
Die Altonaer Straße in Neumünster wird ab Montag, 12. Oktober 2026, für fast zwei Wochen zur Baustelle. Betroffen ist die Landesstraße 319 zwischen Neumünster-Süd an der Bundesstraße 205 und der Anschlussstelle Großenaspe an der Autobahn 7. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) hat eine Vollsperrung bis einschließlich Samstag, 24. Oktober, angekündigt. Der Verkehr wird währenddessen über die Autobahn und weitere ausgeschilderte Strecken geführt.
Grund für die Sperrung ist kein Austausch der gesamten Fahrbahndecke, sondern ein beschädigter Durchlass unter der Altonaer Straße. An dieser Stelle verläuft der Russengraben unter der Landesstraße. Die Stadt Neumünster gibt für die Erneuerung des Durchlasses eine Länge von rund 20 Metern an. Zuständig für die Baumaßnahme ist der LBV.SH.
Der Landesbetrieb begründet die vollständige Sperrung mit Anforderungen an die Verkehrssicherheit, den Schutz der Beschäftigten und die Qualität der Bauausführung. Eine Verkehrsführung unmittelbar durch den Arbeitsbereich ist während der Bauzeit deshalb nicht vorgesehen. Nach Angaben des Landesbetriebs können auch Polizei und Rettungsdienste die Baustelle nicht durchfahren.
Die Arbeiten beginnen nach der aktuellen Planung am 12. Oktober und sollen am 24. Oktober abgeschlossen sein. Eine konkrete Uhrzeit für die Einrichtung der Vollsperrung hat die Behörde nicht genannt. Da die Bauarbeiten vom Wetter abhängen, sind Verschiebungen möglich.
Für den gewöhnlichen Autoverkehr ist eine Umleitung über die Autobahn ausgeschildert. Von Neumünster aus führt sie zunächst über die B 205 zur A7-Anschlussstelle Neumünster-Süd. Anschließend geht es auf der A 7 bis zur Anschlussstelle Großenaspe. In der Gegenrichtung verläuft die offizielle Umleitung entsprechend umgekehrt.
Damit bleiben beide Anschlussstellen Bestandteil der vorgesehenen Verkehrsführung. Eine Vollsperrung der A 7 oder die Schließung dieser beiden Anschlussstellen wegen der Durchlassarbeiten hat der LBV.SH nicht angekündigt. Nicht möglich ist hingegen die direkte Durchfahrt auf der L 319 durch den gesperrten Bauabschnitt.
Für Fahrten zwischen Neumünster und Großenaspe bedeutet das eine geänderte Streckenführung. Die Umleitung führt den Verkehr über die Bundesstraße und die Autobahn. Maßgeblich ist die Beschilderung vor Ort.
Nicht alle Fahrzeuge können die Umleitung über die A 7 nutzen. Für Fahrzeuge, deren Höchstgeschwindigkeit unter 60 Kilometern pro Stunde liegt, hat der Landesbetrieb deshalb eine gesonderte Strecke festgelegt. Sie beginnt in Neumünster auf der Gadelander Straße, der Kreisstraße 2, und führt in Richtung Gadeland weiter über die Boostedter Straße, die Kreisstraße 18.
Anschließend verläuft die Strecke über die Neumünsterstraße und durch Boostedt. Über die Kreisstraße 11 führt sie durch Freiwalde nach Großenaspe. Dort gehören auch die Kirchstraße, ebenfalls K 11, und die Straße Glindam, K 58, zur Umleitung. Sie führt anschließend Richtung Anschlussstelle Großenaspe zur Hamburger Chaussee, der L 319.
Diese Strecke ist ebenfalls in beide Richtungen vorgesehen. Sie ersetzt für die betreffenden Fahrzeuge die Autobahnumleitung und führt über mehrere Kreisstraßen und Ortslagen. Der Landesbetrieb unterscheidet damit ausdrücklich zwischen Fahrzeugen, die die Autobahn nutzen können, und solchen, für die eine andere Verkehrsführung nötig ist.
Auch für Radfahrer ist die gesperrte Altonaer Straße keine durchgehende Verbindung. Der LBV.SH sieht für den Radverkehr eine Umleitung über den Ochsenweg vor. Die Radroute ist somit von den beiden Umleitungen für Kraftfahrzeuge getrennt.
Die Sperrung umfasst den eigentlichen Baubereich vollständig. Das gilt auch für Einsatzfahrzeuge von Polizei und Rettungsdiensten, die ihn laut Landesbetrieb nicht passieren können. Die Verkehrsführung wurde im Vorfeld unter anderem mit Polizei, Verkehrsbehörde, Kreis, Amt, beteiligten Gemeinden und dem Buslinienbetreiber abgestimmt.
Für den Busverkehr sind mögliche Fahrplanänderungen gesondert zu beachten. Laut Landesbetrieb informieren die jeweiligen Buslinienbetreiber selbst über Änderungen. Konkrete Liniennummern, Ersatzhaltestellen oder geänderte Abfahrtszeiten sind in der Mitteilung des LBV.SH nicht aufgeführt.
Die Stadt Neumünster kündigte an, betroffene Anwohnerinnen und Anwohner vor dem Beginn der Arbeiten schriftlich zu informieren. Eine allgemeine Freigabe des gesperrten Durchlasses für Anlieger ist damit nicht verbunden. Für den Durchgangsverkehr soll die Vollsperrung während der gesamten Bauzeit gelten.
Die Kosten für die Erneuerung beziffert der LBV.SH auf rund 130.000 Euro. Finanziert wird die Maßnahme durch das Land Schleswig-Holstein. Der Landesbetrieb bittet Verkehrsteilnehmer, den ausgeschilderten Umleitungen zu folgen und im Bereich der Baustelle auf die dort arbeitenden Menschen Rücksicht zu nehmen. Der vorgesehene letzte Sperrungstag bleibt der 24. Oktober, sofern das Wetter keine Änderung des Zeitplans erforderlich macht.
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