Greuther Fürth macht Transfer von Jordan Siebatcheu offiziell

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Die SpVgg Greuther Fürth hat ihre lange Suche nach einem neuen Mittelstürmer beendet. Der Fußball-Zweitligist verpflichtet Jordan Siebatcheu von Stade Reims. Der 30 Jahre alte frühere Bundesliga-Profi wechselt ablösefrei nach Franken und erhält einen Vertrag über zwei Jahre. Zusätzlich sicherte sich Fürth eine Option für eine weitere Saison. Der Verein bestätigte den Transfer am Sonntagnachmittag offiziell.

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Sky hatte den bevorstehenden Wechsel zuvor als exklusive Information gemeldet. Um 15.23 Uhr erschien eine entsprechende Vorabmeldung im Transfer-Ticker von n-tv, ausdrücklich unter Berufung auf Sky. Darin waren bereits der ablösefreie Wechsel von Stade Reims und ein Vertrag bis 2028 genannt worden. Wenig später folgte die Bestätigung der SpVgg.

Vertrag über zwei Jahre mit Option für Fürth

Die Vertragskonstruktion ist inzwischen eindeutig bestätigt. Siebatcheu bindet sich zunächst für zwei Jahre an Greuther Fürth. Sein Vertrag läuft damit bis zum Sommer 2028. Darüber hinaus besitzt die SpVgg die Möglichkeit, das Arbeitspapier um eine weitere Saison zu verlängern. Bei Nutzung dieser Option könnte der Mittelstürmer somit bis 2029 in Fürth bleiben.

Auch bei der Ablöse gibt es keinen Vorbehalt mehr. Greuther Fürth bezeichnet den Wechsel selbst ausdrücklich als ablösefrei. Das ist bemerkenswert, weil Siebatcheus bisheriger Vertrag bei Stade Reims noch über diesen Sommer hinaus gültig war. Reims hatte den Angreifer bei seiner Rückkehr im Februar 2025 für drei Spielzeiten verpflichtet, sein Vertrag wurde zuletzt bis 2027 geführt. Zu den genauen Modalitäten der vorzeitigen Trennung machten die beteiligten Vereine keine Angaben. Eine klassische Transferablöse fällt nach Fürther Angaben jedoch nicht an.

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Auch Stade Reims bestätigte am Sonntag den Abschied des Stürmers und dessen Wechsel zum deutschen Zweitligisten.

Daniel Meyer sieht gesuchtes Stürmerprofil erfüllt

Fürths Geschäftsführer Sport Daniel Meyer machte deutlich, dass der Verein gezielt nach einem Angreifer mit Siebatcheus Eigenschaften gesucht hatte. Über den Neuzugang sagte Meyer wörtlich: „Jordan bringt genau das Profil mit, was wir gesucht haben.“ Der Sportchef hob insbesondere dessen körperliche Präsenz, Abschlussstärke und die Fähigkeit hervor, im Angriff Bälle festzumachen.

Damit schließt die SpVgg eine seit Monaten bekannte Lücke in ihrer Kaderplanung. Noel Futkeu hatte Fürth nach zwei Spielzeiten verlassen, nachdem Eintracht Frankfurt seine vertraglich vereinbarte Rückkaufoption gezogen hatte. Bereits im April stand damit fest, dass die Spielvereinigung ihren erfolgreichsten Mittelstürmer ersetzen musste. Futkeu hatte bis dahin in 65 Pflichtspielen für Fürth 26 Tore erzielt.

Die Suche nach einem Nachfolger zog sich bis kurz vor das Ende der Sommertransferperiode. Mit Siebatcheu erhält Trainer Heiko Vogel nun einen körperlich starken zentralen Angreifer mit Bundesliga-Erfahrung und zahlreichen internationalen Einsätzen.

Siebatcheu spielte bereits für Union Berlin und Gladbach

Siebatcheu ist im deutschen Profifußball kein Unbekannter. Im Sommer 2022 wechselte er von den Young Boys Bern zum 1. FC Union Berlin. Die Berliner hatten den damals 26-Jährigen nach einer besonders erfolgreichen Saison in der Schweiz verpflichtet. Für Union und später Borussia Mönchengladbach absolvierte der Mittelstürmer insgesamt 75 Bundesliga-Partien.

