Mercedes bereitet neue Abfindungsrunde mit zusätzlichen Prämien vor

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Symbolbild: Evan Wise

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Mercedes-Benz will Beschäftigten in Deutschland ab Dezember erneut finanzielle Angebote für einen freiwilligen Ausstieg machen. Nach Informationen der WirtschaftsWoche soll das Programm am 1. Dezember 2026 beginnen und bis zum 30. September 2027 laufen. Wer sich frühzeitig entscheidet, könnte eine zusätzliche Prämie erhalten. Während Mercedes die nächste Runde vorbereitet, hat Konkurrent BMW sein vergleichbares Programm bereits vorzeitig für neue Anmeldungen geschlossen.

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Mercedes will bis September 2027 Abfindungen anbieten

Das Mercedes-Benz Abfindungsprogramm ist Teil der laufenden Sparmaßnahmen des Stuttgarter Autobauers. Bereits Ende September bestätigte das Unternehmen, dass es seine freiwilligen Abfindungsangebote wieder aufnehmen will. Im Mittelpunkt stehen Beschäftigte außerhalb der eigentlichen Fahrzeugproduktion, beispielsweise in der Verwaltung, Entwicklung und anderen indirekten Bereichen.

Nach internen Unterlagen, über die die WirtschaftsWoche am Mittwoch (21. Oktober) berichtet, sollen sowohl Tarifbeschäftigte als auch Führungskräfte individuelle Angebote erhalten. Voraussetzung sind demnach ein unbefristetes Arbeitsverhältnis und mindestens drei Jahre Betriebszugehörigkeit.

Weiterhin soll die doppelte Freiwilligkeit gelten. Ein Aufhebungsvertrag kommt nur zustande, wenn sowohl das Unternehmen als auch der betreffende Beschäftigte zustimmen.

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Die genauen Konditionen und der verbindliche Zeitplan waren am Mittwoch noch nicht abschließend von Mercedes-Benz bestätigt.

Zehn Prozent Turboprämie bei früher Entscheidung geplant

Die Höhe der Abfindung soll insbesondere vom bisherigen Gehalt, dem Alter und der Dauer der Betriebszugehörigkeit abhängen. Für Beschäftigte bis einschließlich 56 Jahre ist nach den vorliegenden Plänen ein regulärer Aufhebungsvertrag mit individueller Abfindung vorgesehen.

Ein zusätzlicher finanzieller Anreiz soll schnelle Entscheidungen fördern. Wer bis Ende März 2027 eine entsprechende Vereinbarung abschließt, könnte einen Aufschlag von zehn Prozent auf seine Abfindung erhalten. Darüber hinaus sehen die internen Pläne eine bezahlte Freistellung von fünf Monaten oder eine entsprechende finanzielle Zahlung vor.

Bereits in der vorherigen Abfindungsrunde, die Ende März 2026 auslief, waren für langjährige Beschäftigte teilweise sechsstellige Beträge möglich. Eine allgemeingültige Abfindungssumme gibt es jedoch nicht. Entscheidend sind die jeweiligen persönlichen Voraussetzungen und das konkrete Angebot.

Zusätzliche Angebote für ältere Beschäftigte

Mercedes plant offenbar unterschiedliche Regelungen für verschiedene Altersgruppen. Beschäftigte ab 57 Jahren sollen unter anderem Angebote zur Frühpensionierung oder Altersteilzeit erhalten können. Die finanziellen Leistungen können dabei auch zum Ausgleich möglicher Rentenabschläge eingesetzt werden.

Für Mitarbeiter ab 63 Jahren sehen die beschriebenen Pläne eine Einmalzahlung von 25.000 Euro vor. Unter bestimmten Voraussetzungen könnte eine weitere Prämie von mindestens 25.000 Euro hinzukommen.

Für jüngere Beschäftigte ist daneben ein Modell zur beruflichen Neuorientierung vorgesehen. Wer sich für eine befristete Tätigkeit außerhalb des Konzerns entscheidet, soll bei einer zweijährigen Orientierungsphase 20.000 Euro und bei drei Jahren 30.000 Euro erhalten können. Vorgesehen ist dabei auch eine Wiedereinstellungsmöglichkeit.

Schwaches China-Geschäft erhöht den Kostendruck

Die erneute Abfindungsrunde fällt in eine wirtschaftlich schwierige Phase für Mercedes-Benz. Besonders der chinesische Markt belastet das Geschäft. Im zweiten Quartal 2026 gingen die Pkw-Verkäufe des Unternehmens in China gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 30 Prozent zurück.

Gleichzeitig verschärfen der internationale Wettbewerb, hohe Kosten und die Umstellung auf neue Fahrzeugtechnologien den Druck auf die deutschen Automobilhersteller.

Mercedes hat bereits erhebliche Mittel für den Personalumbau eingesetzt. Nach offiziellen Konzernangaben flossen im ersten Halbjahr 2026 rund 1,1 Milliarden Euro in Abfindungszahlungen im Zusammenhang mit dem Sparprogramm Next Level Performance. Die Verwaltungskosten gingen im zweiten Quartal um 14 Prozent zurück.

Wie viele weitere Beschäftigte Mercedes mit der neuen Abfindungsrunde erreichen will, war zunächst nicht bekannt.

BMW schließt vergleichbares Programm vorzeitig

Während Mercedes seine nächste Abfindungsrunde vorbereitet, nimmt BMW bereits keine neuen Interessenten mehr in sein freiwilliges Aufhebungsprogramm auf. Der Münchner Autobauer bestätigte am Dienstag, 20. Oktober, dass das angestrebte Ziel früher als erwartet erreicht worden sei.

Mehrere Tausend Beschäftigte hatten Interesse an einem freiwilligen Ausscheiden angemeldet. Eine genaue Zahl nannte BMW nicht. Bis Mitte November soll geklärt werden, welche Interessenten tatsächlich einen Aufhebungsvertrag erhalten.

Auch BMW setzt auf finanzielle Anreize und das Prinzip der doppelten Freiwilligkeit. Nicht jeder Beschäftigte, der das Unternehmen verlassen möchte, erhält deshalb automatisch eine Abfindung.

Bei Mercedes steht die Umsetzung der nächsten Runde dagegen noch bevor. Die endgültigen Konditionen sollen den Beschäftigten nach Abschluss der internen Abstimmungen mitgeteilt werden.

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