ihm dabei noch nicht. Die Berufung erfolgte nach seinem auffälligen Saisonstart in der Bundesliga und unterstreicht, dass seine Leistungen auch über Frankfurt hinaus Beachtung finden.
Während Ebnoutalib in Frankfurt blieb, verpflichtete Schalke am letzten Tag der Sommertransferperiode einen anderen Offensivspieler. Der Klub gab am 1. September die Ausleihe des südkoreanischen Nationalspielers Hee Chan Hwang von den Wolverhampton Wanderers bekannt. Die Vereinbarung läuft bis zum 30. Juni 2027.
Schalkes Direktor Profifußball Youri Mulder erklärte bei der offiziellen Vorstellung des Südkoreaners, dass der Verein zusätzliche Optionen für den Angriff gewinnen wolle. Hwang könne auf mehreren Positionen eingesetzt werden und bringe internationale Erfahrung mit. Einen Bezug zum nun bekannt gewordenen Interesse an Ebnoutalib stellte Mulder dabei nicht her.
Der FC Schalke 04 spielt nach seinem Aufstieg in der Saison 2026/27 wieder in der Bundesliga. Nach fünf Spieltagen stehen die Gelsenkirchener mit fünf Punkten auf Tabellenplatz 13. Frankfurt folgt ebenfalls mit fünf Punkten auf Rang 14. Schalke erzielte bislang vier Ligatore, Frankfurt neun.
Für Schalke hätte Ebnoutalib eine weitere Alternative im Sturmzentrum dargestellt. Stattdessen setzt der Verein auf den vorhandenen Kader, zu dem neben Hwang unter anderem Kenan Karaman, Edin Dzeko und Moussa Sylla gehören.
Die Situation des 23-Jährigen hat sich seit dem Ende der Sommertransferperiode deutlich verändert. Zum Zeitpunkt des berichteten Schalke-Vorstoßes hatte Ebnoutalib noch kein Länderspiel absolviert. Inzwischen gehört er zum Kreis der deutschen Nationalspieler und ist einer der erfolgreichsten Frankfurter Torschützen der laufenden Bundesligasaison.
Seine langfristige vertragliche Bindung bis 2031 gibt der Eintracht weiterhin Planungssicherheit. Gleichzeitig muss Hütter entscheiden, wie er die Offensivqualitäten von Ebnoutalib, Burkardt, Uzun und den übrigen Angreifern innerhalb seiner Spielidee einsetzt.
Ob Schalke zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal einen Vorstoß unternehmen könnte, ist offen. Eine erneute Kontaktaufnahme oder konkrete Verhandlungen für die kommende Transferperiode sind nicht bestätigt. Derzeit steht Ebnoutalib bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag und kämpft dort nach seinem erfolgreichen Saisonstart um einen dauerhaften Platz in der Anfangsformation.
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