Madame Web heute bei RTL: Warum der Marvel-Film zum Problemfall wurde

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Madame Web heute im TV: RTL zeigt den Superheldenfilm mit Dakota Johnson am Donnerstag, 13. August 2026, um 20:15 Uhr. Der Film aus dem Jahr 2024 erzählt die Vorgeschichte der hellseherisch begabten Cassandra Webb und gehört zu Sonys Reihe von Filmen über Figuren aus dem Umfeld von Spider-Man. Eine Premiere ist die Ausstrahlung allerdings nicht. „Madame Web“ war bereits am 13. Oktober 2025 erstmals im deutschen Free-TV zu sehen. Damals lief der Film im ZDF. RTL hat ihn am Donnerstag von 20:15 bis 22:30 Uhr eingeplant.

„Madame Web“ heute um 20:15 Uhr bei RTL

Mit „Madame Web“ setzt RTL am Donnerstagabend auf einen der ungewöhnlicheren Superheldenfilme der vergangenen Jahre. Der Sender zeigt den Film zur klassischen Primetime ab 20:15 Uhr. Im Programm ist das Ende für 22:30 Uhr vorgesehen. Die tatsächliche Filmlänge liegt bei rund 116 Minuten, die längere Sendezeit ergibt sich im Privatfernsehen durch die Werbeunterbrechungen. Der Film kam im Februar 2024 in die Kinos. In Deutschland besitzt er eine FSK-Freigabe ab zwölf Jahren.

Wer den Film schon vor der RTL-Ausstrahlung im deutschen Fernsehen gesehen hat, könnte dies bereits im Oktober 2025 getan haben. Das ZDF zeigte „Madame Web“ damals als Free-TV-Premiere. Die heutige RTL-Ausstrahlung ist damit eine Wiederholung im frei empfangbaren Fernsehen und keine Erstausstrahlung.

Darum geht es in „Madame Web“

Im Mittelpunkt steht Cassandra Webb, gespielt von Dakota Johnson. Sie arbeitet als Rettungssanitäterin in Manhattan und führt zunächst ein weitgehend gewöhnliches Leben. Nach einem einschneidenden Ereignis bemerkt Cassandra jedoch, dass sie kurze Einblicke in mögliche zukünftige Ereignisse erhält. Was zunächst wie eine kaum kontrollierbare Belastung wirkt, entwickelt sich zu einer Fähigkeit, die ihr helfen kann, drohende Ereignisse vorherzusehen und deren Verlauf zu verändern.

Ihre Geschichte verbindet sich mit den drei jungen Frauen Julia Cornwall, Mattie Franklin und Anya Corazon. Cassandra erkennt, dass ihnen eine besondere Zukunft bevorstehen könnte. Gleichzeitig werden die vier von Ezekiel Sims verfolgt. Er besitzt selbst außergewöhnliche Fähigkeiten und glaubt, durch Visionen zu wissen, welche Gefahr von den drei Frauen eines Tages für ihn ausgehen könnte. Cassandra muss deshalb nicht nur herausfinden, wie ihre eigenen Kräfte funktionieren. Sie wird auch mit ihrer Vergangenheit und der Herkunft ihrer besonderen Wahrnehmung konfrontiert. Wie der Konflikt endet, soll an dieser Stelle offenbleiben.

Dakota Johnson führt ein prominentes Ensemble an

Dakota Johnson übernimmt als Cassandra Webb die zentrale Rolle. Sydney Sweeney spielt Julia Cornwall, Celeste O Connor ist als Mattie Franklin zu sehen und Isabela Merced verkörpert Anya Corazon. Die drei Figuren beruhen auf Charakteren aus Marvel-Comics, die dort unterschiedliche Verbindungen zur Welt von Spider-Man und zu verschiedenen Spider-Woman-Identitäten haben.

