Köhlbrandbrücke in Hamburg wird für 55 Stunden gesperrt: Diese Umleitungen gelten

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Symbolfoto

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Die Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen wird am kommenden Wochenende vollständig für den Straßenverkehr gesperrt. Von Freitag, 16. Oktober 2026, um 22 Uhr bis Montag, 19. Oktober, um 5 Uhr ist die Verbindung zwischen Steinwerder und Waltershof nicht befahrbar. Die Hamburg Port Authority (HPA) führt planmäßige Reparatur- und Wartungsarbeiten durch. Für Autofahrer und den Güterverkehr sind zwei ausgeschilderte Umleitungen vorgesehen. Die Köhlbrandbrücke Sperrung Hamburg dauert nach aktuellem Plan insgesamt 55 Stunden.

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Vollsperrung beginnt am Freitag um 22 Uhr

Die Sperrung betrifft die gesamte Köhlbrandbrücke in beiden Fahrtrichtungen. Eine Durchfahrt über das Bauwerk ist während der Arbeiten nicht möglich. Betroffen ist damit eine wichtige Straßenverbindung zwischen den östlichen und westlichen Bereichen des Hamburger Hafens.

Nach der Mitteilung der HPA vom 12. Oktober soll die Brücke am Montagmorgen um 5 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Arbeiten sind auf das Wochenende konzentriert und umfassen sowohl den Samstag als auch den Sonntag.

Die Köhlbrandbrücke verbindet zentrale Hafenbereiche und ermöglicht den Straßenverkehr über den Köhlbrand, einen Wasserarm der Elbe. Ihre Sperrung betrifft deshalb insbesondere Fahrten innerhalb des Hafengebiets sowie Verbindungen zwischen den Hafenterminals und den übergeordneten Straßen.

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Umleitung U30 führt in Richtung Westen

Für den Verkehr in westlicher Richtung hat die HPA die Umleitung U30 eingerichtet. Diese beginnt am Roßdamm und führt zunächst über den Neuhöfer Damm und den Rethedamm.

Anschließend verläuft die ausgeschilderte Strecke über die Hohe-Schaar-Straße und den Kattwykdamm. Über den Moorburger Hauptdeich und den Fürstenmoordamm gelangen Verkehrsteilnehmer zur Georg-Heyken-Straße.

Von dort führt die U30 weiter über die Waltershofer Straße, die Vollhöfener Weiden und den Finkenwerder Ring zur Finkenwerder Straße.

Die Strecke umgeht die gesperrte Köhlbrandbrücke südlich und nutzt die Straßenverbindungen im Hafengebiet. Die Beschilderung mit der Kennzeichnung U30 soll den Verkehr während der gesamten Sperrzeit leiten.

Umleitung U40 gilt in Fahrtrichtung Osten

Wer in östlicher Richtung durch den Hamburger Hafen fahren möchte, muss der Umleitung U40 folgen. Sie beginnt an der Finkenwerder Straße und führt über die Vollhöfener Weiden zur Waltershofer Straße.

Anschließend verläuft die Strecke über die Georg-Heyken-Straße, den Fürstenmoordamm und den Moorburger Hauptdeich. Danach führt die U40 über den Kattwykdamm und die Hohe-Schaar-Straße zum Rethedamm.

Die weitere Strecke verläuft über den Neuhöfer Damm zurück zum Roßdamm.

Beide Umleitungen führen durch den südlichen Hafenbereich über die Verbindung an der Kattwykbrücke. Autofahrer und Lastwagen müssen damit während der Vollsperrung auf die vorgesehenen Alternativrouten ausweichen.

Konkrete Prognosen zu zusätzlichen Fahrzeiten oder möglichen Staus hat die HPA in ihrer Ankündigung vom 12. Oktober nicht veröffentlicht. Auch gesonderte Änderungen im Bus- und Bahnverkehr wurden darin nicht benannt.

Reparaturarbeiten sichern den Weiterbetrieb der Hafenbrücke

Die erneute Vollsperrung ist Teil der laufenden Instandhaltung der Köhlbrandbrücke. Das Bauwerk wurde 1974 eröffnet und zählt zu den bedeutenden Straßenverbindungen des Hamburger Hafens.

