Radfahrer stirbt nach Zusammenstoß in Heilbronn: Polizei sucht zwei Jugendliche

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein 66 Jahre alter Radfahrer ist in Heilbronn an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls gestorben. Der Mann war am 12. Oktober 2026 mit einem E-Scooter zusammengestoßen und dabei lebensgefährlich verletzt worden. Sechs Tage später erlag er seinen Verletzungen im Krankenhaus. Der Fahrer des E-Scooters soll sich nach dem Zusammenstoß vom Unfallort entfernt haben. Auch ein zweiter Jugendlicher, der auf einem Elektroroller unterwegs war, wird von der Polizei gesucht. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen dauern an.

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Unfall an einer Kreuzung in Heilbronn

Der tödliche E-Scooter-Unfall in Heilbronn ereignete sich am Montag, 12. Oktober, gegen 16:30 Uhr. Unfallort war die Kreuzung Badstraße/Achtungstraße unweit des Neckars. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei fuhr der 66-Jährige mit seinem Fahrrad auf der Achtungstraße in Richtung Neckar. Gleichzeitig näherte sich ein E-Scooter-Fahrer über die Badstraße.

Im Kreuzungsbereich kollidierten die beiden Fahrzeuge. Der Radfahrer wurde durch den Zusammenstoß über seinen Fahrradlenker geschleudert und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Nach Polizeiangaben trug er keinen Fahrradhelm. Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten in ein Krankenhaus.

Auch der Fahrer des E-Scooters kam bei dem Zusammenstoß zu Fall. Anschließend soll er wieder aufgestanden sein und kurz nach dem verletzten Radfahrer gesehen haben. Danach entfernte er sich nach Darstellung der Polizei in Richtung Bahnhof.

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Der Gesundheitszustand des 66-Jährigen blieb nach dem Unfall kritisch. Am Sonntag, 18. Oktober, starb er im Krankenhaus. Das Polizeipräsidium Heilbronn bestätigte den Todesfall am folgenden Montag.

Polizei sucht nach zwei jungen E-Scooter-Fahrern

Nach dem Unfall begann die Polizei mit der Suche nach dem beteiligten E-Scooter-Fahrer. Der Jugendliche konnte zunächst nicht identifiziert werden. Auch ein zweiter junger E-Scooter-Fahrer, der sich nach bisherigen Erkenntnissen in der Nähe des Geschehens aufgehalten hatte, wird gesucht.

Die beiden Jugendlichen sollen sich nach dem Zusammenstoß vom Unfallort entfernt haben. Ob der zweite E-Scooter-Fahrer den eigentlichen Zusammenstoß beobachtet hat, war zunächst nicht abschließend geklärt. Er könnte jedoch Angaben zum Geschehen oder zur Identität des beteiligten Fahrers machen.

Die Polizei veröffentlichte bereits am 13. Oktober Beschreibungen der beiden gesuchten Personen. Beide werden auf etwa 14 bis 15 Jahre geschätzt.

Der unmittelbar am Unfall beteiligte Jugendliche soll zwischen 1,65 und 1,75 Meter groß sein, kurze rötliche Haare und Sommersprossen haben. Er trug den bisherigen Angaben zufolge eine schwarze Kapuzenjacke und war auf einem schwarzen E-Scooter unterwegs.

Der zweite Jugendliche soll ungefähr gleich alt und groß sein. Er wurde mit dunklen Haaren, einer grauen Hose und einer schwarzen Jacke beschrieben. Auch er nutzte einen schwarzen E-Scooter.

Ob die Jugendlichen inzwischen identifiziert werden konnten, war zunächst nicht offiziell bestätigt.

Zeugen können Hinweise zum Unfall geben

Das Polizeirevier Heilbronn bittet weiterhin um Hinweise zu dem Unfallgeschehen und den beiden gesuchten Jugendlichen. Besonders relevant sind Beobachtungen aus dem Bereich der Kreuzung Badstraße/Achtungstraße am Nachmittag des 12. Oktober.

Zeugen können sich unter der Telefonnummer 07131 74790 beim Polizeirevier Heilbronn melden.

