
Der verstorbene Schauspieler Ralf Richter soll am Samstag, 10. Oktober 2026, mit einer Trauerfeier in Bochum gewürdigt werden. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung ist die Jahrhunderthalle als Veranstaltungsort vorgesehen. Beginn soll um 17 Uhr sein. Erwartet werden Angehörige, Freunde, Schauspielkollegen und langjährige Weggefährten. Eine unabhängige Bestätigung der einzelnen Angaben durch die Familie oder die Jahrhunderthalle lag zunächst nicht vor. Im öffentlichen Veranstaltungskalender der Halle war die Trauerfeier am Dienstagabend nicht aufgeführt. Ob die Veranstaltung auch für Fans ohne Einladung zugänglich sein wird, blieb zunächst offen.
Die bislang bekannten Pläne sehen den Beginn der Gedenkfeier am Samstagnachmittag um 17 Uhr vor. Organisiert werden soll der Abschied von Richters Kindern. Neben dem persönlichen Gedenken soll dabei auch die jahrzehntelange Arbeit des Schauspielers eine Rolle spielen. Anschließend ist dem Bericht zufolge ein gemeinsames Beisammensein vorgesehen, bei dem Gäste Erinnerungen an Richter austauschen können. Weitere Einzelheiten zum Programm, mögliche Redner oder eine Gästeliste waren zunächst nicht bestätigt. Ebenso gab es keine gesicherten Angaben dazu, ob eine Beisetzung am selben Tag stattfindet. Die Trauerfeier und eine mögliche Beerdigung sind deshalb nicht gleichzusetzen.
Dass der Abschied in Bochum geplant wird, hat einen engen Bezug zu Richters Biografie. Der Schauspieler wurde 1957 in Essen geboren, wuchs jedoch in Bochum auf. Bereits kurz nach seinem Tod hatte sein Sohn Maxwell gegenüber t-online erklärt, dass er sich eine größere und pietätvolle Trauerfeier wünsche. Zugleich äußerte er den Wunsch, dass sein Vater in Bochum beigesetzt werde. Zu diesem Zeitpunkt standen Ort und Termin allerdings noch nicht fest.
Ein besonders sichtbarer Bezug zu Richters Filmkarriere soll vor der Jahrhunderthalle hergestellt werden. Laut „Bild“ soll dort ein Mercedes gezeigt werden, der an seine Rolle als Kalle Grabowski in der Ruhrgebietskomödie „Bang Boom Bang“ erinnert. Der Film von Peter Thorwarth kam 1999 ins Kino und entwickelte sich vor allem im Ruhrgebiet zu einem Kultfilm. Richter spielte darin eine seiner bekanntesten Figuren. Eine unabhängige Bestätigung für die geplante Präsentation des Wagens lag zunächst nicht vor.
Die Verbindung zwischen der Figur Kalle Grabowski und dem Mercedes ist seit Jahren Teil der öffentlichen Erinnerung an den Film. Richter trat auch später gemeinsam mit einem entsprechenden Mercedes SEC bei Veranstaltungen auf. Für den Abschied in Bochum wäre das Fahrzeug damit ein direkter Verweis auf eine Rolle, mit der Richter einem breiten Publikum besonders im Gedächtnis blieb.
Der geplanten Trauerfeier war eine Spendensammlung vorausgegangen. Kurz nach Richters Tod startete eine enge Freundin der Familie einen Aufruf über die Plattform GoFundMe. Richters Sohn erklärte später gegenüber t-online ausdrücklich, dass die Aktion nicht von ihm oder einem anderen Familienmitglied organisiert worden sei. Das Geld sollte die Angehörigen bei den Kosten für einen angemessenen Abschied unterstützen.
Innerhalb von weniger als einem Tag kamen mehr als 21.500 Euro zusammen. Danach wurde die Sammlung beendet. Maxwell Richter hatte zuvor erklärt, dass der erreichte Betrag ausreiche. Für den Fall, dass nach den Kosten für den Abschied Geld übrigbleibe, kündigte er an, dieses für Hilfsangebote zugunsten wohnungsloser Menschen zu verwenden. Die Spendensammlung hatte zwischenzeitlich auch Kritik ausgelöst. Über die konkreten finanziellen Verhältnisse des verstorbenen Schauspielers und seiner Angehörigen gibt es keine gesicherten öffentlichen Angaben.
Ralf Richter starb am 15. September 2026 im Alter von 69 Jahren. Seine Kinder hatten den Tod ihres Vaters öffentlich bekannt gegeben. Auch sein Management bestätigte die Nachricht. Einen seiner ersten großen Erfolge feierte Richter 1981 als Zentralemaat Frenssen in Wolfgang Petersens Film „Das Boot“. Später folgten zahlreiche Kino- und Fernsehrollen.
Besonders prägend wurde seine Darstellung des Kalle Grabowski in „Bang Boom Bang“. Richter wirkte außerdem in Produktionen wie „Manta – Der Film“, „Fußball ist unser Leben“, „Was nicht passt, wird passend gemacht“ und „Vorstadtkrokodile“ mit. Im Fernsehen war er unter anderem in „Tatort“, „Rote Erde“, „Ein Fall für zwei“ und „Alarm für Cobra 11“ zu sehen. Seine häufig im Ruhrgebiet verankerten Figuren machten ihn über Jahrzehnte zu einem markanten Charakterdarsteller des deutschen Films.
Mit der geplanten Feier in Bochum soll nun an diese Karriere und an Richters persönliche Verbindung zur Stadt erinnert werden. Gesichert ist bislang, dass die Familie bereits kurz nach seinem Tod einen größeren, würdevollen Abschied in Bochum anstrebte. Für die am Samstag erwartete Trauerfeier werden aktuell die Jahrhunderthalle und 17 Uhr als Ort und Beginn genannt. Ob weitere Teile des Abschieds öffentlich stattfinden, war zunächst nicht bekannt.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu