Feuer zerstört Gebäude in Thusis: Fünf Personen vermisst

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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In der Schweizer Gemeinde Thusis im Kanton Graubünden hat ein Großbrand in der Nacht zum Freitag ein Gebäude mit einem Restaurant und Wohnungen vollständig zerstört. Fünf Personen wurden am Freitagvormittag noch vermisst. Acht Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Knapp 100 Feuerwehrkräfte waren an den Löscharbeiten beteiligt.

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Feuer bricht kurz nach Mitternacht aus

Die Meldung über den Großbrand in Thusis ging kurz nach Mitternacht bei der Kantonspolizei Graubünden ein. Betroffen war ein Gebäude, in dem sich ein Restaurant und mehrere Wohnungen befanden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei brach das Feuer im zweiten Stock aus. Die genaue Brandursache war zunächst nicht bekannt.

Das Feuer erfasste das Gebäude so stark, dass es vollständig ausbrannte. Während des Einsatzes stürzte nach Angaben der Kantonspolizei das Treppenhaus ein. Dadurch wurden die Löscharbeiten zusätzlich erschwert. Einsatzkräfte mussten das Dach mithilfe eines Krans öffnen, um an weitere Bereiche des brennenden Gebäudes zu gelangen.

Die Löscharbeiten dauerten am Freitagmorgen weiterhin an. Angaben zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen zunächst nicht vor.

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Fünf Personen werden weiterhin vermisst

Nach dem Stand der Kantonspolizei vom Freitag konnten insgesamt 14 Personen das brennende Gebäude verlassen. Fünf weitere Menschen wurden vermisst. Zu ihrem Aufenthaltsort und ihrem Zustand lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.

Von den Personen, die das Haus verlassen konnten, wurden acht verletzt. Zwei erlitten nach Angaben der Behörden schwere Verletzungen, zwei weitere mittelschwere und vier leichte Verletzungen. Rettungskräfte versorgten die Betroffenen zunächst medizinisch und brachten sie anschließend in verschiedene Krankenhäuser.

An der Versorgung waren Teams der Rettungsdienste aus Mittelbünden, Chur, Schiers und der Surselva beteiligt. Außerdem befand sich eine Crew der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega im Einsatz. Verletzte wurden in Kliniken in Chur, Thusis, Ilanz und Zürich gebracht.

Weitere Angaben zum Gesundheitszustand der Verletzten machte die Kantonspolizei zunächst nicht. Identifizierende Angaben zu Betroffenen wurden nicht veröffentlicht.

Knapp 100 Feuerwehrkräfte im Einsatz

Das Ausmaß des Brandes erforderte einen großen Einsatz mehrerer Feuerwehren. Nach Angaben der Kantonspolizei waren knapp 100 Feuerwehrkräfte aus Thusis, Cazis, dem Oberen Heinzenberg, von Ems Chemie und aus Albula mit der Brandbekämpfung beschäftigt.

Zusätzlich waren 16 Angehörige der Kantonspolizei Graubünden sowie Kräfte der Stadtpolizei Chur vor Ort. Auch Mitglieder des Samaritervereins Thusis, ein Mitarbeiter des kantonalen Amtes für Natur und Umwelt sowie ein Fischereiaufseher waren in den Einsatz eingebunden.

Die große Zahl unterschiedlicher Einsatzorganisationen verdeutlicht die Dimension des nächtlichen Brandes. Neben der unmittelbaren Brandbekämpfung mussten Verletzte versorgt, Menschen betreut und der Einsatzort abgesichert werden. Zugleich erschwerte das eingestürzte Treppenhaus den Zugang zum Gebäude.

Für Betroffene, Angehörige und Einsatzkräfte stellte das Careteam Grischun vier Betreuungspersonen bereit. Die Gemeinde Thusis organisierte außerdem eine Unterkunft und Verpflegung.

Brandursache noch nicht geklärt

Warum das Feuer ausbrach, war am Freitagvormittag weiterhin offen. Die Kantonspolizei Graubünden untersucht die Brandursache gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft. Nach ersten Erkenntnissen soll das Feuer seinen Ausgang im zweiten Stock genommen haben. Wodurch es dort zum Brand gekommen sein könnte, war zunächst nicht bekannt.

Auch zum Schicksal der fünf vermissten Personen lagen zunächst keine neuen amtlichen Angaben vor. Die laufenden Löscharbeiten und der Zustand des stark beschädigten Gebäudes erschwerten die weiteren Maßnahmen am Einsatzort.

Thusis liegt in der Region Viamala im Kanton Graubünden und hat rund 3.500 Einwohner. Die Gemeinde ist ein regionaler Zentrumsort in Mittelbünden. Der Brand löste dort in der Nacht einen der umfangreichsten Einsätze der jüngeren Zeit aus.

Im Mittelpunkt der weiteren Arbeiten stehen die Suche nach den vermissten Personen, die Sicherung des ausgebrannten Gebäudes und die Untersuchung des Brandortes. Behördliche Angaben zu einer möglichen Ursache oder zum Umfang des Sachschadens lagen zunächst nicht vor.

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