
Ein 65 Jahre alter Fußgänger aus Hessen ist am Samstagabend, 31. Oktober 2026, in Unterschleißheim im Landkreis München mit tödlichen Verletzungen auf einer Straße gefunden worden. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann beim Überqueren der Fahrbahn von einem bislang unbekannten Fahrzeug erfasst wurde. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb er noch am Fundort. Von dem beteiligten Fahrzeug und der Person am Steuer fehlte am Sonntag zunächst jede Spur. Die Ermittler prüfen den Verdacht der Unfallflucht und bitten die Bevölkerung um Hinweise.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums München entdeckten zwei unbeteiligte Zeugen den 65-Jährigen am Samstag gegen 18.15 Uhr an der Einmündung Carl-von-Linde-Straße und Wiesenweg. Der Mann lag regungslos auf der Fahrbahn. Die Stelle befindet sich in einem Gewerbegebiet der Stadt Unterschleißheim, nördlich von München.
Der alarmierte Rettungsdienst begann mit Reanimationsmaßnahmen. Die Verletzungen des Fußgängers waren jedoch so schwer, dass er noch an der Stelle starb, an der ihn die Zeugen entdeckt hatten. Eine Einlieferung in ein Krankenhaus erfolgte nicht mehr.
Bei dem Verstorbenen handelte es sich um einen 65-jährigen Deutschen aus Hessen. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur stammte er aus dem Wetteraukreis und hielt sich wegen eines Familienbesuchs in Bayern auf.
Wann genau es zu dem mutmaßlichen Zusammenstoß kam, war zunächst nicht bekannt. Die Polizei nannte 18.15 Uhr als Zeitpunkt, zu dem die beiden Zeugen den Mann fanden. Ob der eigentliche Unfall unmittelbar zuvor stattgefunden hatte, blieb zunächst offen.
Die Ermittler gehen nach den bisherigen Erkenntnissen von einem Verkehrsunfall aus. Sowohl der hinzugezogene Notarzt als auch ein Rechtsmediziner kamen nach der Untersuchung des Verletzungsbildes zu der Einschätzung, dass der Mann wahrscheinlich durch einen Zusammenstoß im Straßenverkehr tödlich verletzt worden war.
Demnach soll der 65-Jährige versucht haben, die Straße zu überqueren. Dabei sei es zu einer Kollision mit einem Fahrzeug gekommen. Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks wird aufgrund des Verletzungsbildes ein größeres Fahrzeug vermutet. Welche Fahrzeugart tatsächlich beteiligt war, ließ sich zunächst nicht feststellen.
Damit ist auch noch nicht geklärt, ob ein Pkw, ein Transporter oder ein anderes Kraftfahrzeug an dem mutmaßlichen Unfall beteiligt war. Eine konkrete Beschreibung des gesuchten Fahrzeugs veröffentlichte das Polizeipräsidium München in seiner Mitteilung vom Sonntag nicht.
Als Rettungsdienst und Polizei am Fundort eintrafen, konnte die weitere am mutmaßlichen Unfall beteiligte Person nicht festgestellt werden. Die Ermittlungen konzentrieren sich deshalb auch auf die Frage, wer das Fahrzeug gefahren hat und weshalb sich diese Person nicht mehr am Ort befand.
Ob der Fahrer oder die Fahrerin den Zusammenstoß bemerkte, ist bislang nicht geklärt. Ebenso blieb offen, in welche Richtung sich das beteiligte Fahrzeug anschließend entfernte. Angaben zu einem Kennzeichen oder einer konkreten Fahrzeugbeschreibung lagen zunächst nicht vor.
Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Ob die Voraussetzungen dieser Straftat tatsächlich erfüllt sind, muss im weiteren Verfahren geklärt werden. Die bisher veröffentlichten Erkenntnisse lassen insbesondere noch keine abschließende Aussage darüber zu, was die Person am Steuer wahrgenommen hat.
Die Staatsanwaltschaft München I hat ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben. Damit soll der bislang nicht vollständig bekannte Geschehensablauf genauer untersucht werden. Die weiteren Ermittlungen führt die Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsunfallaufnahme des Polizeipräsidiums München.
Neben dem Verdacht der Unfallflucht wird auch wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Beide Ermittlungsansätze beziehen sich auf das noch aufzuklärende Verkehrsgeschehen. Eine abschließende Bewertung des möglichen Verhaltens der beteiligten Person ist damit nicht verbunden.
Zu den noch offenen Punkten gehören der genaue Ablauf des Zusammenstoßes, die Art des beteiligten Fahrzeugs und der Zeitpunkt der Kollision. Auch die Umstände, unter denen der Fußgänger die Straße überquerte, sind bislang nicht vollständig geklärt.
Ergebnisse des beauftragten Gutachtens wurden am Sonntag zunächst nicht bekannt gegeben. Ebenso gab es keine bestätigten Angaben zu einer Identifizierung der Person am Steuer oder zur Sicherstellung eines möglicherweise beteiligten Fahrzeugs.
Für die weiteren Ermittlungen ist die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Gesucht werden Personen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Verkehrsunfall gemacht haben oder Angaben zum Geschehen an der Einmündung Carl-von-Linde-Straße und Wiesenweg machen können.
Der Zeugenaufruf richtet sich insbesondere an Menschen, die sich am Samstagabend im Bereich des Fundortes aufgehalten haben und möglicherweise etwas zum Unfallhergang beitragen können. Auch Beobachtungen, die bei der Identifizierung des beteiligten Fahrzeugs helfen, können für die Ermittlungen von Bedeutung sein.
Hinweise nimmt das Unfallkommando des Polizeipräsidiums München unter der Telefonnummer 089 6216-3322 entgegen. Die zuständige Dienststelle befindet sich in der Tegernseer Landstraße 210, 81549 München.
Der Tod des 65-Jährigen und die laufenden Ermittlungen waren am Sonntag offiziell bestätigt. Die genauen Umstände des mutmaßlichen Zusammenstoßes und die Identität der weiteren beteiligten Person blieben zunächst ungeklärt.
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