72-jähriger Radfahrer stirbt Wochen nach Kollision mit Auto in Ulm

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein 72 Jahre alter Radfahrer ist nach einem Zusammenstoß mit einem Auto in Ulm an seinen schweren Verletzungen gestorben. Der Unfall in Ulm-Wiblingen ereignete sich bereits am 26. September 2026. Mehr als einen Monat später gab das Polizeipräsidium Ulm den Tod des Mannes bekannt. Die Polizei schildert eine Kollision an einem Fußgängerüberweg und sucht weiterhin Menschen, die den Unfall beobachtet haben.

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Zusammenstoß beim Abbiegen in den Wiblinger Ring

Der Unfall geschah am Samstag, 26. September, gegen 8.50 Uhr. Schauplatz war der Bereich der Biberacher Straße und des Wiblinger Rings im Ulmer Stadtteil Wiblingen. Ein 61-jähriger Mann war nach Polizeiangaben mit einem Audi unterwegs und wollte von der Biberacher Straße nach rechts in den Wiblinger Ring einbiegen. Im Bereich eines Fußgängerüberwegs kreuzte der Radfahrer die Fahrbahn.

Der Autofahrer konnte nach der polizeilichen Schilderung nicht mehr rechtzeitig anhalten. Sein Fahrzeug traf den 72-Jährigen, der daraufhin zu Boden stürzte. Dabei zog sich der Radfahrer schwere Verletzungen zu. Rettungskräfte brachten den Mann in eine Klinik, in der er stationär aufgenommen wurde. Über mögliche Verletzungen weiterer Beteiligter machte das Polizeipräsidium keine Angaben.

Radfahrer starb mehr als einen Monat nach dem Unfall

Am 2. November bestätigte die Polizei, dass der 72-Jährige in der vorangegangenen Woche seinen Unfallverletzungen erlegen war. Ein exaktes Sterbedatum teilte sie nicht mit. Damit lagen zwischen dem Zusammenstoß am 26. September und dem Tod mehrere Wochen. Auch zum genauen Verlauf der medizinischen Behandlung und zur Art der Verletzungen veröffentlichte die Behörde keine Einzelheiten.

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Polizei nennt Rotlicht und Alkoholeinfluss

Für die Rekonstruktion des Geschehens ist vor allem der Ablauf am Fußgängerüberweg wichtig. Nach den Angaben des Polizeipräsidiums fuhr der 72-Jährige auf seinem Fahrrad bei Rot über die Straße. Die Polizei bezeichnete ihn zudem als betrunken. Wie hoch der Alkoholwert war und auf welcher Grundlage er festgestellt wurde, geht aus der veröffentlichten Mitteilung nicht hervor.

Ebenso wenig enthält die Mitteilung nähere Angaben zur Geschwindigkeit des Autos oder zur Frage, welche Sichtverhältnisse im Moment der Kollision herrschten. Dass der Autofahrer nach Polizeidarstellung nicht mehr bremsen konnte, ist Teil des bislang bekannt gegebenen Unfallhergangs. Eine abschließende rechtliche Bewertung des Verhaltens der Beteiligten ist damit nicht verbunden. Ob und welche weiteren Verfahren geprüft werden, teilte die Polizei zunächst nicht mit.

Verkehrspolizei Laupheim sucht Zeugen

Die Verkehrspolizei Laupheim hat den Unfall aufgenommen und bittet weiterhin um Hinweise. Gesucht werden Personen, die den Zusammenstoß am Morgen des 26. September im Bereich des Wiblinger Rings beobachtet haben. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 07392 9630-320 melden.

Welche Punkte des Unfallhergangs aus Sicht der Ermittler noch geklärt werden müssen, wurde nicht näher erläutert. Auch zu möglichen Ergebnissen einer technischen Rekonstruktion oder zu weiteren Beweismitteln liegen keine veröffentlichten Angaben vor.

Bundesweit Hunderte tödliche Fahrradunfälle

Der Unfall in Ulm steht im Zusammenhang mit einem größeren Problem der Verkehrssicherheit. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kamen 2025 in Deutschland 462 Menschen ums Leben, die mit einem Fahrrad oder Pedelec unterwegs waren. Diese Zahl umfasste nach den damals veröffentlichten Daten rund ein Sechstel aller Verkehrstoten. 61,5 Prozent der tödlich verunglückten Radfahrenden waren mindestens 65 Jahre alt.

Gerade innerhalb von Ortschaften sind Menschen zu Fuß und auf Fahrrädern bei schweren Unfällen stark vertreten. Nach den endgültigen Daten für 2025 starben innerorts 285 Radfahrende und 317 Fußgängerinnen und Fußgänger. Zusammen machten beide Gruppen etwa 63 Prozent der 960 Verkehrstoten innerhalb von Ortschaften aus.

Auch Zusammenstöße mit Autos spielen in der bundesweiten Unfallstatistik eine große Rolle. Bei etwa zwei Dritteln der Fahrradunfälle mit Personenschaden im Jahr 2025 war mindestens ein weiterer Verkehrsteilnehmer beteiligt. Unter diesen Fällen waren Kollisionen mit Pkw besonders häufig. Die Zahlen erlauben keine Aussage über die rechtliche Verantwortung im konkreten Ulmer Unfall. Sie verdeutlichen aber, wie schwer die Folgen von Zusammenstößen zwischen Autos und Menschen auf Fahrrädern sein können.

In Ulm konzentriert sich die weitere Aufklärung nun auf die Ereignisse an jenem Samstagmorgen Ende September. Die Polizei bittet weiterhin um Zeugenaussagen, nachdem der 72-jährige Radfahrer inzwischen an den Folgen seiner Verletzungen gestorben ist.

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