Rügen: Größter Kreideabbruch seit Jahren an der Steilküste bei Sassnitz

Großer Kreideabbruch auf Rügen: Nördlich von Sassnitz rutschen rund 9.000 Kubikmeter Kreide ab. Weitere Abbrüche möglich.
NilsMargott, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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Ein großer Kreideabbruch auf Rügen hat am Wochenende die bekannte Kreideküste im Norden der Insel verändert. Nördlich von Sassnitz im Landkreis Vorpommern-Rügen sind mehrere tausend Kubikmeter Kreide von der Steilküste abgestürzt. Der Abbruch gilt als der größte Küstenrutsch in diesem Bereich seit rund 15 Jahren.

Nach übereinstimmenden Medienberichten lösten sich etwa einen Kilometer nördlich von Sassnitz rund 9.000 Kubikmeter Kreide aus dem steilen Kliff. Die Gesteinsmassen rutschten in Richtung Ostsee ab. Neben diesem größeren Abbruch kam es auch in einem weiteren Abschnitt der Kreideküste zu einem kleineren Ereignis.

Rund 9.000 Kubikmeter Kreide stürzen von der Küste

Der Kreideabbruch auf Rügen ereignete sich im Bereich der bekannten Kreideküste im Nationalpark Jasmund. Nach den vorliegenden Informationen löste sich ein größerer Abschnitt des steilen Kreidesteilufers und rutschte in einer breiten Fläche ab. Insgesamt wurden rund 9.000 Kubikmeter Kreide bewegt.

Diese Menge entspricht ungefähr der Ladung von etwa 900 großen Kipplastern. Der betroffene Küstenabschnitt liegt rund einen Kilometer nördlich von Sassnitz. Auch in einem anderen Bereich der Küste kam es zu einem weiteren Abbruch. In der Nähe der Wissower Klinken sollen rund 2.000 Kubikmeter Kreide abgestürzt sein.

Die Kreideküste auf Rügen verändert sich durch solche Ereignisse regelmäßig. Große Abbrüche treten jedoch nicht in jedem Jahr auf. Der aktuelle Vorfall gehört nach den vorliegenden Informationen zu den größten Veränderungen an der Steilküste seit rund anderthalb Jahrzehnten.

Tauwetter könnte weitere Abbrüche auslösen

Als Ursache für den aktuellen Kreideabbruch auf Rügen gilt nach den vorliegenden Informationen das Tauwetter der vergangenen Tage. Nach einem niederschlagsreichen Februar konnte sich viel Wasser im Boden sammeln. Mit steigenden Temperaturen kann sich dadurch die Stabilität des steilen Kliffs verringern.

Aus diesem Grund wird damit gerechnet, dass in den kommenden Tagen oder Wochen weitere Abbrüche entlang der Kreideküste möglich sind. Solche Prozesse gelten als Teil der natürlichen Entwicklung der Küste. Ähnliche Ereignisse hat es auch in der Vergangenheit gegeben.

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Der letzte vergleichbare Abbruch ereignete sich im Jahr 2011. Damals stürzten rund 35.000 Kubikmeter Kreide von der Küste ab. Besucher der Region werden deshalb regelmäßig darauf hingewiesen, nicht unterhalb der Steilküste entlangzugehen und auf den ausgewiesenen Wegen auf dem Hochufer zu bleiben.

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