
Beim norddeutschen Diagnostikunternehmen Euroimmun deutet sich erneut ein größerer Personalabbau an. Nach aktuellen Regionalberichten könnten mehr als 430 Arbeitsplätze gefährdet sein. Eine offizielle Bestätigung der genauen Zahl durch das Unternehmen liegt derzeit noch nicht öffentlich vor.
Die Berichte nennen mehrere Standorte des Unternehmens im Norden Deutschlands als mögliche Schwerpunkte der Maßnahme. Dazu gehören vor allem:
Lübeck (Hauptsitz des Unternehmens)
Dassow in Mecklenburg-Vorpommern
Selmsdorf im Landkreis Nordwestmecklenburg
Euroimmun betreibt darüber hinaus weitere Produktions- und Forschungsstandorte in Deutschland, etwa in Herrnhut-Rennersdorf, Bernstadt und Pegnitz. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 3.500 Mitarbeiter weltweit.
Der mögliche Stellenabbau wäre nicht die erste Reduzierung innerhalb kurzer Zeit. Bereits im Frühjahr 2025 hatten Berichte über eine Kürzungsrunde beim Unternehmen für Aufmerksamkeit gesorgt. Damals standen bis zu 200 Arbeitsplätze im Raum.
Später wurde ein Sozialplan diskutiert, der einen Abbau von rund 150 Stellen vorsah. Sollte sich nun eine Zahl von mehr als 400 gefährdeten Jobs bestätigen, würde dies eine deutlich größere zweite Welle bedeuten.
Euroimmun gehört seit 2023 zum US-Diagnostikkonzern Revvity. Der Konzern entstand aus einer Umstrukturierung des ehemaligen Diagnostikgeschäfts von PerkinElmer.
Die Integration in den internationalen Konzern brachte auch organisatorische Veränderungen mit sich. In Branchenkreisen wird daher vermutet, dass Effizienzprogramme oder strategische Neuausrichtungen innerhalb des Konzerns eine Rolle spielen könnten. Offiziell bestätigt wurde dieser Zusammenhang bislang nicht.
Vor allem die Standorte in Lübeck sowie im westlichen Mecklenburg-Vorpommern zählen zu den größten Arbeitgebern in der Diagnostik- und Biotechnologiebranche der Region. Ein größerer Stellenabbau hätte daher spürbare Auswirkungen auf den regionalen Arbeitsmarkt.
Besonders der Standort Dassow gilt als wichtiger Produktionsstandort für Diagnostik-Testsysteme.
Die derzeit kursierenden Angaben zum möglichen Stellenabbau sind noch uneinheitlich. Während einige Berichte von mehr als 430 gefährdeten Arbeitsplätzen sprechen, beziehen sich andere Meldungen weiterhin auf frühere Planungen im Bereich von 150 bis 200 Stellen.
Solange keine offizielle Stellungnahme des Unternehmens vorliegt, bleibt daher offen, ob es sich um eine neue, größere Abbaurunde oder um unterschiedliche Planungsstände handelt.
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