Weltkriegsbombe im Rhein: RTL räumt Kölner Sendezentrum

Weltkriegsbombe im Rhein: RTL räumt Kölner Sendezentrum
Foto: Mohamed Hassan

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Das RTL-Sendezentrum in Köln wird evakuiert, nachdem im Rhein bei Köln-Deutz eine Weltkriegsbombe entdeckt worden ist. Der Blindgänger liegt auf Höhe des Rheinparks und soll noch am Donnerstag, 6. August 2026, geborgen und entschärft werden. Die Räumung betrifft neben den Gebäuden von RTL und ntv auch rund 360 Menschen innerhalb eines Sicherheitsradius von 400 Metern. Der Bombenfund hat zudem Auswirkungen auf das Fernsehprogramm. Mehrere Sendungen werden vorproduziert oder aus Berlin ausgestrahlt.

Bombenfund in Köln-Deutz löst Evakuierung aus

Die amerikanische Fünf-Zentner-Bombe wurde am Mittwochabend im Rhein entdeckt. Nach Angaben der Stadt Köln verfügt der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg über einen Heckaufschlagzünder. Das Kampfmittel befindet sich wenige Meter vom Ufer entfernt und lag am Donnerstag zunächst noch knapp unterhalb der Wasseroberfläche. Laut RTL wurde die Bombe wegen des niedrigen Rheinpegels sichtbar und von Passanten entdeckt.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst legte einen Evakuierungsradius von 400 Metern fest. Zum betroffenen Gebiet gehören Teile des Rheinparks, der Tanzbrunnen, der Charles-de-Gaulle-Platz und Bereiche des gegenüberliegenden Rheinufers. Auch die Kölner Seilbahn stellte ihren Betrieb ein. Mehrere Straßen und Zugänge zum Rheinpark wurden gesperrt.

Evakuierung bei RTL und ntv verändert das TV-Programm

Das RTL-Sendezentrum in Köln wird evakuiert, deshalb musste der Sender seinen Betrieb kurzfristig umorganisieren. Das Mittagsmagazin „Punkt 12“ konnte zunächst noch bis 15 Uhr aus Köln gesendet werden. Die Ausgabe von „Explosiv“ wurde vorab aufgezeichnet und sollte wie geplant um 18 Uhr ausgestrahlt werden.

„RTL Aktuell“ kommt um 18.45 Uhr nicht aus dem Kölner Sendezentrum, sondern aus dem Hauptstadtstudio in Berlin. Die Sendung wird von Lothar Keller moderiert. Auch „Exclusiv“ mit Frauke Ludowig wird aus Berlin übertragen. Der Nachrichtensender ntv richtete außerhalb des Gefahrenbereichs ein mobiles Studio am Hyatt-Hotel ein. Die vorgesehenen Sendezeiten sollen nach Angaben von RTL eingehalten werden.

Bombenentschärfung am Rheinpark vorbereitet

Ein großer Teil der von der Evakuierung betroffenen Menschen lebt im St. Vincenz-Haus am Konrad-Adenauer-Ufer. Die Bewohner wurden innerhalb des Gebäudekomplexes in sichere Bereiche gebracht. Drei Menschen mussten nach Angaben der Stadt während der Maßnahmen in Krankenhäuser verlegt werden. Als Anlaufstelle für weitere Betroffene wurde ein Bereich im Marienhospital eingerichtet.

Am späten Nachmittag begann der zweite Kontrollgang durch das Evakuierungsgebiet. Gegen 17.21 Uhr meldete die Stadt, dass das benötigte Bergungsgerät eingetroffen sei. Ein Radlader des Technischen Hilfswerks soll die Weltkriegsbombe aus dem Rhein heben. Anschließend soll sie in einem vorbereiteten Zelt am Ufer entschärft werden. Eine erfolgreiche Entschärfung war bis 18.13 Uhr noch nicht offiziell bestätigt.

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