
Die US-Zwischenwahlen haben die politischen Kräfteverhältnisse in Washington verändert. Doch welche Folgen hat das für Präsident Donald Trump und seine Außenpolitik? Darüber diskutiert Maybrit Illner am heutigen Donnerstag, 5. November 2026, mit fünf Gästen aus Politik, Militär und Journalismus. Die neue Ausgabe der ZDF-Talkshow beginnt um 22:15 Uhr. Im Mittelpunkt stehen neben den Wahlergebnissen insbesondere der Krieg in der Ukraine, die Beziehungen zu Russland und die Rolle Europas bei möglichen Friedensverhandlungen.
Die Ausgabe von Maybrit Illner heute am 5. November 2026 trägt den Titel „Wahl verloren, Macht erhalten – wird Trump noch gefährlicher?“. Das ZDF kündigte die Sendung am Mittwoch, 4. November, offiziell an. Die Moderation übernimmt wie gewohnt die Journalistin Maybrit Illner.
Fünf Gäste sollen unterschiedliche Perspektiven auf die politische Lage in den Vereinigten Staaten und ihre internationalen Auswirkungen einbringen. Eingeladen sind:
Damit kommen sowohl deutsche Parteipolitiker als auch Fachleute mit militärischer und sicherheitspolitischer Erfahrung zu Wort. Welche politischen Schlussfolgerungen die einzelnen Gäste aus den Entwicklungen ziehen, ist Gegenstand der angekündigten Diskussion.
Ausgangspunkt der Sendung sind die amerikanischen Zwischenwahlen vom 3. November 2026. Nach der vom ZDF beschriebenen Wahlniederlage der Republikaner haben die Demokraten die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses gewonnen. Für Präsident Trump verändert sich dadurch die parlamentarische Ausgangslage erheblich.
Der US-Kongress besteht aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat. Beide Kammern sind an der Gesetzgebung beteiligt und verfügen über wichtige Kontrollrechte gegenüber der Regierung. Verliert die Partei des Präsidenten dort ihre Mehrheiten, wird die Durchsetzung innenpolitischer Vorhaben schwieriger.
Allerdings bedeutet eine Wahlniederlage im Kongress nicht, dass ein amtierender Präsident unmittelbar seine verfassungsmäßigen Befugnisse verliert. Insbesondere in der Außenpolitik verfügt die US-Regierung weiterhin über beträchtlichen Handlungsspielraum. Zugleich sind auch dort rechtliche und politische Grenzen zu beachten, etwa bei Haushaltsentscheidungen oder der Zustimmung zu bestimmten internationalen Vereinbarungen.
Genau dieses Spannungsverhältnis steht im Zentrum der neuen Talkshow. Diskutiert werden soll, wie Trump nach der Niederlage handeln könnte und welche Auswirkungen seine Entscheidungen auf internationale Konflikte hätten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sendung ist der anhaltende Krieg in der Ukraine. Nach der Programmankündigung des ZDF soll insbesondere über mögliche Friedensverhandlungen in Abu Dhabi gesprochen werden. Vorgesehen seien Gespräche zwischen Vertretern der Vereinigten Staaten, der Ukraine und Russlands.
Europa sei bei diesem Verhandlungsformat nicht unmittelbar vertreten. Damit rückt die Frage in den Vordergrund, wie europäische Regierungen ihre Interessen und die Unterstützung der Ukraine in mögliche diplomatische Vereinbarungen einbringen können.
Bundeskanzler setzt nach den Angaben des ZDF auf zusätzliche Winterhilfe für die Ukraine und ein Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Berlin. Diese Staatengruppe befasst sich mit der weiteren Unterstützung der Ukraine und europäischen Sicherheitsfragen.
Die Sendung soll zudem das Verhältnis zwischen Trump und dem russischen Präsidenten behandeln. Dabei geht es um die außenpolitischen Entscheidungen Washingtons und die Frage, welchen Einfluss die europäischen Partner auf die weitere Entwicklung nehmen können.
Für Deutschland und andere europäische Staaten hat diese Debatte unmittelbare Bedeutung. Entscheidungen über die Unterstützung der Ukraine, mögliche Sicherheitsgarantien und das künftige Verhältnis zu Russland berühren grundlegende Interessen der europäischen Sicherheitspolitik.
Neben der Ukrainepolitik stehen die amerikanische Wirtschaftslage und der Krieg mit Iran auf der Themenliste.
Das ZDF nennt hohe Kraftstoffpreise, wirtschaftliche Belastungen und einen umstrittenen Handel mit russischem Diesel als Aspekte der politischen Lage in den Vereinigten Staaten. Die Sendung soll sich damit auch der Frage widmen, welche innenpolitischen Folgen internationale Konflikte für die amerikanische Regierung haben.
Der Konflikt mit Iran bildet einen weiteren außenpolitischen Schwerpunkt. Dabei geht es insbesondere um die Handlungsmöglichkeiten der US-Regierung und die Perspektiven einer diplomatischen Lösung.
Die Diskussion verbindet somit die innenpolitischen Folgen der Zwischenwahlen mit mehreren internationalen Konflikten. Der zentrale Gesichtspunkt ist, wie sich ein verändertes Kräfteverhältnis im Kongress auf die Entscheidungen des Präsidenten auswirkt und welche Möglichkeiten andere Staaten haben, darauf Einfluss zu nehmen.
Die neue Ausgabe wird am Donnerstag, 5. November 2026, von 22:15 bis 23:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Die geplante Laufzeit liegt damit bei rund 60 Minuten.
In den Episodenverzeichnissen wird die Sendung als Folge 29 des Jahres 2026 geführt. In der fortlaufenden Nummerierung der Talkshow handelt es sich um Folge 1070. Die heutige Ausstrahlung ist als deutsche TV-Premiere ausgewiesen und keine Wiederholung.
Das Format gehört seit vielen Jahren zum politischen Gesprächsangebot des ZDF. Die Reihe startete am 14. Oktober 1999 unter dem damaligen Titel „Berlin Mitte“ und wird seit 2007 unter dem Namen ihrer Moderatorin ausgestrahlt.
Auch eine weitere Fernsehausstrahlung ist vorgesehen. Phoenix zeigt die Ausgabe laut Programmübersicht am Freitag, 6. November 2026, um 16:45 Uhr.
Neben der linearen Fernsehausstrahlung bietet das ZDF die Sendung über sein Streamingangebot an. Für die heutige Ausgabe kündigt der Sender außerdem Untertitel sowie eine Fassung mit Deutscher Gebärdensprache in der ZDF-Mediathek an.
Die Sendungen sind über das ZDF-Streamingangebot von Maybrit Illner erreichbar. Einen konkreten Zeitraum für die Abrufbarkeit dieser Ausgabe nennt die Ankündigung nicht.
Die vorherige Ausgabe vom 29. Oktober 2026 erreichte nach Angaben des Branchendienstes Quotenmeter durchschnittlich 1,89 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 14,5 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 190.000 Zuschauer und ein Marktanteil von 9,0 Prozent ermittelt. Inhaltlich hatte sich die Sendung mit politischen und gesellschaftlichen Spannungen in Deutschland beschäftigt.
Mit der heutigen Ausgabe verschiebt sich der Schwerpunkt auf die internationalen Auswirkungen der amerikanischen Zwischenwahlen. Im Zentrum steht die Frage, welchen politischen Kurs Präsident Trump nach dem Verlust der republikanischen Mehrheiten im Kongress einschlagen kann und welche Folgen das für Europa und die Ukraine haben könnte.
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