GitHub kämpft mit schwerer Störung bei wichtigen Diensten

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Grzegorz Walczak

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Eine umfangreiche GitHub-Störung am 17. August 2026 beeinträchtigt zahlreiche zentrale Funktionen der weltweit genutzten Entwicklerplattform. Betroffen sind unter anderem API-Anfragen, GitHub Actions, Pull Requests, Issues, Webhooks und der KI-Dienst GitHub Copilot. Auch bei Downloads von Repository-Inhalten treten erhebliche Fehler auf.

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GitHub bestätigte die Probleme am Montag auf seiner offiziellen Statusseite. Die ersten Untersuchungen begannen demnach um 13:40 UTC, entsprechend 15:40 Uhr deutscher Sommerzeit. Die Störung weitete sich anschließend auf immer mehr Bereiche der Plattform aus. Auch mehrere Stunden nach Beginn liefen die Arbeiten an Gegenmaßnahmen weiter.

GitHub meldet hohe Fehlerraten bei Web und API

Eine Minute nach Beginn der Untersuchung meldete GitHub zunächst eine beeinträchtigte Leistung bei API-Anfragen. Kurz darauf folgten GitHub Actions und Webhooks. Um 13:45 UTC bezifferte das Unternehmen die Fehlerrate bei zahlreichen Funktionen auf rund 20 Prozent. Zu den ausdrücklich genannten Bereichen gehörten Pull Requests und Issues.

Besonders stark betroffen waren Downloads. GitHub gab für Archiv-Downloads und den direkten Abruf unbearbeiteter Repository-Inhalte eine Fehlerrate von ungefähr 50 Prozent an. Damit schlug etwa jeder zweite entsprechende Abruf fehl. Auch die Weboberfläche und API-Verbindungen verzeichneten nach Unternehmensangaben weiterhin Fehlerraten von rund 20 Prozent.

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Im weiteren Verlauf verschärfte GitHub die Statusbewertung mehrerer Dienste. API Requests, Issues, Pull Requests und Actions wurden auf der Statusseite als größere Ausfälle geführt. Bei Git Operations, Webhooks und GitHub Pages meldete das Unternehmen eine eingeschränkte Leistung.

Auch GitHub Copilot von der Störung betroffen

Um 14:31 UTC bestätigte GitHub außerdem eine eingeschränkte Verfügbarkeit von Copilot. Der KI-Assistent ist inzwischen eng in verschiedene Entwicklungsumgebungen und Arbeitsabläufe eingebunden und unterstützt unter anderem beim Erstellen und Überarbeiten von Programmcode.

Die Störung betrifft damit nicht nur die klassische Verwaltung von Quellcode. GitHub Actions wird von Unternehmen und Open-Source-Projekten für automatisierte Abläufe genutzt, etwa für Tests, Builds und Softwarebereitstellungen. Probleme mit Webhooks können wiederum dazu führen, dass automatisierte Prozesse nach Änderungen an einem Repository nicht wie vorgesehen ausgelöst werden.

Pull Requests und Issues gehören zu den zentralen Werkzeugen für die Zusammenarbeit an Softwareprojekten. Einschränkungen in diesen Bereichen können Codeprüfungen, Fehlerverwaltung und die Abstimmung innerhalb von Entwicklungsteams erschweren oder vorübergehend verhindern.

Authentifizierung und Unternehmensfunktionen ebenfalls beeinträchtigt

Die Auswirkungen beschränkten sich nach Angaben von GitHub nicht auf öffentlich sichtbare Repository-Funktionen. Auch mehrere Dienste zur Anmeldung und Verwaltung von Unternehmenszugängen waren betroffen. GitHub nannte dabei SAML und OIDC sowie SCIM und Team Sync.

Diese Funktionen werden insbesondere in Unternehmen eingesetzt, um Benutzerkonten, Zugriffsrechte und Identitäten zentral zu verwalten. Störungen können deshalb auch Organisationen treffen, deren eigentliche Repository-Daten weiterhin erreichbar sind, wenn sich Beschäftigte nicht wie gewohnt authentifizieren oder Zugriffsrechte nicht synchronisieren lassen.

GitHub erklärte am Nachmittag mehrfach, Gegenmaßnahmen umzusetzen. Eine vollständige Entwarnung gab es zunächst jedoch nicht. Noch um 16:16 UTC, entsprechend 18:16 Uhr deutscher Sommerzeit, meldete das Unternehmen weiterhin rund 20 Prozent Fehler bei Webzugriffen und API-Verkehr sowie etwa 50 Prozent bei Archiv- und Raw-Content-Downloads.

Ursache der GitHub-Störung zunächst unbekannt

Was die umfangreichen Probleme ausgelöst hat, war zunächst nicht bekannt. GitHub teilte um 16:16 UTC mit, dass weiterhin an der Identifizierung der Ursache gearbeitet werde. Angaben zu einem Sicherheitsvorfall oder einem Angriff machte das Unternehmen nicht.

Damit gab es zunächst auch keine gesicherte Grundlage für entsprechende Vermutungen. Offiziell bestätigt war lediglich die technische Beeinträchtigung zahlreicher Dienste und die laufende Untersuchung. GitHub hatte bereits während der Störung mit verschiedenen Maßnahmen versucht, die Auswirkungen zu reduzieren.

Die Plattform ist eine zentrale Infrastruktur für die internationale Softwareentwicklung. Neben einzelnen Entwicklern nutzen Unternehmen, Behörden und Open-Source-Projekte GitHub zur Speicherung von Programmcode, zur Zusammenarbeit und zur Automatisierung von Entwicklungsprozessen. Eine Störung mehrerer miteinander verknüpfter GitHub-Dienste kann deshalb zugleich eine große Zahl unterschiedlicher Entwicklungsabläufe treffen.

GitHub-Störung dauert mehrere Stunden an

Seit der ersten offiziellen Meldung um 13:40 UTC waren bis zum Statusupdate um 16:16 UTC bereits mehr als zweieinhalb Stunden vergangen. Während dieses Zeitraums kamen weitere betroffene Dienste hinzu. Neben API Requests, Actions, Webhooks, Issues und Pull Requests wurden im Verlauf auch Copilot, Pages und Git Operations als beeinträchtigt gemeldet.

Ein vollständiger Ausfall der gesamten Plattform wurde von GitHub jedoch nicht gemeldet. Einige Dienste blieben laut Statusseite funktionsfähig. Dazu gehörten zum damaligen Stand unter anderem Packages und Codespaces. Auch die Anbieter der KI-Modelle für Copilot wurden separat als betriebsbereit ausgewiesen, während Copilot selbst von der GitHub-Störung betroffen war.

Wann sämtliche Dienste wieder regulär funktionieren würden, war zunächst offen. GitHub setzte seine technischen Maßnahmen und die Untersuchung der Ursache fort.

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