Neue Umfragen setzen Schwarz-Rot unter Druck: AfD vor Union, SPD auf Tiefstand

Eine aktuelle Studie zeigt einen besorgniserregenden Trend in Deutschland: Das Vertrauen in die Demokratie schwindet, während rechtsextreme Einstellungen zunehmen. Es besteht dringender Handlungsbedarf.
Foto: Jörn Heller auf Pixabay

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Die neue Sonntagsfrage für Deutschland verschärft die Lage für die Bundesregierung. CDU/CSU und SPD kommen in der aktuellen INSA-Erhebung zusammen nur noch auf 38 Prozent. Damit läge Schwarz-Rot unter der Marke, die für eine parlamentarische Mehrheit nötig wäre. Gleichzeitig rückt die AfD mit 26 Prozent an die Spitze, während die Union auf 25 Prozent zurückfällt und die SPD nur noch 13 Prozent erreicht. Auch im Vergleich zur Bundestagswahl 2025 zeigt sich damit ein deutlicher Rückgang für beide Regierungsparteien.

AfD vor der Union, SPD fällt auf den schwächsten Wert

Die neue Umfrage ist vor allem deshalb brisant, weil sich die Gewichte im Parteiensystem weiter verschieben. Die AfD liegt in der Erhebung mit 26 Prozent vor CDU/CSU, die einen Punkt verlieren und auf 25 Prozent kommen. Für die SPD werden 13 Prozent ausgewiesen. Das ist nicht nur ein schwacher Wert für den kleineren Koalitionspartner, sondern auch ein deutliches Signal für die wachsende Unzufriedenheit mit der Regierung. Grüne und Linke bleiben mit 12 beziehungsweise 11 Prozent im zweistelligen Bereich. BSW mit 4 Prozent und FDP mit 3 Prozent würden den Einzug in den Bundestag nach diesen Zahlen verfehlen. Befragt wurden 1.199 Personen im Zeitraum vom 30. März bis 2. April 2026.

Für Mehrheiten bleiben nach der Umfrage nur wenige Optionen

Politisch besonders heikel wird die Erhebung beim Blick auf mögliche Bündnisse. Schwarz-Rot würde nach diesen Werten keine Mehrheit mehr erreichen. Auch ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken käme nicht auf die nötige Stärke. Rechnerisch möglich wäre in dieser Konstellation nur ein Dreierbündnis aus Union, SPD und Grünen. Das macht die Umfrage für die Bundesregierung so problematisch, weil sich der Spielraum für mehrheitsfähige Koalitionen weiter verengt. Im aktuellen Bundestag sitzen 630 Abgeordnete, 316 Sitze wären für eine Mehrheit nötig. Schon deshalb bekommen sinkende Umfragewerte für die Koalition ein größeres politisches Gewicht als reine Prozentverschiebungen auf den ersten Blick vermuten lassen.

Auch andere aktuelle Umfragen zeigen Druck auf die Regierungsparteien

Der Befund steht zudem nicht völlig allein. Andere aktuelle Erhebungen zeigen ein ähnliches Bild. In einer Ipsos-Umfrage vom 1. April lag die AfD ebenfalls vor der Union. Eine Erhebung von Infratest dimap sah beide Parteien nahezu gleichauf. Das spricht dafür, dass es sich nicht nur um einen einzelnen Ausschlag handelt, sondern um einen Trend, der den Druck auf CDU/CSU und SPD weiter erhöht. Besonders für die SPD fällt ins Gewicht, dass sie sowohl deutlich unter ihrem Bundestagswahlergebnis von 16,4 Prozent als auch unter früheren Umfragewerten liegt. Für die Union ist der Rückgang ebenfalls relevant, weil sie trotz Kanzlerschaft und Führungsanspruch nicht mehr klar stärkste Kraft ist.

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