
Die Zahl der Kinder bei Verkehrsunfällen in Deutschland ist 2025 deutlich gestiegen. Insgesamt wurden rund 29.270 Kinder unter 15 Jahren bei Unfällen im Straßenverkehr verletzt oder getötet. Das waren sieben Prozent mehr als 2024, als 27.260 Kinder verunglückten. Besonders deutlich fällt der Anstieg bei den Todesfällen aus: 74 Kinder kamen 2025 ums Leben, im Jahr zuvor waren es 53. Rechnerisch wurde damit durchschnittlich alle 18 Minuten ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.
Der Anstieg bei tödlichen Verkehrsunfällen mit Kindern betrifft sämtliche Altersgruppen. Unter den Kindern unter sechs Jahren stieg die Zahl der Todesopfer von 18 auf 30. Bei den Sechs- bis Neunjährigen erhöhte sie sich von 15 auf 17, bei den Zehn- bis 14-Jährigen von 20 auf 27.
Besonders stark nahm die Zahl der Kinder zu, die als Mitfahrende in einem Auto ums Leben kamen. Hier stieg die Zahl von 21 auf 31. Bei Fahrradunfällen erhöhte sich die Zahl der getöteten Kinder von acht auf 13. Zudem starben 2025 vier Kinder bei Unfällen mit E-Scootern. Im Vorjahr hatte es in dieser Kategorie keinen Todesfall gegeben.
Bei Kindern zwischen sechs und 14 Jahren zeigt sich eine deutliche Häufung zu einer bestimmten Tageszeit. Von Montag bis Freitag verunglücken sie am häufigsten zwischen 7 und 8 Uhr. Das ist die Zeit, in der viele Kinder auf dem Weg zur Schule unterwegs sind.
Von den insgesamt 24.010 verunglückten Kindern dieser Altersgruppe entfielen zwölf Prozent der Fälle auf diese eine Stunde. Weitere erhöhte Werte registrierte Destatis zwischen 13 und 14 Uhr sowie zwischen 15 und 16 Uhr und 16 und 17 Uhr. Auf diese Zeiträume entfielen jeweils neun Prozent der Unfälle mit verunglückten Kindern.
Auch die Art der Verkehrsteilnahme spielt eine große Rolle. Insgesamt waren 34 Prozent der 2025 verunglückten Kinder mit dem Fahrrad unterwegs. 31 Prozent saßen zum Zeitpunkt ihres Unfalls in einem Auto, 20 Prozent waren zu Fuß und acht Prozent mit einem E-Scooter unterwegs.
Zwischen den Altersgruppen bestehen allerdings deutliche Unterschiede. Bei Kindern unter sechs Jahren ereigneten sich 55 Prozent der Unfälle, während sie in einem Auto mitfuhren. Bei den Sechs- bis 14-Jährigen war dagegen das Fahrrad mit einem Anteil von 39 Prozent das häufigste Verkehrsmittel. 26 Prozent dieser Altersgruppe verunglückten im Auto und 19 Prozent als Fußgängerinnen oder Fußgänger.
Nach einem deutlichen Rückgang während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 ist die Zahl der verletzten und getöteten Kinder im Straßenverkehr in den vergangenen Jahren wieder gestiegen. Für 2025 weist die Statistik nun sowohl bei der Gesamtzahl der Verunglückten als auch bei den Todesfällen einen Anstieg aus.
Besonders auffällig sind die Zunahme der tödlichen Unfälle sowie die starke Häufung bei Schulkindern am frühen Morgen. Der Blick auf die Verkehrsmittel zeigt zugleich, dass sich die Unfallmuster mit dem Alter verändern: Während jüngere Kinder besonders häufig als Mitfahrende im Auto verunglücken, spielt bei älteren Kindern das Fahrrad die größte Rolle.
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