Die Ermittler interessieren sich insbesondere für Angaben, mit denen sich der Unfallhergang und die Identität der Beteiligten klären lassen. Auch Personen, die die Jugendlichen vor oder nach dem Zusammenstoß in der Umgebung gesehen haben, kommen als Zeugen infrage.

Die bisherigen Beschreibungen beruhen auf den Erkenntnissen aus der ersten Unfallaufnahme. Eine gesicherte Identifizierung der beiden Gesuchten ist damit nicht verbunden.

Unfallursache und mögliche Verantwortung noch offen

Bei den Ermittlungen geht es neben der Identität der Beteiligten auch um den genauen Ablauf an der Kreuzung. Dabei ist insbesondere zu klären, wie es zum Zusammenstoß kam und welche Verkehrsregeln für die beiden Fahrer in der konkreten Situation galten.

Ob ein Vorfahrtsverstoß vorlag und wem dieser gegebenenfalls zuzurechnen wäre, war zunächst nicht abschließend geklärt. Ebenso lagen keine gesicherten Angaben darüber vor, ob die Geschwindigkeit eines der beiden Fahrzeuge eine Rolle spielte.

Das Verlassen einer Unfallstelle kann unabhängig von der ursprünglichen Unfallursache rechtliche Folgen haben. Nach Paragraf 34 der Straßenverkehrsordnung müssen Unfallbeteiligte unter anderem anhalten, sich über die Folgen des Unfalls informieren, erforderliche Hilfe leisten und die notwendigen Feststellungen ermöglichen.

Ob sich aus dem Verhalten des gesuchten Jugendlichen ein strafrechtlicher Vorwurf ergibt, hängt von den weiteren Ermittlungen und den konkreten Umständen ab. Eine abschließende Bewertung des Geschehens lag zunächst nicht vor.

Zahl der E-Scooter-Unfälle in der Region gestiegen

Der tödliche Zusammenstoß ereignete sich vor dem Hintergrund steigender Unfallzahlen mit E-Scootern im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn.

Nach einer Polizeimitteilung vom April 2026 wurden im vergangenen Jahr insgesamt 164 Unfälle mit E-Scootern registriert. Das entsprach einem Anstieg um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In 129 Fällen wurden Personen verletzt. Die Polizei verzeichnete außerdem zehn Schwerverletzte und einen Todesfall.

Ein großer Anteil der Unfälle ereignete sich im Heilbronner Stadtgebiet. Als allgemeine Risikofaktoren nannte die Polizei unter anderem mangelnde Regelkenntnisse, Bedienfehler und die Unterschätzung der Geschwindigkeit von Elektrorollern.

Für E-Scooter gelten bundesweit besondere Verkehrsvorschriften. Das gesetzliche Mindestalter beträgt 14 Jahre. Zugelassene Fahrzeuge dürfen bauartbedingt höchstens 20 Kilometer pro Stunde fahren. Grundsätzlich müssen vorhandene Radverkehrsflächen genutzt werden, während das Fahren auf Gehwegen nicht erlaubt ist.

Aus den allgemeinen Unfallzahlen lassen sich allerdings keine Rückschlüsse auf die Verantwortung einzelner Beteiligter beim Zusammenstoß vom 12. Oktober ziehen.

Ermittlungen nach dem Todesfall dauern an

Mit dem Tod des Radfahrers hat der Unfall eine weitere schwerwiegende Folge erhalten. Während zunächst die medizinische Versorgung des lebensgefährlich verletzten Mannes im Mittelpunkt stand, müssen die Ermittler nun einen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang aufklären.

Im Mittelpunkt stehen weiterhin die Identität des beteiligten E-Scooter-Fahrers, die mögliche Wahrnehmung des zweiten Jugendlichen und die Rekonstruktion des Geschehens an der Kreuzung.

Zu möglichen weiteren Ermittlungsergebnissen, einer Identifizierung der Gesuchten oder konkreten strafrechtlichen Maßnahmen lagen zunächst keine bestätigten neuen Angaben vor. Der bereits veröffentlichte Zeugenaufruf bleibt damit ein wesentlicher Ansatzpunkt für die Aufklärung des Unfalls.

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