
Dortmund und Essen müssen sich am Donnerstag, 8. Oktober, auf einen nassen und deutlich kühleren Tag einstellen. Eine Kaltfront überquert Nordrhein-Westfalen und verdrängt die sehr milde Luft der vergangenen Tage. Der Schwerpunkt des Regens liegt nach den aktuellen Vorhersagen in der Nacht zum Donnerstag und am Donnerstagmorgen. Danach soll der länger anhaltende Regen zunehmend in Schauer übergehen. Einzelne kurze Gewitter sind ebenfalls möglich.
Regen Dortmund Essen: Für beide Städte sprechen die aktuellen Prognosen vor allem am Morgen für anhaltenden Regen. Zugleich ist wichtig, zwischen den erwarteten Niederschlägen und einer amtlichen Starkregenwarnung zu unterscheiden. Eine solche Warnung bestand am Mittwochabend zunächst nicht.
Der Deutsche Wetterdienst erwartet bereits am Mittwochabend von Westen aufziehenden Regen. In der Nacht breitet sich das Niederschlagsgebiet weiter über Nordrhein-Westfalen aus. Der regionale Warnlagebericht des DWD von 10:28 Uhr nennt außerdem einzelne eingelagerte Gewitter. Dabei seien lokal rund 20 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Abseits von Gewittern hält der DWD örtlich Mengen zwischen 20 und 35 Litern pro Quadratmeter innerhalb von drei bis sechs Stunden für wahrscheinlich.
Diese Mengen sind allerdings keine konkrete Vorhersage für Dortmund oder Essen. Im bundesweiten DWD-Warnlagebericht von 15:12 Uhr wird Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde bei Gewittern als möglich bezeichnet. Mehrstündiger Starkregen ohne Gewitter wird dort vor allem für Teile des westlichen Mittelgebirgsraums mit geringer Wahrscheinlichkeit genannt.
Auch der WDR rechnet damit, dass sich der Regen in der Nacht über Nordrhein-Westfalen ausbreitet. Der Donnerstag beginnt demnach vielerorts nass. Im Laufe des Vormittags soll der Niederschlag von Westen her nachlassen. Anschließend wechseln sich Wolken, einzelne Auflockerungen und Schauer ab.
Trotz der erwarteten Niederschläge waren am Mittwoch um 17:46 Uhr noch keine amtlichen DWD-Warnungen für Nordrhein-Westfalen aktiv. Auf der Gemeindewarnseite des Wetterdienstes stand zu diesem Zeitpunkt ausdrücklich „Keine Warnungen“. Damit bestanden auch für Dortmund und Essen keine gültigen Warnungen mit einem festgelegten Beginn oder Ende.
Der DWD unterscheidet zwischen Wetterwarnungen der Stufe 1, Warnungen vor markantem Wetter der Stufe 2, Unwetterwarnungen der Stufe 3 und Warnungen vor extremem Unwetter der Stufe 4. Keine dieser Warnstufen war für Dortmund oder Essen zum genannten Zeitpunkt ausgegeben.
Das kann sich mit der weiteren Entwicklung der Kaltfront ändern. Der regionale Warnlagebericht kündigte seine nächste Aktualisierung spätestens für Mittwoch um 20:30 Uhr an.
Neben dem Regen macht sich der Wetterwechsel vor allem bei den Temperaturen bemerkbar. In Essen weist die aktuelle DWD-Prognose für den frühen Donnerstag 12 Grad und Regen aus. Für den späteren Tagesverlauf werden etwa 14 Grad und überwiegend bewölktes Wetter erwartet. In Düsseldorf nennt der DWD am Morgen 12 Grad mit leichtem Regen und später bis zu 16 Grad. Für Köln stehen am Morgen etwa 12 bis 13 Grad mit Regen und später rund 15 Grad mit kräftigen Regenschauern in der Vorhersage.
