
Der Gefahrstoffaustritt in Garßen bei Celle hat am Donnerstag, 13. August 2026, erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr zwischen Hannover und Hamburg ausgelöst. Im Bereich des Bahnhofs Garßen trat aus einem Container eines Güterzuges eine geringe Menge eines zunächst unbekannten Gefahrstoffs aus. Die Flüssigkeit gelangte nach den bislang bekannten Angaben tröpfchenweise nach außen. Die Bahnstrecke wurde daraufhin gesperrt. Während die Feuerwehr ihren Einsatz am späten Nachmittag beenden konnte, blieb die Strecke zwischen Celle und Eschede zunächst weiterhin vollständig für den Zugverkehr gesperrt. Betroffen sind Regionalzüge und der Fernverkehr auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung.
Der Gefahrstoffeinsatz begann am Donnerstagmittag im Bereich des Bahnhofs Garßen, einem Ortsteil der Stadt Celle in Niedersachsen. Die Feuerwehr veröffentlichte ihre erste Lagemeldung um 13.38 Uhr. Eine genaue Alarmierungszeit wurde darin zunächst nicht genannt. Fest stand, dass aus einem Güterzug eine geringe Menge eines Gefahrstoffs austrat. Später wurde bekannt, dass sich die Leckage an einem Container des Güterzuges befand und der Stoff tröpfchenweise austrat.
Welche Substanz sich in dem betroffenen Container befand, war auch nach Abschluss der Feuerwehrmaßnahmen zunächst nicht amtlich bekannt gegeben worden. Eine konkrete Menge in Litern oder Kilogramm wurde ebenfalls nicht beziffert. Damit lässt sich lediglich festhalten, dass die Feuerwehr von einer geringen Menge sprach. Angaben zu möglichen Eigenschaften des Stoffes oder zu einer Ursache der Leckage lagen zunächst nicht vor. Spekulationen darüber sind deshalb nicht belastbar.
Nach Angaben der Feuerwehr bestand während des Einsatzes keine Gefahr für die Bevölkerung. Eine Evakuierung von Wohngebäuden oder größeren Bereichen rund um Garßen wurde in den amtlichen Informationen nicht gemeldet. Auch eine Warnung der Bevölkerung über Warnsysteme wie NINA oder Katwarn war in den veröffentlichten Einsatzinformationen nicht ausgewiesen.
Verletzte wurden ebenfalls nicht gemeldet. Insbesondere gab es zunächst keine amtlichen Angaben darüber, dass Reisende, Bahnbeschäftigte oder Einsatzkräfte mit dem ausgetretenen Stoff in Kontakt gekommen wären oder medizinisch behandelt werden mussten. Weil die genaue Substanz zunächst unbekannt war, arbeiteten die Einsatzkräfte unter den für einen Gefahrstoffeinsatz vorgesehenen Schutzmaßnahmen. Im Mittelpunkt standen die Erkundung des betroffenen Containers und die Sicherung der Leckage.
Neben der örtlichen Feuerwehr Garßen war auch der Chemie- und Strahlenschutzzug der Feuerwehr Celle an der Einsatzstelle tätig. Damit kamen speziell für Gefahrstofflagen ausgebildete und ausgerüstete Kräfte zum Einsatz. Sie können unter anderem Stoffe identifizieren, Messungen durchführen, Gefahrenbereiche kontrollieren und Arbeiten an beschädigten Behältern unter besonderem Schutz unterstützen.
Eine genaue Gesamtzahl der eingesetzten Feuerwehrleute wurde zunächst nicht amtlich veröffentlicht. Der Einsatz wurde von Bahnseite als Großaufgebot der Rettungskräfte beschrieben. Die Arbeiten konzentrierten sich darauf, den Austritt zu stoppen und den betroffenen Bereich zu sichern. Gegen 16.15 Uhr waren die Maßnahmen der Feuerwehr abgeschlossen. Die Leckage war abgedichtet, anschließend konnten die Feuerwehrkräfte die Einsatzstelle verlassen. Über eine Freigabe der Bahnanlagen entschied die Feuerwehr damit jedoch nicht.
Obwohl die akute Arbeit der Feuerwehr am Nachmittag beendet war, bedeutete dies nicht automatisch die sofortige Wiederaufnahme des Zugverkehrs. Die Strecke zwischen Celle und Eschede blieb zunächst vollständig gesperrt. Die Feuerwehr erklärte nach Abschluss ihres Einsatzes ausdrücklich, dass sie zur weiteren Dauer der Bahnsperrung keine Angaben machen könne.
Eine konkrete Uhrzeit für die Wiederfreigabe war am späten Donnerstagnachmittag zunächst nicht genannt. Reisende mussten deshalb weiterhin mit erheblichen Verspätungen, Zugausfällen und Änderungen im Fahrtverlauf rechnen. Der Regionalbahnbetreiber Metronom führte die Strecke zwischen Celle und Eschede weiterhin als vollständig gesperrt. Damit blieb auch der Bahnhof Garßen für den regulären Zugverkehr zunächst nicht nutzbar.
Besonders betroffen ist der Regionalverkehr auf der Achse Hannover, Celle und Uelzen. Auf der Linie RE3 zwischen Hannover Hauptbahnhof und Uelzen kommt es zu erheblichen Einschränkungen, Verspätungen und Teilausfällen. Züge aus Richtung Hannover fahren während der Sperrung nur bis Celle. Aus Richtung Uelzen verkehren die Züge nur bis Unterlüß.