In der Saison 2023/24 spielte Siebatcheu auf Leihbasis für Borussia Mönchengladbach. Anschließend kehrte er zunächst zu Union zurück, ehe er Anfang Februar 2025 fest zu seinem Ausbildungsverein Stade Reims wechselte. Für Union kam er insgesamt auf 64 Pflichtspiele mit fünf Toren und vier Vorlagen.

Seine Laufbahn hatte bereits viele Jahre zuvor in Reims begonnen. Siebatcheu kam als Kind in die Nachwuchsabteilung des französischen Klubs und schaffte dort den Sprung in den Profifußball. Während der Saison 2016/17 wurde er an Châteauroux ausgeliehen. Nach einer starken Spielzeit 2017/18 mit Reims wechselte er zu Stade Rennes. 2020 folgte zunächst eine Leihe zu den Young Boys Bern. Nach dem Gewinn der Schweizer Meisterschaft verpflichteten ihn die Young Boys fest. In der Saison 2021/22 wurde Siebatcheu mit 22 Treffern Torschützenkönig der Schweizer Super League.

Danach führte sein Weg über Union Berlin und die Gladbacher Leihe zurück nach Reims. In der vergangenen Saison wurde er von den Franzosen an den portugiesischen Erstligisten CD Tondela verliehen. Die Leihe enthielt nach Angaben von Stade Reims keine Kaufoption.

28 Pflichtspiele und zwei Tore in der vergangenen Saison

In der Saison 2025/26 kam Siebatcheu zunächst noch dreimal in der Ligue 2 für Stade Reims zum Einsatz. Anschließend bestritt er seine Saison in Portugal bei Tondela. Über alle Wettbewerbe hinweg stehen für ihn 28 Pflichtspiele, zwei Tore und eine Vorlage zu Buche. 22 seiner Einsätze absolvierte er in der portugiesischen Liga, hinzu kamen drei Ligue 2 Partien für Reims sowie Einsätze in den portugiesischen Pokalwettbewerben.

Damit kommt Siebatcheu nicht auf Basis einer besonders torreichen Vorsaison nach Fürth. Die SpVgg setzt vielmehr auf einen erfahrenen Spielertypen, der seine Torgefahr vor allem während seiner Zeit in der Schweiz bereits nachgewiesen hat und Erfahrung aus mehreren europäischen Ligen mitbringt.

Fürth verweist zudem auf sechs Einsätze Siebatcheus in der Champions League mit zwei Toren sowie 24 Partien in der Europa League mit vier Treffern.

US-Nationalspieler mit französischen Wurzeln im Fußball

Siebatcheu wurde am 26. April 1996 in Washington, D.C. geboren und ist damit 30 Jahre alt. Er besitzt die amerikanische und französische Staatsbürgerschaft. Seine Eltern stammen aus Kamerun, seine Familie zog bereits in seiner frühen Kindheit nach Frankreich. Auf Vereinsebene wird er als klassischer Mittelstürmer eingesetzt.

International lief er zunächst für die französische U21 auf, entschied sich später aber für die Nationalmannschaft der USA. Für die US-Auswahl absolvierte er bislang neun Länderspiele und erzielte ein Tor.

Heiko Vogel kennt Siebatcheu bereits

Bei der Verpflichtung spielte nach Angaben des Vereins auch die bereits bestehende Bekanntschaft mit Trainer Heiko Vogel eine Rolle. Eine frühere Trainer-Spieler-Beziehung gab es allerdings nicht. Siebatcheu spielte in der Schweiz für die Young Boys Bern, während Vogel in seiner Laufbahn in mehreren Funktionen für den FC Basel tätig war.

Vogel erklärte in der Fürther Transfermitteilung zu Siebatcheus Spielweise: „Er ist ein wuchtiger Stürmer, der sehr intensiv spielt“. Der Trainer verwies zugleich darauf, dass er den Angreifer aus seiner Zeit in der Schweiz kenne und Siebatcheu in den Gesprächen deutlich gemacht habe, weiterhin sportliche Ziele zu verfolgen.

Fürths Entscheidung für Siebatcheu verbindet damit zwei zentrale Aspekte der aktuellen Kaderplanung. Der Verein ersetzt die nach Futkeus Abschied offene Position im Sturmzentrum mit einem erfahrenen Mittelstürmer und hält sich mit der Vertragsoption zugleich die Möglichkeit offen, die Zusammenarbeit über 2028 hinaus fortzusetzen.

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