Endress-Gruppe mit Filialnetz in Süddeutschland stellt Insolvenzantrag

Gerry Weber zieht sich aus dem stationären Handel zurück – auch vier Filialen in Münster sind betroffen. Welche Auswirkungen die Schließung für Innenstadt, Arbeitsmarkt und Kundschaft hat.
Symbolbild: Tim Mossholder

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Der Motorgerätehändler Endress hat für zwei zentrale Gesellschaften Insolvenz angemeldet. Betroffen sind die Endress Motorgeräte GmbH mit Sitz in Stuttgart sowie die Endress Bayern GmbH in München. Über die Entwicklung berichtete am 6. März zunächst das Fachmedium Holz-Zentralblatt.

Nach übereinstimmenden Medienberichten wurde der Insolvenzantrag bereits am 4. März 2026 gestellt. Zuständig für das Verfahren ist demnach das Amtsgericht Stuttgart. Die beiden Gesellschaften gehören zu einem größeren Händlernetz für Motorgeräte und technische Ausrüstung für Garten, Forstwirtschaft und kommunale Betriebe.

Filialnetz mit zahlreichen Standorten in Süddeutschland

Die Endress-Gruppe betreibt ein umfangreiches Filialnetz in Baden-Württemberg und Bayern. Nach Branchenangaben umfasst das Netz mehr als 20 Standorte. Dazu gehören unter anderem Filialen in Stuttgart, Waiblingen, Esslingen, Schwäbisch Hall, Freudenstadt, Ulm, Biberach, Tettnang, Weingarten sowie mehrere Standorte in Bayern.

Insgesamt arbeiten in den beiden Gesellschaften rund 260 Beschäftigte. Die Filialen richten sich vor allem an professionelle Anwender aus Garten- und Landschaftsbau, Forstbetrieben, Landwirtschaft sowie kommunalen Einrichtungen.

Zum Sortiment zählen unter anderem Geräte und Maschinen für Gartenpflege, Forsttechnik und kommunale Arbeiten. Händler dieser Branche vertreiben typischerweise Motorsägen, Aufsitzmäher, Kommunalfahrzeuge, Reinigungsgeräte und ähnliche Technik. Nach Branchenangaben führt Endress Produkte verschiedener internationaler Hersteller.

Unternehmen blickt auf lange Geschichte zurück

Die Wurzeln des Unternehmens reichen nach Unternehmensangaben bis in das Jahr 1948 zurück. Damals begann Gründer Hans Endress im Schwarzwald mit dem Verkauf und Service von Motorgeräten. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich daraus ein wachsendes Händlernetz im süddeutschen Raum.

Ein wichtiger Teil des Geschäfts war der Vertrieb und Service für Geräte aus der Forst- und Gartentechnik. Viele Filialen verfügen neben Verkaufsflächen auch über Werkstätten für Wartung und Reparatur der Geräte.

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Zu den Kunden gehören neben privaten Käufern vor allem professionelle Anwender wie Bauhöfe, Kommunen, Forstbetriebe oder Garten- und Landschaftsbauer.

Hintergründe der Insolvenz noch nicht vollständig geklärt

Konkrete Details zu den Ursachen der Insolvenz wurden zunächst nicht offiziell veröffentlicht. In Medienberichten wird darauf hingewiesen, dass sich der Markt für Motorgeräte in den vergangenen Jahren deutlich verändert hat. Branchenweit spielen unter anderem zunehmender Wettbewerb, Preisentwicklung sowie technologische Umstellungen eine Rolle.

Welche Auswirkungen das Insolvenzverfahren auf die einzelnen Standorte haben wird, ist derzeit noch offen. In Insolvenzverfahren dieser Art wird zunächst geprüft, ob eine Sanierung des Unternehmens möglich ist oder Investoren einsteigen können.

Für die Beschäftigten gilt in der Regel zunächst die Absicherung über Insolvenzgeld für einen begrenzten Zeitraum. Wie sich die Situation für die Filialen und das Händlernetz langfristig entwickelt, dürfte sich erst im Verlauf des Insolvenzverfahrens zeigen.

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