
Deutschland steht vor einem wechselhaften Mittwoch. Am 21. Oktober 2026 breiten sich Wolken und Regen über weite Teile des Landes aus. In Hamburg werden höchstens 10 Grad erwartet, in Frankfurt am Main sind es 12 Grad. Auch in Berlin, München, Köln und zahlreichen weiteren Städten bleibt es überwiegend bewölkt. Während in den Niederungen vor allem Regen das Wetter bestimmt, nimmt der Wind in einigen Mittelgebirgen zu. An der Nordsee sind wegen niedriger Wasserstände weiterhin Fährverbindungen betroffen.
Das kräftige Hochdruckgebiet GERHARD, das zuletzt über Russland das Wetter in Mitteleuropa beeinflusst hat, zieht sich allmählich zurück. Dadurch können Tiefausläufer von Westen und Südwesten nach Deutschland vordringen. Nach dem Warnlagebericht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Dienstag, 20. Oktober, 14:12 Uhr, beginnt damit eine unbeständige Wetterphase.
Am Mittwoch erreicht die Kaltfront des Tiefs JELLA mit seinem Zentrum über den Britischen Inseln den Westen Deutschlands. Gleichzeitig beeinflusst ein Frontensystem, das ursprünglich zu einem Tief über Italien gehörte, den Osten. Das geht aus dem meteorologischen Lagebericht von UBIMET vom Dienstag, 14:45 Uhr, hervor. In vielen Landesteilen fällt deshalb Regen. Größere, warnrelevante Niederschlagsmengen werden für den verbreiteten Regen nach dieser Einschätzung zunächst nicht erwartet.
Bereits in der Nacht zum Mittwoch ziehen vielerorts dichtere Wolken auf. In Westdeutschland und Teilen der Mitte setzt Regen ein, während sich die Niederschläge am Mittwoch über weitere Regionen ausbreiten. Im Osten bleibt es ebenfalls überwiegend wolkenreich. Dort wird gebietsweise länger anhaltender Regen erwartet. Die Temperaturen erreichen in den meisten größeren Städten zwischen 10 und 15 Grad.
Für Mittwoch sieht der Deutsche Wetterdienst zunächst keine großflächige wetterbedingte Gefahrenlage. Das geht aus der bundesweiten DWD-Wochenvorhersage vom Dienstag, 20. Oktober, 11 Uhr, hervor. Die regionalen Warnlageberichte weisen allerdings bereits auf mögliche stärkere Windböen und örtlich größere Regenmengen hin. Dabei handelt es sich zunächst um prognostizierte Wetterentwicklungen und nicht automatisch um amtlich ausgegebene Warnungen für einzelne Landkreise.
Für Berlin und Brandenburg meldete der DWD in seinem Regionalbericht vom Dienstag, 10:30 Uhr, ausdrücklich keine Wetterwarnungen. Für Hamburg und Frankfurt enthalten die geprüften regionalen Warnlageberichte ebenfalls keine konkreten Warnmeldungen für Mittwoch mit Warnstufe und Gültigkeitszeitraum. Ein bundesweit vollständiger, kreisgenauer Warnstand für den gesamten Mittwoch lag zunächst nicht gesichert vor.
In der Nacht zum Mittwoch besteht nach dem deutschlandweiten DWD-Warnlagebericht außerdem vor allem im Osten und Südosten eine geringe Wahrscheinlichkeit für örtlich dichten Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern. Eine verbreitete Nebellage wird damit nicht vorhergesagt.
Das Wetter in Hamburg und Frankfurt am Mittwoch wird vor allem von Wolken und Niederschlägen bestimmt. Für die Wetterstation am Hamburger Flughafen sagt der DWD eine Tiefsttemperatur von 6 Grad und eine Höchsttemperatur von 10 Grad voraus. Am Morgen wird leichter Regen erwartet, später Regen. Frankfurt am Main erreicht nach den Stationsvorhersagen am Flughafen mindestens 9 und höchstens 12 Grad. Dort ist ebenfalls leichter Regen vorgesehen. Grundlage sind die am Dienstag, 20. Oktober, veröffentlichten und am frühen Abend abgerufenen DWD-Stationsprognosen für Mittwoch.
In Berlin werden an der Station Tempelhof 8 bis 14 Grad vorhergesagt, dazu überwiegend bedeckter Himmel. In München liegen die Werte am Flughafen zwischen 7 und 12 Grad, begleitet von leichtem Regen. Köln/Bonn erreicht 9 bis 14 Grad, Stuttgart 8 bis 11 Grad. Für Düsseldorf werden 10 bis 15 Grad erwartet. Damit gehört die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt zu den milderen der ausgewählten Großstadtstationen.
Auch in weiteren Städten bleibt der Mittwoch überwiegend herbstlich. Hannover kommt nach der DWD-Stationsprognose auf 5 bis 11 Grad, Bremen auf 5 bis 12 Grad und Kiel auf 7 bis 11 Grad. Für Leipzig stehen 7 bis 12 Grad in der Vorhersage, für Dresden 8 bis 14 Grad. Nürnberg erreicht bei Regen 7 bis 10 Grad. Die Werte beziehen sich jeweils auf die genannten DWD-Wetterstationen und sind nicht mit flächendeckenden Messwerten für das gesamte Stadtgebiet gleichzusetzen.
