
ProSieben stellt den Sonntagabend in das Zeichen von Christoph Waltz. Der Schauspieler wird am heutigen 4. Oktober 2026 70 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt der Sender ab 20:15 Uhr Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“, jenen Film, mit dem Waltz 2009 endgültig den internationalen Durchbruch schaffte. Die Ausstrahlung läuft bis 23:30 Uhr. Danach folgt mit „Die Christoph Waltz Story“ ein neues Künstlerporträt über seine Karriere.
„Inglourious Basterds auf ProSieben“ ist damit mehr als eine reguläre Filmwiederholung. Der Spielfilm bildet den Auftakt zu einem Themenabend, der Waltz‘ Weg vom langjährigen Schauspieler im deutschsprachigen Film und Fernsehen zum international gefragten Hollywood-Darsteller nachzeichnet.
„Inglourious Basterds“ spielt während der deutschen Besatzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg, erzählt die historischen Ereignisse aber bewusst nicht als realistische Rekonstruktion. Im Mittelpunkt stehen mehrere Handlungsstränge, die auf eine Filmvorführung in Paris zulaufen.
Brad Pitt spielt Lieutenant Aldo Raine, der eine Gruppe jüdisch-amerikanischer Soldaten anführt. Parallel dazu betreibt Shosanna Dreyfus, gespielt von Mélanie Laurent, ein Kino in Paris. Ihre Familie wurde zuvor vom SS-Offizier Hans Landa verfolgt. Landa wird von Christoph Waltz verkörpert. Eine weitere zentrale Figur ist die deutsche Schauspielerin und Agentin Bridget von Hammersmark, gespielt von Diane Kruger.
Tarantino verbindet Kriegsfilm, Thriller, schwarze Komödie und alternative Geschichtsschreibung.
Für Christoph Waltz wurde die Rolle des Hans Landa zum entscheidenden Wendepunkt seiner Karriere. Der am 4. Oktober 1956 in Wien geborene Schauspieler hatte zu diesem Zeitpunkt bereits jahrzehntelang auf Theaterbühnen sowie in Film- und Fernsehproduktionen gearbeitet.
Seine Darstellung in „Inglourious Basterds“ brachte ihm 2009 beim Filmfestival von Cannes den Darstellerpreis ein. Bei der Oscar-Verleihung 2010 gewann Waltz den Preis als bester Nebendarsteller. Auch bei den Golden Globes wurde er für die Rolle ausgezeichnet.
Der Film selbst erhielt insgesamt acht Oscar-Nominierungen. Neben Waltz waren unter anderem Quentin Tarantino für Regie und Originaldrehbuch, Robert Richardson für die Kamera und Sally Menke für den Schnitt nominiert. Zudem gehörte „Inglourious Basterds“ zu den Kandidaten für den Oscar als bester Film.
Waltz arbeitete später erneut mit Tarantino zusammen. Für seine Rolle als Dr. King Schultz in „Django Unchained“ gewann er 2013 seinen zweiten Oscar als bester Nebendarsteller.
Neben Christoph Waltz ist „Inglourious Basterds“ mit zahlreichen international bekannten Schauspielern besetzt. Brad Pitt übernimmt die Rolle von Aldo Raine, Mélanie Laurent spielt Shosanna Dreyfus und Eli Roth ist als Donny Donowitz zu sehen.
Weitere wichtige Rollen übernehmen Michael Fassbender als britischer Offizier Archie Hicox, Diane Kruger als Bridget von Hammersmark, Daniel Brühl als Frederick Zoller und Til Schweiger als Hugo Stiglitz. Zum Ensemble gehören außerdem August Diehl, Gedeon Burkhard, Sylvester Groth, Martin Wuttke, Jacky Ido und Mike Myers.
Regie und Drehbuch stammen von Quentin Tarantino. Die Kamera führte Robert Richardson. Produzent war unter anderem Lawrence Bender. Der Film entstand als deutsch-amerikanische Produktion und wurde 2009 veröffentlicht.
„Inglourious Basterds“ hat einen besonders starken Produktionsbezug zu Deutschland. Große Teile des Films entstanden im Studio Babelsberg in Potsdam sowie an Drehorten in Berlin, Brandenburg und Sachsen. Auch in Paris wurde gedreht.
Studio Babelsberg war als ausführende Produktionsfirma beteiligt. Zu den genutzten Bereichen gehörten die Marlene-Dietrich-Halle und die damalige Außenkulisse „Berliner Straße“. Weitere Dreharbeiten fanden unter anderem in Görlitz und Rüdersdorf statt. Berliner Orte wurden ebenfalls als Kulissen genutzt.
Die Produktion erhielt Unterstützung aus der deutschen Filmförderung. Der Deutsche Filmförderfonds stellte 6,8 Millionen Euro bereit, das Medienboard Berlin-Brandenburg 600.000 Euro und die Mitteldeutsche Medienförderung 300.000 Euro. Nach Angaben von Studio Babelsberg lagen die Produktionsausgaben in Deutschland bei rund 37 Millionen Euro.
Der Film feierte im Mai 2009 beim Filmfestival von Cannes seine Weltpremiere und lief dort im Wettbewerb. In Deutschland kam „Inglourious Basterds“ am 20. August 2009 regulär in die Kinos.
Weltweit spielte der Film nach den erfassten Kinozahlen rund 321,5 Millionen US-Dollar ein. In den USA und Kanada kamen rund 120,5 Millionen Dollar zusammen, international mehr als 200 Millionen Dollar. Für Deutschland weist die Filmförderungsanstalt bis August 2010 mehr als 2,1 Millionen Kinobesucher aus.
Das Produktionsbudget wird mit rund 70 Millionen Dollar angegeben. Damit gehörte der Film nicht nur zu Tarantinos größten Kinoerfolgen dieser Phase, sondern verschaffte auch Waltz schlagartig internationale Aufmerksamkeit.
Bei der heutigen Ausstrahlung handelt es sich nicht um eine TV-Premiere. „Inglourious Basterds“ war bereits mehrfach im deutschen Fernsehen zu sehen. Die erste deutsche Free-TV-Ausstrahlung erfolgte am 1. Mai 2012 bei RTL. Für den Film hatte sich RTL bereits nach dem Kinostart die entsprechenden Rechte aus einem Paket mit NBC Universal gesichert.
Die reguläre Kinofassung wird mit rund 153 Minuten geführt. Der heutige ProSieben-Programmplatz reicht von 20:15 bis 23:30 Uhr und umfasst damit 195 Minuten inklusive Werbeunterbrechungen. Für Ausstrahlungen vor 22 Uhr existiert eine gekürzte Fassung, die für das Hauptabendprogramm entsprechend geprüft wurde.
Auf Joyn ist „Inglourious Basterds“ aktuell ebenfalls abrufbar. Dort wird eine Laufzeit von 148 Minuten und eine Altersfreigabe ab 16 Jahren angegeben.
Der Geburtstagsabend endet bei ProSieben nicht mit dem Spielfilm. Ab 23:30 Uhr zeigt der Sender „Die Christoph Waltz Story“. Das Künstlerporträt ist eine Produktion aus dem Jahr 2026 und wird heute erstmals im deutschen Fernsehen ausgestrahlt.
Damit verbindet ProSieben den 70. Geburtstag unmittelbar mit jenem Film, der Waltz‘ internationale Karriere entscheidend veränderte. „Inglourious Basterds“ steht dabei exemplarisch für den Übergang von seiner jahrzehntelangen Arbeit in europäischen Produktionen zu Rollen in großen internationalen Kinofilmen.
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