Tahar Rahim spielt den Gegenspieler Ezekiel Sims. Zum weiteren Ensemble gehören Adam Scott als Ben Parker und Emma Roberts als Mary Parker. Mike Epps übernimmt die Rolle von Cassandras Kollegen O Neil. Zosia Mamet spielt Amaria. Kerry Bishé ist als Cassandras Mutter Constance Webb zu sehen. Besonders die Namen Ben und Mary Parker stellen eine erkennbare Verbindung zur Spider-Man-Mythologie her, ohne dass „Madame Web“ daraus einen klassischen Spider-Man-Film macht.

S. J. Clarkson inszenierte den Sony-Marvel-Film

Regie führte S. J. Clarkson. Das Drehbuch stammt von Matt Sazama, Burk Sharpless, Claire Parker und Clarkson. Für die zugrunde liegende Geschichte werden Kerem Sanga sowie Sazama und Sharpless genannt. Produzent war Lorenzo di Bonaventura. Columbia Pictures brachte den Film in Zusammenarbeit mit Marvel heraus.

„Madame Web“ ist eine Produktion aus dem Jahr 2024 und hat in der Kinofassung eine Laufzeit von 116 Minuten. Sony selbst beschreibt den Film als eigenständige Entstehungsgeschichte der titelgebenden Marvel-Figur. Damit unterscheidet sich die Produktion auch strukturell von vielen Filmen des Marvel Cinematic Universe, die stark auf gemeinsame Figuren, Fortsetzungen und übergreifende Handlungsstränge setzen.

Marvel-Film, aber kein Teil des MCU

Bei „Madame Web“ sorgt die Bezeichnung Marvel-Film bis heute leicht für Missverständnisse. Die Figuren stammen zwar aus den Marvel-Comics, der Film wurde aber von Sony Pictures beziehungsweise Columbia Pictures produziert und gehört nicht zum Marvel Cinematic Universe von Marvel Studios.

Sony besitzt die Filmrechte an Spider-Man und zahlreichen Figuren aus dessen Comic-Umfeld. Daraus entstand eine eigene Reihe von Filmen, zu der unter anderem Venom, Venom: Let There Be Carnage, Morbius, Madame Web, Venom: The Last Dance und Kraven the Hunter gezählt werden. Madame Web war darin der vierte Kinofilm. Spider-Man selbst steht allerdings nicht im Mittelpunkt des Films. Die Produktion erzählt stattdessen eine weitgehend eigenständige Geschichte aus seinem erweiterten Figurenkosmos.

Rund 100 Millionen Dollar weltweit bei 80 Millionen Budget

An den Kinokassen entwickelte sich „Madame Web“ nicht zum erhofften Erfolg. Box Office Mojo weist weltweite Einnahmen von rund 100,5 Millionen US-Dollar aus. Davon entfielen etwa 43,8 Millionen Dollar auf Nordamerika und 56,7 Millionen Dollar auf die übrigen internationalen Märkte. Allein in Deutschland kamen umgerechnet rund 2,6 Millionen Dollar zusammen.

Das Produktionsbudget wird von The Numbers mit rund 80 Millionen Dollar angegeben. Dieses Verhältnis bedeutet nicht, dass der Film mit Einnahmen von rund 100 Millionen Dollar automatisch profitabel gewesen wäre. Vom Kinoumsatz verbleibt nur ein Teil beim Studio, zudem kommen Ausgaben etwa für Marketing und Vertrieb hinzu. Belastbar ist deshalb vor allem die Feststellung, dass das weltweite Kinoeinspiel nur rund das 1,25-Fache des angegebenen Produktionsbudgets erreichte. Für einen international ausgewerteten Studioblockbuster war das ein schwaches Ergebnis.

Kritiker straften den Film deutlich ab

Noch schlechter als an der Kinokasse fiel die professionelle Kritik aus. Rotten Tomatoes weist aktuell nur zehn Prozent positive Kritikerbewertungen aus. Grundlage sind dort 269 erfasste Kritiken. Beim Publikum fällt das Bild etwas weniger negativ aus. Der sogenannte Popcornmeter liegt bei 53 Prozent unter den verifizierten Nutzerbewertungen.