Im höheren Bergland fällt die Wetterentwicklung am Mittwoch regional kräftiger aus. Auf exponierten Schwarzwaldgipfeln erwartet der DWD stürmische Böen um 70 Kilometer pro Stunde aus westlichen bis südwestlichen Richtungen. In Staulagen des Schwarzwaldes besteht zudem ein geringes Risiko für Dauerregen mit Niederschlagsmengen um 30 Millimeter innerhalb von 24 Stunden. Diese Angaben stammen aus dem DWD-Warnlagebericht für Baden-Württemberg vom Dienstag, 10:30 Uhr.
Auch im südlichen Bayern werden größere Niederschlagsmengen möglich. Nach dem DWD-Regionalbericht für Südbayern besteht von Mittwochmittag bis Donnerstagmorgen in den Staulagen der Alpen ein Risiko für Dauerregen mit 30 bis 40 Millimetern innerhalb von 24 Stunden. Ab Mittwochabend kann oberhalb von etwa 2.000 Metern Schnee fallen. In der Nacht zum Donnerstag sinkt die Schneefallgrenze voraussichtlich auf etwa 1.500 Meter. Bis Donnerstagmorgen prognostiziert der DWD in mittleren Höhenlagen 5 bis 10 Zentimeter, in hohen Lagen bis zu 20 Zentimeter Neuschnee.
Windiger wird es außerdem in Teilen der westlichen Mittelgebirge. Ab Mittwochnachmittag sind in exponierten Lagen der Eifel und des Pfälzerwaldes zeitweise Windböen bis 60 Kilometer pro Stunde aus Südwest möglich. Für die Alpen und die ostbayerischen Mittelgebirge rechnet der DWD besonders am Mittwochabend und in der folgenden Nacht mit zunehmendem Wind. In mittleren und hohen Lagen der Alpen sowie auf Kammlagen des Bayerischen Waldes werden dann teilweise Sturm- und schwere Sturmböen mit 70 bis 90 Kilometern pro Stunde prognostiziert.
Unmittelbare Auswirkungen der Wetterlage zeigen sich weiterhin im Fährverkehr an der Nordsee. Der anhaltende Ostwind hat die Wasserstände an der ostfriesischen Küste zeitweise deutlich sinken lassen. Dadurch mussten seit Sonntag mehrere Fährverbindungen ausfallen oder ihre Abfahrtszeiten ändern. Auch für Mittwoch, 21. Oktober, sind Einschränkungen angekündigt.
Nach einer Übersicht des Norddeutschen Rundfunks vom Dienstag, 20. Oktober, 6:20 Uhr, entfallen am Mittwoch die Abfahrten von Harlesiel nach Wangerooge um 10 Uhr, 17:30 Uhr und 18:30 Uhr. Als Ersatz sind Verbindungen um 8:45 Uhr und 19:45 Uhr vorgesehen. In Gegenrichtung fallen die Abfahrten ab Wangerooge um 10:30 Uhr, 16:30 Uhr und 18:30 Uhr aus. Ersatzfahrten sind um 9:25 Uhr, 17:30 Uhr und 19 Uhr angekündigt.
Auf der Verbindung zwischen Norddeich und Juist soll sich die Lage dagegen verbessern. Die Reederei Norden-Frisia hatte angekündigt, den regulären Fährverkehr am Mittwoch wieder aufzunehmen. Zuvor waren wegen des Niedrigwassers über mehrere Tage nur kleinere Schnellboote im Einsatz.
Auch die Helgoland-Verbindung mit dem Katamaran Halunder Jet ist betroffen. Nach Angaben der Reederei FRS Helgoline entfällt am Mittwoch der Zwischenhalt in Brunsbüttel wegen ungünstiger Witterungs- und Strömungsverhältnisse am Anleger. Die Fahrten ab Hamburg und Cuxhaven sollen dagegen planmäßig stattfinden. Für Donnerstag, 22. Oktober, hat die Reederei bereits sämtliche Fahrten des Halunder Jet wetterbedingt abgesagt.
Nach dem regnerischen Mittwoch bleibt das Wetter in Deutschland zunächst unbeständig. Die Kaltfront zieht am Donnerstag weiter ostwärts. Besonders an der Nordsee und auf einigen Mittelgebirgsgipfeln nimmt der Wind voraussichtlich zu. Der Deutsche Wetterdienst hält in der Nacht zum Donnerstag an der Nordsee stürmische Böen um 70 Kilometer pro Stunde aus Südwest für möglich. Mit geringer Wahrscheinlichkeit könnten diese auch auf angrenzende Binnenlandbereiche übergreifen.
Am Donnerstag selbst sind nach der DWD-Wochenvorhersage vom Dienstag, 11 Uhr, stürmische Böen an der Nordsee und auf einigen Mittelgebirgsgipfeln wahrscheinlich. Auch weitere Schauer gehören zur Prognose. Im Nordwesten können vereinzelt Gewitter auftreten.
Für Freitag, 23. Oktober, zeichnet sich eine weitere Windzunahme ab. Nach der DWD-Wochenvorhersage sind im Westen und Nordwesten stürmische Böen aus Südwest wahrscheinlich. Im Nordseeumfeld sowie in höheren Mittelgebirgs- und Alpenlagen werden auch Sturmböen für möglich gehalten. In besonders exponierten Gipfellagen könnten die Böen noch stärker ausfallen. Diese Entwicklung ist eine mehrtägige Prognose und keine bereits ausgegebene amtliche Unwetterwarnung für Freitag.
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