Zwischenzeitlich konnte auch Eschede nicht direkt von den Regionalzügen angefahren werden, weil der Bahnhof bereits durch einen Zug belegt war. Die Unterbrechung trifft damit mehrere Orte entlang der Strecke gleichzeitig. Fahrgäste, die zwischen Celle, Eschede und Unterlüß unterwegs sind, müssen auf den eingerichteten Ersatzverkehr ausweichen und deutlich längere Reisezeiten einkalkulieren.
Metronom richtete für den gesperrten Abschnitt einen Busnotverkehr ein. Die ersten Busse von Celle über Eschede nach Unterlüß sollten ab etwa 13.45 Uhr fahren. In der Gegenrichtung von Unterlüß über Eschede nach Celle begann der Ersatzverkehr gegen 14 Uhr. Anschließend sollten die Busse bis auf Weiteres im Pendelbetrieb unterwegs sein.
Ein regulärer Zugfahrplan lässt sich mit einem solchen Busnotverkehr nicht vollständig ersetzen. Fahrgäste müssen deshalb zusätzliche Zeit für ihre Reise einplanen. Metronom empfiehlt Reisenden, unmittelbar vor der Abfahrt die digitalen Fahrplanauskünfte sowie Anzeigen und Durchsagen an den Bahnhöfen zu prüfen. Wegen der hohen Temperaturen wurde außerdem ausdrücklich dazu geraten, ausreichend Getränke für längere Fahrten und mögliche Wartezeiten mitzunehmen.
Die Auswirkungen beschränken sich nicht auf den Regionalverkehr. Auch Fernzüge zwischen Hannover und Hamburg sind von der Streckensperrung betroffen. Bei ICE-Verbindungen kommt es zu Umleitungen, Ausfällen und Veränderungen bei den planmäßigen Halten. Auf einzelnen Verbindungen in Richtung Hamburg entfallen unter anderem Halte in Celle, Uelzen und Lüneburg. Darüber hinaus können einzelne Fernzüge vollständig ausfallen.
Reisende mit Fernverkehrstickets sollten ihre gebuchte Verbindung deshalb unmittelbar vor Fahrtantritt erneut im DB Navigator oder über die digitale Reiseauskunft prüfen. Besonders bei Anschlüssen in Hannover oder Hamburg können sich die Folgen der Sperrung auf weitere Reiseabschnitte auswirken. Eine pauschale Aussage zur Verspätung aller Züge ist nicht möglich, da die Auswirkungen von der jeweiligen Verbindung und der möglichen Umleitungsroute abhängen.
Für Reisende, die direkt zwischen Hannover Hauptbahnhof und Hamburg Hauptbahnhof fahren wollen, nennt Metronom mehrere mögliche Ausweichverbindungen. Je nach aktueller Betriebslage können Fahrten über Bremen oder Verden infrage kommen. Eine weitere Möglichkeit besteht über Uelzen und Gifhorn nach Hannover. Daneben gibt es Verbindungen über Soltau sowie eine Route von Hamburg-Harburg über Buchholz und Soltau in Richtung Hannover.
Welche Alternative tatsächlich schneller ist, hängt vom Zeitpunkt der Reise und von weiteren betrieblichen Einschränkungen ab. Fahrgäste sollten deshalb nicht ohne Prüfung auf eine bestimmte Ausweichstrecke wechseln. Der Betreiber weist darauf hin, dass auch bei diesen Routen zusätzliche Reisezeit eingeplant werden muss.
Die Strecke über Celle und Uelzen besitzt weit über Niedersachsen hinaus Bedeutung. Sie verbindet die Metropolregion Hannover mit Hamburg und wird vom Regionalverkehr, vom Fernverkehr und vom Güterverkehr genutzt. Die Deutsche Bahn bezeichnet die Verbindung Hamburg und Hannover als Strecke von hoher Bedeutung sowohl für den innerdeutschen Personenverkehr als auch für den internationalen Güterverkehr.
Störungen auf dem Abschnitt bei Celle können deshalb schnell Auswirkungen auf zahlreiche Zugverbindungen über die eigentliche Einsatzstelle hinaus haben. Die Strecke verbindet wichtige Knoten im Norden und in der Mitte Deutschlands und nimmt zugleich Güterzüge auf, die zwischen Nordseehäfen, Norddeutschland und weiter südlich gelegenen Wirtschaftsräumen verkehren. Eine vollständige Sperrung eines Abschnitts führt entsprechend zu Umleitungen, Zugausfällen und zusätzlichen Belastungen auf alternativen Strecken.
Die akute Gefahrstofflage war am Donnerstagnachmittag beendet. Die Feuerwehr hatte die Leckage abgedichtet und ihre Maßnahmen gegen 16.15 Uhr abgeschlossen. Für die Bevölkerung bestand nach ihren Angaben keine Gefahr. Der genaue Stoff und die präzise ausgetretene Menge waren zunächst weiterhin nicht bekannt gegeben worden.
Für Bahnreisende blieb die entscheidende Einschränkung dennoch bestehen. Die Strecke zwischen Celle und Eschede war am späten Nachmittag weiterhin gesperrt. Ein verbindlicher Zeitpunkt für die Wiederaufnahme des regulären Zugverkehrs war zunächst nicht genannt. Reisende auf der Verbindung Hannover, Celle, Uelzen und Hamburg sollten ihre Fahrt daher kurzfristig prüfen, zusätzliche Reisezeit einplanen und mit weiteren Änderungen bei Regional- und Fernzügen rechnen.






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