Auch bei IMDb liegt der Film deutlich unter dem Durchschnitt. Dort steht „Madame Web“ bei einer Bewertung von 4,1 von 10 Punkten. Wiederkehrende Kritikpunkte betrafen insbesondere das Drehbuch, die Dialoge, die Figurenzeichnung, den Aufbau der Geschichte und die Umsetzung einzelner Effekte. Rotten Tomatoes fasst die professionelle Resonanz dahingehend zusammen, dass zwar Ansätze der Ursprungsgeschichte funktionieren, Handlung und Umsetzung insgesamt aber nicht überzeugten.

Warum der Film zum Warnsignal für Sony wurde

Die Bedeutung des Films reicht inzwischen über seine eigene Geschichte hinaus. „Madame Web“ erschien in einer Phase, in der Sony sein Figurenuniversum rund um Spider-Man mit zahlreichen eigenständigen Produktionen ausbauen wollte. Schon Morbius hatte 2022 erhebliche Schwierigkeiten bei Kritik und Publikum. 2024 folgten innerhalb eines Jahres Madame Web, Venom: The Last Dance und Kraven the Hunter.

Die ursprüngliche Strategie mit immer neuen Solofilmen über Nebenfiguren wurde danach neu bewertet. „Madame Web“ erhielt keine angekündigte direkte Fortsetzung. Berichte über Sonys weitere Planungen machten bereits Ende 2024 deutlich, dass zunächst keine weiteren vergleichbaren Spin-off-Kinofilme in konkreter Entwicklung waren. Auch 2026 steht eine Fortsetzung der Geschichte um Cassandra Webb nicht auf Sonys veröffentlichtem Kinoplan. Der Film wurde damit rückblickend zu einem der Projekte, die deutlich machten, wie begrenzt die Zugkraft eines Spider-Man-Universums ohne Spider-Man sein kann.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Sony seine Marvel-Filmrechte oder Spider-Man aufgegeben hätte. Die Zusammenarbeit mit Marvel Studios bei Spider-Man sowie weitere Projekte innerhalb der größeren Spider-Man-Marke sind davon zu unterscheiden. „Madame Web“ selbst hat derzeit jedoch keine bestätigte Fortsetzung.

Wo der Film derzeit im Stream zu sehen ist

Parallel zur TV-Ausstrahlung gibt es mehrere legale Möglichkeiten, den Film online zu sehen. In Deutschland ist „Madame Web“ aktuell im Abonnement von RTL+ verfügbar. JustWatch führt außerdem den RTL+ Max Amazon Channel als Streamingoption. Zum Leihen oder Kaufen steht der Film unter anderem bei Amazon Video, Apple TV, Rakuten TV, Sky Store, MagentaTV und maxdome zur Verfügung.

Eine zusätzliche Änderung steht unmittelbar bevor: Amazon Prime Video hat „Madame Web“ für Freitag, 14. August 2026, in sein reguläres Streamingangebot angekündigt. Damit folgt der Prime-Start einen Tag nach der RTL-Ausstrahlung. Bei Amazon lässt sich der Film bereits heute auch einzeln digital leihen oder kaufen.

Ein ungewöhnliches Kapitel der Marvel-Filmgeschichte

„Madame Web“ ist damit mehr als nur ein weiterer Superheldenfilm im Fernsehprogramm. Die Produktion zeigt, wie weit Sony versucht hat, das Umfeld von Spider-Man mit weniger bekannten Comicfiguren auszubauen. Mit Dakota Johnson, Sydney Sweeney, Isabela Merced und Celeste O Connor verfügte der Film über eine prominente Besetzung und setzte stärker auf Vorahnungen und Thriller-Elemente als auf das klassische Muster eines Spider-Man-Abenteuers.

Das Ergebnis überzeugte weder die Mehrheit der professionellen Kritiker noch genügend Kinobesucher, um daraus eine neue erfolgreiche Filmreihe entstehen zu lassen. Gerade deshalb besitzt „Madame Web“ rückblickend einen besonderen Platz in Sonys Marvel-Experimenten der 2020er-Jahre. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann das an diesem Donnerstagabend ab 20:15 Uhr bei RTL tun.

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