Nach Angaben der HPA hat sich die Verkehrsbelastung seit der Eröffnung nahezu verdoppelt. Im Jahr 2023 nutzten an einem durchschnittlichen Werktag rund 32.000 Kraftfahrzeuge die Brücke.

Die intensive Nutzung und der Zustand der Konstruktion machen regelmäßige Kontrollen und Reparaturen erforderlich. Bei Untersuchungen hatte die HPA unter anderem zunehmende Schäden an Bauteilen der Strombrücke sowie Veränderungen an den Rampenbauwerken festgestellt.

Bereits seit dem 1. Mai 2026 dürfen genehmigungspflichtige Schwertransporte mit einem Gewicht von mehr als 44 Tonnen die Köhlbrandbrücke nicht mehr befahren. Diese dauerhafte Einschränkung soll die Belastung des Bauwerks verringern und seinen Weiterbetrieb bis zur Fertigstellung einer neuen Querung ermöglichen.

Die aktuelle Vollsperrung am Oktoberwochenende betrifft dagegen sämtliche Fahrzeuge. Welche einzelnen Bauteile während der 55 Stunden repariert oder gewartet werden, konkretisierte die HPA in ihrer Ankündigung nicht.

Letzte planmäßige Vollsperrung im Jahr 2026

Die bevorstehende Sperrung ist bereits der sechste offiziell eingeplante Termin des Jahres. Zuvor war die Köhlbrandbrücke unter anderem an zwei Wochenenden im Mai, einem Wochenende im Juni sowie an zwei Wochenenden im September vollständig gesperrt.

Nach dem veröffentlichten Jahresplan der HPA ist das Wochenende vom 16. bis 19. Oktober die letzte regulär vorgesehene Vollsperrung für 2026.

Auch für das kommende Jahr stehen weitere Termine fest. Die Hafenbehörde hat für 2027 insgesamt sieben Vollsperrungen eingeplant. Die ersten beiden sind für die Wochenenden vom 2. bis 5. April sowie vom 9. bis 12. April vorgesehen.

Weitere Sperrzeiten sind für Juli und September sowie für das Wochenende vom 22. bis 25. Oktober 2027 angekündigt. Damit werden die Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten auch im kommenden Jahr fortgesetzt.

Neubau soll die bestehende Köhlbrandbrücke ersetzen

Parallel zu den Reparaturen an der bestehenden Brücke laufen die Planungen für einen Ersatzneubau. Hamburg hatte sich 2024 nach der Prüfung unterschiedlicher Möglichkeiten für eine neue Brückenverbindung über den Köhlbrand entschieden.

Im Juni 2026 stellte die Stadt den Siegerentwurf eines internationalen Planungswettbewerbs vor. Die neue Brücke soll mit zwei Pylonen und einer Schrägseilkonstruktion an das Erscheinungsbild des bisherigen Bauwerks anknüpfen.

Zugleich soll die neue Konstruktion eine größere Durchfahrtshöhe für Schiffe ermöglichen. Vorgesehen ist eine lichte Höhe von 73,5 Metern. Dadurch sollen künftig auch größere Schiffe die südlichen Hafenbereiche erreichen können.

Nach dem derzeitigen Zeitplan strebt Hamburg eine Verkehrsfreigabe der neuen Köhlbrandbrücke gegen Ende der 2030er Jahre an. Die vollständige Umsetzung einschließlich des späteren Rückbaus der bisherigen Brücke könnte bis Mitte der 2040er Jahre dauern.

Bis zur Inbetriebnahme des Ersatzbauwerks bleibt die Unterhaltung der bestehenden Konstruktion erforderlich. Die Sperrung am kommenden Wochenende ist deshalb eine weitere planmäßige Maßnahme, um die Straßenverbindung im Hamburger Hafen weiterhin nutzen zu können.

Für Verkehrsteilnehmer gelten zunächst die angekündigten Sperrzeiten vom Freitagabend bis zum frühen Montagmorgen und die entsprechend ausgeschilderten Umleitungen U30 und U40.

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