Pfefferspray auf Soester Kirmes: Zwölf Menschen mit Atembeschwerden

Pfefferspray auf Soester Kirmes: Zwölf Menschen mit Atembeschwerden
Symbolbild: JingSun

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Soest. Ein Pfefferspray-Angriff mit zwölf Betroffenen, mehrere Körperverletzungen und zahlreiche sichergestellte gefährliche Gegenstände: Die Allerheiligenkirmes in Soest hat Polizei und Rettungskräfte am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag beschäftigt. Obwohl die Polizei den dritten Veranstaltungstag insgesamt als weitgehend ruhig bewertet, kam es zu mehreren Zwischenfällen. Besonders auffällig ist die Bilanz der Bundespolizei am Bahnhof Soest. Dort wurden allein am Freitag neun gefährliche Gegenstände sichergestellt.

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Zwölf Menschen nach Pfefferspray-Vorfall auf der Allerheiligenkirmes behandelt

Der schwerwiegendste Vorfall ereignete sich gegen 1.45 Uhr in der Nacht zum Samstag, 7. November 2026. Im Bereich des Fahrgeschäfts „Super Hupferl“ soll ein Mann unvermittelt Pfefferspray versprüht haben. Insgesamt zwölf Menschen erlitten Atembeschwerden und wurden vom Rettungsdienst vor Ort behandelt. Ein Sicherheitsmitarbeiter entdeckte in der Umgebung ein Pfefferspray, das die Polizei sicherstellte. Nach Angaben der Kreispolizeibehörde Soest liegen Hinweise auf einen möglichen Tatverdächtigen vor. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an.

Bundespolizei stellt neun gefährliche Gegenstände am Bahnhof Soest sicher

Auch am Bahnhof Soest mussten die Einsatzkräfte mehrfach einschreiten. Dort gilt während der Allerheiligenkirmes ein besonderes Mitführverbot für Waffen und gefährliche Gegenstände. Am Freitag stellte die Bundespolizei vier Messer, drei Tierabwehrsprays, ein Reizstoffsprühgerät und einen Schlagring sicher. Damit wurden allein am dritten Veranstaltungstag nahezu doppelt so viele gefährliche Gegenstände entdeckt wie an den ersten beiden Tagen zusammen. Insgesamt liegt die Zahl der Sicherstellungen seit Mittwoch bei 14.

Wegen des aufgefundenen Reizstoffsprühgeräts und des Schlagrings leitete die Bundespolizei zwei Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz ein. Betroffen sind zwei jeweils 18-jährige Männer aus Dortmund und Holzwickede. Trotz der Verstöße bewertet die Bundespolizei den Einsatz am Bahnhof insgesamt als weitgehend ruhig und friedlich.

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Sechs Körperverletzungen und elf Platzverweise auf der Soester Kirmes

Die Kreispolizeibehörde Soest registrierte am dritten Veranstaltungstag insgesamt sechs Körperverletzungsdelikte und einen Diebstahl. Elf Kirmesbesucher erhielten Platzverweise, zwei Personen wurden in Gewahrsam genommen. Im RK-Autowelt-Partyzelt am Großen Teich soll ein bislang unbekannter Mann einem 39-jährigen Soester nach einem Streit um Pfand und ein verlorenes Handy ins Gesicht geschlagen haben. Der augenscheinlich erheblich alkoholisierte Geschädigte verhielt sich anschließend gegenüber der Polizei verbal aggressiv und kam einem Platzverweis nicht nach. Daraufhin wurde er in Gewahrsam genommen.

Eine weitere Auseinandersetzung ereignete sich gegen 2.20 Uhr im Bereich der Marktstraße. Dort soll ein 23-Jähriger aus Welver einem 28-jährigen Soester ins Gesicht geschlagen haben. Während der Anzeigenaufnahme beleidigte der 23-Jährige nach Polizeiangaben die Beamten. Auch er wurde zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen.

Bereits am Donnerstag drei Bundespolizisten verletzt

Schon am Donnerstag waren bei zwei Widerstandshandlungen am Bahnhof Soest drei Bundespolizisten leicht verletzt worden. Sie konnten ihren Dienst fortsetzen. Gegen die beiden beteiligten Männer wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet und Platzverweise für das Kirmesgelände und den Bahnhof ausgesprochen.

Die Bundespolizei kündigte an, das Mitführverbot weiterhin verstärkt zu kontrollieren. Dieses gilt im Bahnhof Soest noch bis einschließlich 9. November. Die Allerheiligenkirmes selbst endet am Sonntag, 8. November. Trotz der Zwischenfälle zieht die Polizei bislang eine überwiegend positive Bilanz. Besonders am Freitagabend sei das Kirmesgelände stark besucht gewesen, bevor sich die Innenstadt ab etwa 23 Uhr merklich leerte.

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