
Der Dortmunder Stadtteil Sölderholz hat seine letzte Gaststätte verloren. Das Restaurant „Lokrum“ an der Lichtendorfer Straße hat den Betrieb eingestellt. Damit gibt es im Ortsteil aktuell keinen gastronomischen Treffpunkt mehr.
Das Lokal galt als letzte verbliebene Gaststätte im Stadtteil. Mit der Schließung fällt ein Ort weg, der über Jahre hinweg nicht nur als Restaurant, sondern auch als Treffpunkt für Nachbarschaft, Vereine und Veranstaltungen genutzt wurde.
Das Gebäude befindet sich an der Lichtendorfer Straße 152 im Dortmunder Süden. Nach der Aufgabe des Betriebs steht derzeit offen, wie es mit der Immobilie weitergeht.
Der Standort hat eine deutlich längere Geschichte als nur die Zeit unter dem Namen „Lokrum“. In früheren Jahren befand sich an derselben Stelle die Gaststätte „Zur Bergeshöh“. Sie spielte über viele Jahrzehnte eine Rolle im lokalen Vereinsleben.
Historische Hinweise finden sich etwa in der Vereinsgeschichte der Sportfreunde Sölderholz, wo die frühere Gaststätte als Treffpunkt und Versammlungsort erwähnt wird. Das Gebäude war damit lange ein fester Bestandteil des sozialen Lebens im Ort.
Auch in späteren Jahren wurde das Lokal immer wieder für Veranstaltungen genutzt. Neben dem regulären Restaurantbetrieb fanden dort beispielsweise Lesungen oder kleinere Events statt.
Wie es mit dem Gebäude weitergeht, ist derzeit nicht entschieden. Nach aktuellen Berichten gehört die Immobilie einer Eigentümergemeinschaft, die einen Verkauf anstrebt. In dem Haus befinden sich neben der ehemaligen Gaststätte auch weitere Gewerbeflächen.
Ob dort künftig wieder Gastronomie einzieht, ist derzeit unklar. Konkrete Pläne für eine neue Nutzung wurden bislang nicht öffentlich bekannt.
Sölderholz gehört zum Dortmunder Stadtbezirk Aplerbeck und zählt knapp 6.000 Einwohner. Dass ein Stadtteil dieser Größe aktuell ohne eigene Gaststätte dasteht, zeigt eine Entwicklung, die auch in anderen Orten zu beobachten ist.
Viele kleinere Stadtteilrestaurants oder Kneipen verschwinden, weil sich Nachfolger schwer finden lassen oder Immobilien andere Nutzungen erhalten. Für die Anwohner bedeutet das oft den Verlust eines niedrigschwelligen Treffpunkts im Alltag.
Mit dem Aus des „Lokrum“ ist genau eine solche Lücke entstanden. Ob sie künftig wieder geschlossen wird, hängt vor allem davon ab, ob sich für das Gebäude ein neuer Betreiber oder eine neue Nutzung findet.
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