Historisches Reetdachhaus in Schenefeld brennt nieder

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein historisches Reetdachhaus ist in der Nacht zum Montag bei einem Großbrand in Schenefeld in Schleswig-Holstein schwer zerstört worden. Das Feuer brach in der Nedderstraße in der Stadt Schenefeld im Kreis Pinneberg aus. Acht Menschen konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Insgesamt wurden zehn Personen vom Rettungsdienst untersucht. Niemand wurde schwer verletzt oder musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

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Der Großbrand in Schenefeld beschäftigte Feuerwehr und Rettungsdienst über mehrere Stunden. Das Feuer hatte sich innerhalb kurzer Zeit über nahezu das gesamte Reetdach des L-förmigen Gebäudes ausgebreitet. Mehr als 60 Einsatzkräfte aus zwei Feuerwehren waren an der Brandbekämpfung beteiligt. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde außerdem eine Warnung für die Bevölkerung herausgegeben.

Brand wird um 2.39 Uhr gemeldet

Die erste Meldung über ein Feuer am Dach des Reetdachhauses ging am Montag um 2.39 Uhr bei der Leitstelle ein. Daraufhin wurde zunächst die Feuerwehr Schenefeld alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich eine Person bereits selbst aus dem Gebäude ins Freie gebracht.

Eine entscheidende Rolle spielte ein Feuerwehrmitglied, das in der Nähe des Hauses wohnt. Der Mann eilte unmittelbar zu dem brennenden Gebäude. Da zunächst nicht alle Bewohner den Brand bemerkt hatten, mussten Menschen im Haus geweckt werden. Noch vor dem Eintreffen der weiteren Einsatzkräfte konnten dadurch sieben weitere Personen aus dem Gebäude gebracht werden. Damit waren alle acht Menschen, die sich dort aufgehalten hatten, in Sicherheit.

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Weil einige Betroffene anschließend über Reizungen der Atemwege klagten, wurde zusätzlich eine größere Zahl an Rettungskräften angefordert. Auch der Feuerwehrmann, der bei der Rettung geholfen hatte, wurde medizinisch untersucht. Er konnte anschließend an der Einsatzstelle bleiben.

Zehn Personen vom Rettungsdienst untersucht

In der ersten Einsatzmeldung führte die Feuerwehr insgesamt zehn Verletzte auf. Die Angaben zum Gesundheitszustand wurden zugleich näher eingegrenzt. Insgesamt stellten sich zehn Personen beim Rettungsdienst vor. Einige von ihnen hatten über Atemwegsreizungen geklagt. Schwer verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand. Eine Einlieferung in ein Krankenhaus war bei keiner der untersuchten Personen erforderlich.

Damit unterscheidet sich die Zahl der medizinisch betreuten Menschen von der Zahl der Bewohner des Hauses. Aus dem Gebäude wurden insgesamt acht Menschen gerettet beziehungsweise hatten sich selbst in Sicherheit gebracht. Zu den weiteren vom Rettungsdienst untersuchten Personen gehörte auch das Feuerwehrmitglied aus der Nachbarschaft.

Feuer erfasst nahezu das gesamte Reetdach

Nach Beginn der Löscharbeiten breitete sich der Brand rasch über die Dachkonstruktion aus. Die Feuerwehr bereitete deshalb einen Angriff von mehreren Seiten vor. Um zusätzliche Einsatzkräfte und ausreichend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung zu haben, wurde um 3.05 Uhr auch die Feuerwehr Halstenbek hinzugezogen.

Die Einsatzkräfte bekämpften das Feuer anschließend unter anderem mit zwei Drehleitern und bis zu fünf Strahlrohren. Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Wohnhäuser konnte verhindert werden. Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands Pinneberg waren mehr als 60 Einsatzkräfte aus den beiden Feuerwehren beteiligt. Hinzu kamen Kräfte des Rettungsdienstes und weitere Helfer. Insgesamt waren damit noch mehr Menschen in den Einsatz eingebunden.

Die Rauchentwicklung war zeitweise so stark, dass über das Modulare Warnsystem eine Warnung für Schenefeld ausgegeben und später ausgeweitet wurde. Aus umliegenden Gemeinden gingen wegen des sichtbaren Rauchs zahlreiche Notrufe ein.

Bagger für Nachlöscharbeiten angefordert

Um 4.47 Uhr meldete die Einsatzleitung das Feuer unter Kontrolle. Beendet war der Einsatz damit allerdings noch nicht. Besonders bei einem Reetdach können sich Glutnester in der Dachkonstruktion halten und von außen nur schwer erreichbar sein. Deshalb wurde ein Greifarmbagger angefordert, mit dem Teile des Daches aufgenommen werden sollten.

Die Nachlöscharbeiten dauerten am frühen Montagmorgen weiter an. Zusätzlich wurde das Deutsche Rote Kreuz aus Rellingen zur Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und Essen hinzugezogen.

Brand ereignete sich im Kreis Pinneberg

Bei dem betroffenen Ort handelt es sich um die Stadt Schenefeld unmittelbar westlich von Hamburg im Kreis Pinneberg. In Schleswig-Holstein existiert außerdem eine gleichnamige Gemeinde Schenefeld im Kreis Steinburg. Der Großbrand ereignete sich jedoch eindeutig in der Nedderstraße in der Stadt Schenefeld im Kreis Pinneberg.

Das Gebäude wurde von der Feuerwehr als historisches Reetdachhaus bezeichnet. Wie schwer einzelne Gebäudeteile durch Feuer, Rauch und Löschwasser beschädigt wurden, war am frühen Morgen noch nicht abschließend beziffert.

Kriminalpolizei untersucht Brandursache

Die Kriminalpolizei nahm noch während der Löscharbeiten Ermittlungen auf. Zur Ursache des Feuers lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor. Auch die Feuerwehr machte in ihrer ersten Mitteilung keine Angaben dazu, wodurch der Brand ausgelöst worden sein könnte.

Damit war am Montagmorgen lediglich gesichert, dass das Feuer zunächst im Dachbereich gemeldet worden war und anschließend einen großen Teil des Reetdaches erfasste. Die genauen Hintergründe blieben zunächst offen. Ergebnisse der Brandursachenermittlung lagen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor.

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