
Fast drei Jahrzehnte nach ihrem Tod bleibt Prinzessin Diana weltweit präsent. In Cannes erinnerte 2026 ein Auftritt auf dem roten Teppich an eines ihrer bekanntesten Kleider. Zugleich ist für 2027 eine neue dreiteilige Doku-Serie angekündigt, die bislang unveröffentlichte Tonbandaufnahmen der früheren Princess of Wales verwenden soll. Beide Anlässe zeigen, wie stark Dianas Bild bis heute zwischen Modegeschichte, Popkultur und britischer Monarchie nachwirkt.
Beim Filmfestival in Cannes trat die Schauspielerin Anastasia Andrushkevich in einem hellblauen Kleid auf, das sichtbar an Dianas bekannten Cannes-Look aus dem Jahr 1987 angelehnt war. Prinzessin Diana hatte damals ein hellblaues Abendkleid von Catherine Walker getragen, kombiniert mit einem passenden Chiffon-Schal. Andrushkevichs Kleid wurde von Mehmet Ozden entworfen und griff zentrale Elemente dieses Auftritts auf.
Der Anlass war die Premiere des Films Fjord beim 79. Filmfestival von Cannes im Mai 2026. Der Film gewann später die Goldene Palme des Festivals.
Dianas hellblaues Cannes-Kleid gehört zu den bekanntesten Modeauftritten ihrer öffentlichen Jahre. Es wurde mit dem französischen Festival, dem Stil der 1980er-Jahre und Dianas internationaler Medienpräsenz verbunden. Die Neuinterpretation in Cannes 2026 funktioniert deshalb nicht nur als modischer Rückgriff, sondern auch als Erinnerung an eine Phase, in der Diana längst zu einer globalen Stilfigur geworden war.
Viele ihrer öffentlichen Auftritte wurden über Bilder verbreitet, lange bevor soziale Netzwerke Mode- und Prominentenmomente in Echtzeit global machten. Dass ein Kleid von 1987 fast 40 Jahre später erneut internationale Aufmerksamkeit erhält, zeigt die anhaltende Wirkung dieser Modeikone.
Unabhängig vom Cannes-Auftritt ist für 2027 eine neue Doku-Serie angekündigt. Die Produktion trägt den Titel Diana: The Unheard Truth, soll aus drei Teilen bestehen und am 31. August 2027 erscheinen, dem 30. Todestag von Prinzessin Diana. Grundlage sollen rund fünf Stunden bislang weitgehend unveröffentlichter Tonbandaufnahmen sein.
Die Aufnahmen entstanden 1991 in Gesprächen mit Dr. James Colthurst, einem engen Vertrauten Dianas. Sie bildeten später eine Grundlage für Andrew Mortons Buch Diana: Her True Story, das 1992 erschien. Produziert wird die Serie von Love Monday TV in Zusammenarbeit mit 53 Degrees Global, beteiligt sind Morton und Colthurst.
Von den Tonbändern soll bislang weniger als eine Stunde öffentlich zugänglich gewesen sein. Die neue Serie will deutlich mehr Material zugänglich machen. Offiziell angekündigt ist eine dokumentarische Einordnung von Dianas Leben, ihrer Rolle in der königlichen Familie und ihrer eigenen Sicht auf zentrale Jahre vor der Trennung von Charles.
Welche Passagen letztlich verwendet werden, blieb zunächst offen. Ebenso war zunächst nicht bekannt, über welchen Sender oder Streamingdienst die Serie international veröffentlicht wird. Bestätigt sind das Projekt selbst, der Umfang des geplanten Materials, die dreiteilige Form und der Veröffentlichungszeitpunkt 2027.
Diana starb am 31. August 1997 nach einem Autounfall in Paris. Ihr Tod löste weltweit Anteilnahme aus und prägte das Verhältnis zwischen britischer Monarchie, Öffentlichkeit und Medien dauerhaft. Bis heute erscheinen regelmäßig Dokumentationen, Bücher und Ausstellungen über ihr Leben.
Der Cannes-Auftritt und die Doku-Ankündigung verbinden sich in einem Punkt: Beide greifen Dianas eigene Wirkungsgeschichte auf. In Cannes steht ihr Bild als Stilfigur im Vordergrund. Bei der Doku-Serie geht es um ihre Stimme und um Aufnahmen aus einer politisch und familiär hochsensiblen Phase der britischen Monarchie.
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