Unfall auf der A66 bei Hanau: Unbekannter Falschfahrer wendet und flüchtet

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein Falschfahrer auf der A66 bei Hanau hat nach Angaben der Polizei einen Auffahrunfall ausgelöst und anschließend den Ort des Geschehens verlassen. Der bislang unbekannte Mann war am Donnerstag, 8. Oktober 2026, gegen 13.10 Uhr im Bereich des Hanauer Kreuzes entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs. Zwei andere Autos stießen zusammen, nachdem einer der Fahrer stark bremsen musste. Verletzt wurde niemand. Am Freitag bat die Polizei öffentlich um Hinweise auf den gesuchten Pick-up-Fahrer.

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Vollbremsung führt zum Zusammenstoß zweier Autos

Nach den bisherigen Erkenntnissen des Polizeipräsidiums Südosthessen bemerkte ein 25 Jahre alter Autofahrer aus Hanau den entgegenkommenden Pick-up. Um einen direkten Zusammenstoß zu verhindern, leitete er eine Vollbremsung ein. Der Fahrer eines dahinter fahrenden Mazda konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten. Sein Wagen prallte auf das Auto des 25-Jährigen.

Damit trafen nicht der Pick-up und eines der entgegenkommenden Fahrzeuge aufeinander. Der Unfall ereignete sich vielmehr zwischen zwei Autos, die durch das plötzliche Bremsmanöver in eine kritische Verkehrssituation geraten waren. Wie groß der Abstand zwischen den beiden Wagen vor der Bremsung war und mit welcher Geschwindigkeit sie unterwegs waren, geht aus der Polizeimeldung nicht hervor.

Pick-up fuhr am Hanauer Kreuz in die falsche Richtung

Der Vorfall spielte sich auf der A66 zwischen dem Autobahnkreuz Hanau und der Anschlussstelle Erlensee ab. Die Polizei verortet die Fahrt des unbekannten Mannes genauer auf einer Verbindungsfahrbahn am Hanauer Kreuz. Demnach kam er von der Bundesstraße 43a und war mit seinem Pick-up in Richtung Frankfurt am Main unterwegs, allerdings entgegen der dort vorgeschriebenen Fahrtrichtung.

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Wie der Mann auf den falschen Fahrweg gelangte, ist bisher nicht geklärt. Ebenso wenig wurde bekannt, wie lange er bereits entgegen dem vorgesehenen Verkehrsfluss unterwegs war. Die bisherigen Angaben beschreiben den beobachteten Abschnitt, erlauben aber keine gesicherte Rekonstruktion der gesamten Fahrt.

Niemand verletzt, Schaden von rund 5.000 Euro

Trotz des Auffahrunfalls wurden nach Angaben der Polizei keine Menschen verletzt. Der Sachschaden an den beteiligten Fahrzeugen wird insgesamt auf etwa 5.000 Euro geschätzt. Angaben dazu, ob die Wagen abgeschleppt werden mussten oder nach der Aufnahme des Unfalls weiterfahren konnten, machte die Polizei zunächst nicht.

Auch zu einer möglichen Sperrung der A66, zur Dauer von Verkehrsbehinderungen oder zu einer eingerichteten Umleitung lagen in der veröffentlichten Meldung keine Angaben vor. Eine fortdauernde Sperrung lässt sich daraus nicht ableiten. Am Freitag standen vor allem die Ermittlungen und der öffentliche Zeugenaufruf im Mittelpunkt.

Polizei sucht etwa 50 Jahre alten Fahrer

Nach der Schilderung der Polizei soll der Mann im Pick-up nach dem Zusammenstoß gewendet und sich vom Unfallort entfernt haben. Die Ermittler beschreiben ihn als ungefähr 50 Jahre alt, mit weißem Haar. Seine Identität war bei Veröffentlichung des Polizeiberichts noch ungeklärt.

Welche Marke und Farbe der Pick-up hatte oder welches Kennzeichen er trug, teilte die Polizei nicht mit. Offen blieb auch, wohin der Fahrer nach dem Wenden fuhr. Die Beschreibung des Mannes und der zeitliche Ablauf bilden deshalb wichtige Anhaltspunkte für Menschen, die die Situation am Hanauer Kreuz beobachtet haben.

Die Polizeiautobahnstation Südosthessen bittet weitere Zeugen des Unfallgeschehens um Hinweise unter der Telefonnummer 06181 9010-0. Von Interesse sind insbesondere Beobachtungen zu dem Pick-up, seiner Fahrt auf der Verbindungsfahrbahn und dem anschließenden Zusammenstoß. Die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Fahrer dauern an.

Falschfahrten auf Autobahnen bleiben ein Risiko

Der Fall in Hanau reiht sich in die Falschfahrten ein, vor denen Polizei und Verkehrsfunk regelmäßig warnen. Nach Angaben des ADAC Hessen-Thüringen registrierte die Polizei auf hessischen Autobahnen im Jahr 2025 insgesamt 286 Falschfahrten. Im Jahr zuvor waren es 276. Die Zahlen beziehen sich auf registrierte Fahrten entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung, nicht auf die Zahl der dadurch ausgelösten Unfälle.

Der ADAC weist darauf hin, dass fehlerhaftes Auffahren insbesondere an Autobahnkreuzen und Rastanlagen eine mögliche Ursache für solche Situationen ist. Für den Vorfall bei Hanau steht die Ursache allerdings nicht fest. Aus der Lage am Autobahnkreuz oder dem Alter des Gesuchten lässt sich kein Grund für seine Fahrt ableiten.

So sollten Autofahrer bei einer Falschfahrerwarnung reagieren

Wer im Verkehrsfunk vor einem entgegenkommenden Fahrzeug auf der eigenen Strecke gewarnt wird, sollte nach Empfehlung des ADAC die Geschwindigkeit kontrolliert reduzieren, den rechten Fahrstreifen nutzen und Überholmanöver vermeiden. Wichtig ist außerdem, ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten und auf weitere Warnungen zu achten. Wenn möglich, können Autofahrer die nächste Ausfahrt oder einen Parkplatz ansteuern.

Wer selbst versehentlich in die falsche Fahrtrichtung gerät, soll Warnblinker und Licht einschalten, am Fahrbahnrand anhalten und sich hinter der Schutzplanke in Sicherheit bringen. Anschließend ist die Polizei zu verständigen. Der ADAC rät ausdrücklich davon ab, auf der Autobahn zu wenden oder rückwärtszufahren. Gerade der Versuch, eine falsche Fahrtrichtung durch solche Manöver zu korrigieren, kann weitere gefährliche Situationen schaffen.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu