
Zwei verschwundene Männer, unterschiedliche Lebenswelten und ein Ermittlerteam, das schwierige persönliche Konflikte aufklären muss: ZDFneo zeigt am Sonntag, 11. Oktober 2026, zwei Folgen der Krimiserie Letzte Spur Berlin. Ab 20.15 Uhr läuft zunächst Am Ende der Wut, anschließend folgt um 21.00 Uhr Heimsuchung. Beide Episoden stammen aus der elften Staffel und wurden bereits 2022 erstmals ausgestrahlt. Die Serie selbst wurde inzwischen nach 13 Staffeln eingestellt.
Die erste Folge beginnt um 20.15 Uhr und endet um 21.00 Uhr. Direkt danach setzt ZDFneo den Krimiabend mit Heimsuchung fort. Die zweite Episode läuft bis 21.45 Uhr. Für beide Wiederholungen sind jeweils 45 Minuten Sendezeit vorgesehen.
Am Ende der Wut ist die fünfte Folge der elften Staffel. Ihre Erstausstrahlung erfolgte am 29. April 2022 im ZDF. Heimsuchung schloss sich damals am 6. Mai 2022 als sechste Folge an. Beide Episoden entstanden 2022 und erzählen eigenständige Vermisstenfälle. Zugleich entwickeln sie eine persönliche Handlung um Kommissarin Lucy Elbe weiter.
Im ersten Krimi des Abends steht der junge Streetart-Künstler Daniel Lamprecht im Mittelpunkt. Er verschwindet während einer illegalen Graffiti-Aktion. Seine schwangere Freundin Lara macht sich große Sorgen und vermutet zunächst einen Zusammenhang mit einer Nachbarschaftswache, die gegen Sprayer vorgeht.
Die Ermittlungen führen Oliver Radek und Mina Amiri in die Berliner Streetart-Szene. Dort erfahren sie, dass Daniel seine bisherige Umgebung verlassen wollte. Sein geplanter Rückzug sorgte offenbar für Spannungen, weil andere Mitglieder der Szene ihn als Verräter betrachten.
Für das Team ergeben sich dadurch verschiedene Ansatzpunkte. Neben Konflikten innerhalb der Graffiti-Szene rückt die Nachbarschaftswache in den Blick. Welche Bedeutung diese Auseinandersetzungen tatsächlich für Daniels Verschwinden haben, bildet den Kern der Ermittlungen.
Die Episode verbindet die Suche nach einem Vermissten mit dem Konflikt zwischen urbaner Kunst, illegalen Aktionen und dem Sicherheitsbedürfnis von Anwohnern.
Jonathan Elias Weiske übernimmt die Rolle von Daniel Lamprecht. Ella Morgen spielt seine Freundin Lara Nawrath. Zur weiteren Besetzung gehören Silvana Damm als Jasmin Nazari, Tim Morten Uhlenbrock als Lorenz Kratzmeier und Nyamandi Adrian als Max Yzer.
Regie führte Josh Broecker. Das Drehbuch stammt von Carmen Nascetti unter Mitwirkung der Headautoren Klaus Wolfertstetter und Peer Klehmet. Oliver-Maximilian Kraus verantwortete die Kamera, Dirk Leupolz die Musik.
In der zweiten Folge, die um 21.00 Uhr beginnt, verschwindet der Außendienstmitarbeiter Ricky Bischoff aus einer Unterkunft für wohnungslose Menschen. Dort lebt er seit kurzer Zeit mit seiner Frau Kira und der gemeinsamen Tochter Elin.
Die Familie musste zuvor ihre Wohnung verlassen. Ricky hat die Zwangsräumung nicht akzeptiert und beschäftigt sich weiter mit den Umständen des Wohnungsverlustes. Bei ihren Nachforschungen stoßen die Ermittler auf Hinweise, dass die frühere Vermieterin Yvonne Zeisig möglicherweise unzulässige Methoden eingesetzt haben könnte, um die Familie aus der Wohnung zu bekommen.
Auch die Verhältnisse in der Notunterkunft spielen eine Rolle. Ricky war mit deren Betreiber Dr. Hartmut Euler aneinandergeraten, weil er Veränderungen an den dortigen Zuständen verlangte. Daraus ergeben sich weitere Fragen für die Vermisstenstelle.
Die Episode behandelt Wohnungsverlust, soziale Unsicherheit und Konflikte auf dem angespannten Wohnungsmarkt. Die persönlichen Erfahrungen der Familie stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Suche nach Ricky.
Martin Baden ist als Ricky Bischoff zu sehen, Bettina Burchard spielt seine Frau Kira. Elisabeth Wilhelm übernimmt die Rolle der Tochter Elin. Katharina Zapatka verkörpert die frühere Vermieterin Yvonne Zeisig, Christian Harting den Betreiber der Unterkunft. Weitere Rollen spielen Thomas Gerber als Thoralf Garzin und Bernd Hölscher als Uwe Markgraf.
Auch diese Episode wurde von Josh Broecker inszeniert. Das Drehbuch verfasste Boris Dennulat unter Mitwirkung von Klaus Wolfertstetter und Peer Klehmet als Headautoren.
Im Mittelpunkt beider Folgen steht das bekannte Team der Berliner Vermisstenstelle. Hans-Werner Meyer spielt Kriminalhauptkommissar Oliver Radek, der die Ermittlungen leitet. Jasmin Tabatabai ist als Mina Amiri zu sehen, Josephin Busch übernimmt die Rolle von Lucy Elbe. Aleksandar Radenković spielt Alexander von Tal.
Raphael Zari gehört als Boris Terjung ebenfalls zur Besetzung dieser Episoden. Seine Figur spielt insbesondere in der privaten Geschichte von Lucy Elbe eine Rolle.
Lucy hatte Boris bei einer Verabredung kennengelernt, bei der er sie zunächst für eine andere Frau hielt. In Am Ende der Wut beschäftigt sie sich mit den Folgen dieser Verwechslung. Die persönliche Geschichte wird in Heimsuchung fortgesetzt, als Lucy ihm ihre tatsächliche Identität offenbart.
Damit ergänzen die beiden Episoden die abgeschlossenen Vermisstenfälle um eine fortlaufende Handlung. Die Kombination aus Ermittlungen und persönlichen Entwicklungen gehörte zum festen Erzählkonzept der Serie.
Letzte Spur Berlin gehörte über viele Jahre zum festen Krimiangebot des ZDF. Die erste Folge wurde am 20. April 2012 ausgestrahlt. Die Serie konzentrierte sich auf die Arbeit einer Berliner Polizeieinheit, die nach vermissten Menschen sucht.
Anders als viele klassische Krimiserien stellte sie nicht ausschließlich die Aufklärung von Straftaten in den Mittelpunkt. Häufig ging es um familiäre Konflikte, berufliche Probleme oder gesellschaftliche Veränderungen, die mit dem Verschwinden einer Person verbunden waren.
Im Januar 2023 kündigte das ZDF an, die Reihe nach der 13. Staffel zu beenden. Die zwölf Folgen der Abschlussstaffel wurden für 2024 vorgesehen. Der Sender begründete die Entscheidung mit einer strategischen Neuausrichtung seines Programms und dem Ziel, verstärkt jüngere Zuschauergruppen zu erreichen.
Die Fernsehreihe endete damit 2024 nach insgesamt 13 Staffeln. Neue Episoden oder eine weitere reguläre Staffel wurden für 2026 nicht angekündigt. Stattdessen bleiben die bisherigen Folgen durch Wiederholungsausstrahlungen im Fernsehprogramm präsent.
Dass die Serie über viele Jahre erfolgreich war, zeigen die offiziellen Zuschauerzahlen des ZDF. Die elfte Staffel, aus der die beiden heutigen Folgen stammen, lief vom 25. März bis zum 17. Juni 2022.
Nach Angaben der ZDF-Programmchronik lag die durchschnittliche Zuschauerzahl der zwölf Folgen bei 4,39 Millionen. Der durchschnittliche Marktanteil lag bei 16,6 Prozent.
Auch später blieb die Reihe Teil des ZDF-Programms. Im Jahr 2025 wurden bereits produzierte Folgen der zwölften und dreizehnten Staffel wiederholt. Für 19 Wiederholungsausstrahlungen zwischen Mai und September 2025 weist die Programmchronik durchschnittlich 3,349 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 16,0 Prozent aus.
Diese Werte beziehen sich auf die jeweiligen Ausstrahlungsreihen im ZDF, nicht auf die beiden heutigen Sendungen bei ZDFneo. Für die Ausstrahlungen am 11. Oktober 2026 liegen vor dem Sendetermin noch keine Zuschauerzahlen vor.
ZDFneo setzt die Ausstrahlung der elften Staffel nach dem heutigen Doppelpack fort. Für Sonntag, 18. Oktober 2026, sind die Folgen Rosalie um 20.15 Uhr und Hundeleben um 21.00 Uhr vorgesehen. Damit bleibt die Reihe auch nach ihrem Produktionsende regelmäßig im Fernsehprogramm vertreten.
Die beiden heutigen Folgen sind im Programm mit Untertiteln und Audiodeskription angekündigt. Neben der linearen Fernsehausstrahlung gibt es Streamingangebote zur Serie. Eine konkrete kostenfreie Abruffrist der beiden Episoden in der ZDF-Mediathek ist für den heutigen Termin allerdings nicht bestätigt.
Mit Am Ende der Wut und Heimsuchung zeigt ZDFneo zwei Fälle, die unterschiedliche gesellschaftliche Lebenssituationen aufgreifen. Während die erste Episode in der Berliner Streetart-Szene spielt, führt die zweite in das Umfeld von Wohnungsverlust und Notunterkünften. Beide gehören zu einer Staffel, die im ZDF 2022 ein Millionenpublikum erreichte.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu