
Autofahrer in Trier müssen sich ab Montag auf Einschränkungen an einer wichtigen Moselquerung einstellen. Die Römerbrücke wird von Montag, 5. Oktober, bis voraussichtlich Donnerstag, 8. Oktober 2026, in Fahrtrichtung Innenstadt tagsüber für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Nach Angaben der Stadt gilt die Sperrung an allen vier Tagen jeweils von 9 bis 15 Uhr. Grund sind Arbeiten zur Vorbereitung der geplanten Sanierung des Bauwerks. Auch für Fußgänger, Radfahrer und Fahrgäste der Stadtbusse ergeben sich Änderungen.
Betroffen ist die stadteinwärts führende Fahrtrichtung auf der Römerbrücke über die Mosel. Die Verbindung führt vom westlichen Brückenkopf im Bereich der Luxemburger und Aachener Straße über den Fluss in Richtung Karl-Marx-Straße und Trierer Innenstadt. Die Gegenrichtung ist von der angekündigten tageweisen Vollsperrung der stadteinwärts führenden Seite nicht erfasst.
Die Regelung beginnt am Montag, 5. Oktober, um 9 Uhr. Bis einschließlich Donnerstag, 8. Oktober, soll die stadteinwärts führende Strecke täglich bis 15 Uhr gesperrt bleiben. Außerhalb dieser Arbeitszeiten wird die Fahrbahn nach den veröffentlichten Angaben wieder für den Verkehr freigegeben. Die Stadt bezeichnet Donnerstag als voraussichtlichen letzten Arbeitstag dieser Phase.
Eine gesonderte konkrete Umleitungsstrecke für den Autoverkehr nennt die Stadt in ihrer Mitteilung zur zweiten Bauphase nicht. Autofahrer sollten deshalb die örtliche Beschilderung beachten und für Fahrten aus Trier-West in Richtung Innenstadt zusätzliche Fahrzeit einplanen.
Grund der Einschränkungen ist nicht eine gewöhnliche Fahrbahnsanierung. An der Römerbrücke werden insgesamt sechs neue Revisionsöffnungen geschaffen. Sie sollen Fachleuten künftig einen besseren Zugang zum Inneren des Bauwerks ermöglichen und damit genauere Untersuchungen der Konstruktion erleichtern.
Die Arbeiten laufen bereits seit Juni und sind in zwei Bauabschnitte mit jeweils drei Pfeilern aufgeteilt. Anfang Oktober beginnt nun die zweite Phase. Hintergrund sind Schäden an der Stahlbetonkonstruktion, mit der die historische Brücke 1931 verbreitert wurde. Nach Angaben der Stadt wird der historische Gewölbebereich weiterhin als stabil bewertet. Bei den später ergänzten Bauteilen ist die Tragfähigkeit dagegen beeinträchtigt.
Bereits zuvor waren deshalb Verkehrsmaßnahmen angeordnet worden. Unter anderem wurde ein Fahrstreifen in Richtung Innenstadt für Pkw gesperrt. Zudem gilt im betroffenen Bereich Tempo 30. Die neuen Zugänge sollen unter anderem Materialuntersuchungen und eine detailliertere Analyse der Schäden ermöglichen. Die Ergebnisse sind für die Vorbereitung der späteren Sanierung wichtig.
Parallel zur Fahrbahnsperrung gibt es Einschränkungen auf der Südseite der Römerbrücke. Dort werden ab Montag, 5. Oktober, der Radfahrstreifen und der Gehweg längerfristig gesperrt.
Fußgänger können die Römerbrücke dennoch weiter überqueren. Sie werden nach Angaben der Stadt auf die andere Brückenseite geleitet. Für Radfahrer gilt eine differenzierte Regelung: Sobald die für die Bauarbeiten gesperrte Kfz-Spur wieder geöffnet ist, dürfen Fahrräder diese Fahrbahn mitbenutzen. Wird die Absperrung des Geh- und Radwegs zwischenzeitlich nicht für die Arbeiten benötigt, soll sie entsprechend zur Seite gestellt werden.
Damit bleibt die Moselquerung grundsätzlich auch für Menschen zu Fuß und mit dem Fahrrad nutzbar. Während der täglichen Arbeitszeiten müssen Radfahrer jedoch die jeweilige Verkehrsführung vor Ort beachten.
Auch der Stadtbusverkehr ist betroffen. Die Stadtwerke Trier weisen für den Zeitraum vom 5. bis 8. Oktober auf Umleitungen der Linien 1 und 11 im Zusammenhang mit der stadteinwärts gesperrten Römerbrücke hin. Beide Linien nutzen regulär die Verbindung über die Römerbrücke zwischen Trier-West und der Innenstadt.
Eine belastbar bestätigte detaillierte Umleitungsstrecke für diese vier Tage lag zunächst nicht vor. Fahrgäste sollten deshalb vor der Fahrt die aktuellen Hinweise der SWT und die Fahrplanauskunft beachten. Die Einschränkung betrifft dabei die stadteinwärts gerichteten Fahrten während des täglichen Sperrzeitraums.
Dass Busse von der Maßnahme ausgenommen sind und die gesperrte Fahrtrichtung regulär passieren können, geht aus den veröffentlichten Angaben nicht hervor. Stattdessen kündigen die Stadtwerke ausdrücklich Umleitungen für die Linien 1 und 11 an.
Die Römerbrücke verbindet Trier-West mit dem Bereich Karl-Marx-Straße und der Innenstadt. Sie gehört damit zu den wichtigen innerstädtischen Moselquerungen. Die zeitliche Begrenzung auf 9 bis 15 Uhr hält die Sperrung zwar außerhalb eines Teils des klassischen Berufsverkehrs, tagsüber ist auf den umliegenden Verbindungen dennoch mit zusätzlichen Verkehrsbelastungen zu rechnen.
Die Stadt nennt für die aktuelle Bauphase den Zeitraum vom 5. bis voraussichtlich 8. Oktober. Weitere Einschränkungen ergeben sich unabhängig davon aus der längerfristigen Sperrung des südlichen Geh- und Radwegs. Zuständig für die Arbeiten ist StadtRaum Trier. Grundlage der aktuellen Verkehrsregelungen ist die Mitteilung der Stadt Trier vom 1. Oktober 2026 sowie die aktualisierte städtische Baustellenübersicht.
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