Für Dortmund zeigen aktuelle Punktprognosen von WetterKontor am Donnerstag rund 16 Grad als Höchstwert und eine modellierte Tagesniederschlagsmenge von etwa 11 Litern pro Quadratmeter. Am Vormittag wird Regen bei rund 13 Grad erwartet. Für Essen werden je nach Stadtteil ungefähr 15 Grad und rund 13 Liter pro Quadratmeter für den Donnerstag berechnet. Solche Punktwerte können sich mit neuen Modellläufen noch verändern und sind nicht mit einer amtlichen DWD-Warnmenge gleichzusetzen.
Zum Vergleich: In Köln werden derzeit etwa 10 Liter pro Quadratmeter und bis zu 16 Grad berechnet, für Düsseldorf rund acht Liter und ebenfalls bis zu 16 Grad.
Das ungünstigste Zeitfenster trifft Teile des morgendlichen Berufsverkehrs. Da der länger anhaltende Regen nach DWD und WDR in der Nacht einsetzt und am Donnerstagmorgen zunächst weiter anhält, sind nasse Straßen und zeitweise schlechtere Sicht wahrscheinlich. Konkrete wetterbedingte Sperrungen oder Ausfälle im Bahn- oder Flugverkehr waren am Mittwochabend zunächst nicht angekündigt.
Auch für Arbeiten und Veranstaltungen im Freien ist vor allem die Kombination aus Niederschlag und auffrischendem Wind relevant. Der DWD erwartet in der zweiten Nachthälfte zunehmend Nordwestwind. Im Bergland sind Windböen oder stürmische Böen zwischen 55 und 65 Kilometern pro Stunde möglich. Am Donnerstag können auch in tieferen Lagen einzelne Windböen auftreten. In exponierten Bereichen und in Schauernähe sind nach DWD-Angaben stürmische Böen um 65 Kilometer pro Stunde möglich.
Für Land- und Forstarbeiten bedeutet die Wetterlage vor allem nasse Bedingungen. Eine besondere landwirtschaftliche Warnlage für Dortmund oder Essen war am Mittwochabend nicht ausgewiesen.
Am Donnerstagvormittag verliert das zusammenhängende Regengebiet nach den aktuellen Prognosen zunehmend an Einfluss. Komplett trocken wird der Tag damit aber nicht. Der DWD erwartet tagsüber vereinzelte kurze Gewitter. Dabei können Wind- oder Sturmböen zwischen 55 und 65 Kilometern pro Stunde auftreten.
Der WDR beschreibt für den weiteren Donnerstag eine wechselhafte Mischung aus Sonne, Wolken und Schauern. Landesweit werden nur noch etwa 10 bis 16 Grad erreicht. Damit endet die ungewöhnlich milde Phase mit Höchstwerten von teilweise mehr als 20 Grad deutlich.
Auch die dpa-Prognose auf Grundlage von DWD-Angaben sieht den Donnerstag zunächst bedeckt und regnerisch. Später sind Auflockerungen sowie einzelne Schauer oder kurze Gewitter möglich.
Eine schnelle Rückkehr zu spätsommerlichem Wetter zeichnet sich nicht ab. Für Freitag erwartet der DWD weiterhin eher kühles und vielfach nasses Wetter. Die Höchsttemperaturen bleiben nach den derzeitigen Prognosen meist bei etwa 15 oder 16 Grad. Auch am Samstag kann es zeitweise regnen, vereinzelt sind erneut kurze Gewitter möglich.
Für Dortmund und Essen bedeutet die Kaltfront damit nicht nur einen nassen Donnerstagmorgen, sondern einen grundlegenden Wetterwechsel. Nach der milden ersten Oktoberwoche setzen sich deutlich kühlere Luft, wiederholte Schauer und zeitweise kräftiger Wind durch. Entscheidend für Donnerstag bleibt, wie intensiv die nächtlichen Regengebiete tatsächlich ausfallen und ob der DWD im weiteren Abendverlauf noch örtliche Warnungen ausgibt.
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