SC Freiburg vor Mitgliederversammlung: Rekord ist angekündigt

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Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der SC Freiburg steht vor der Veröffentlichung seiner neuen Geschäftszahlen. Nach einem Bericht von SWR Sport vom 7. Oktober 2026 will der Bundesligist bei seiner Mitgliederversammlung am Donnerstag Rekordzahlen vorlegen. Einen entscheidenden Punkt hatte Finanzvorstand Oliver Leki bereits im August öffentlich angekündigt: Für die Saison 2025/26 erwartet der Verein einen neuen Umsatzrekord und ein deutlich positives Jahresergebnis. Konkrete Beträge hat der SC Freiburg vor der Versammlung allerdings noch nicht genannt. Damit steht bereits fest, dass wirtschaftlich ein außergewöhnliches Jahr abgeschlossen wurde, die genaue Größenordnung wird aber erst am Donnerstag bekannt.

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Mitgliederversammlung beginnt am Donnerstag um 18.30 Uhr

Die SC Freiburg Mitgliederversammlung 2026 findet am Donnerstag, 8. Oktober, ab 18.30 Uhr in der Messe Freiburg statt. Veranstaltungsort ist Halle 4, die Sick-Arena, am Neuen Messplatz 1. Einlass ist bereits ab 17 Uhr. Der Verein beginnt damit eine halbe Stunde früher als in den vergangenen Jahren. Nach Angaben des SC geht diese Änderung auch auf Wünsche aus der Mitgliedschaft zurück. Im Foyer soll zudem ein Informationsstand eingerichtet werden, an dem Mitglieder Themen für ihre Wortbeiträge vorab benennen können. Diese Anliegen werden anschließend gebündelt in der Versammlung behandelt.

Exakte Rekordzahlen für 2025/26 stehen noch aus

Wie hoch Umsatz, Gewinn und Eigenkapital zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 genau sind, hatte der Verein bis Mittwochvormittag noch nicht veröffentlicht. Leki hatte im August in einem vom Kicker geführten und anschließend von der dpa aufgegriffenen Gespräch angekündigt, der SC werde auf der Mitgliederversammlung einen Umsatzrekord und ein „mehr als erfreuliches Jahresergebnis“ bekanntgeben. Der bisherige Umsatzrekord stammt aus der Saison 2023/24 mit 203,1 Millionen Euro. Ein neuer Höchstwert müsste damit oberhalb dieser Marke liegen. Einen konkreten Betrag für 2025/26 nannte Leki nicht. Auch eine neue exakte Eigenkapitalsumme wurde bislang nicht bekanntgegeben.

Zuletzt 162,8 Millionen Euro Umsatz und 163,7 Millionen Eigenkapital

Als gesicherter Vergleichswert dienen die vom SC selbst veröffentlichten Zahlen für 2024/25. In diesem Geschäftsjahr setzte der Verein 162,8 Millionen Euro um und erzielte einen Jahresüberschuss von 11,8 Millionen Euro. Das Eigenkapital lag zum 30. Juni 2025 bei 163,7 Millionen Euro, nach 151,9 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Bankverbindlichkeiten wies der Verein nach eigenen Angaben nicht aus. Das wirtschaftlich bislang stärkste Jahr war 2023/24 mit 203,1 Millionen Euro Umsatz und 40,8 Millionen Euro Jahresüberschuss. Damals hatte der SC die hohen Werte ausdrücklich mit Einnahmen aus der Europa League und außergewöhnlich hohen Transferüberschüssen erklärt.

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Europapokal brachte zusätzliche Einnahmen, genaue Aufteilung fehlt

Auch die Saison 2025/26 brachte dem SC Freiburg erhebliche sportliche Zusatzwettbewerbe. Der Verein erreichte erstmals das Finale der Europa League und stand außerdem im Halbfinale des DFB-Pokals. Damit waren zusätzliche Prämien, Fernsehgelder und Spieltagserlöse verbunden. Wie groß deren Anteil am angekündigten Umsatzrekord tatsächlich war, hat der SC bislang jedoch nicht aufgeschlüsselt. Eine detaillierte Erklärung der neuen Geschäftszahlen soll deshalb erst mit deren Präsentation erfolgen. Der im Juli 2026 vollzogene Wechsel von Johan Manzambi zu Aston Villa ist zwar ebenfalls ein bedeutender Transfer, eine Ablösesumme veröffentlichte der SC bei seiner offiziellen Mitteilung jedoch nicht.

Finanzielle Stärke verschafft Freiburg Spielraum beim Kader

Die wachsende Kapitalbasis ist für Freiburg nicht nur eine Bilanzgröße. Leki hatte bereits zuvor erklärt, dass sich der Verein durch die erwirtschaftete wirtschaftliche Stärke früher und unabhängiger auf dem Transfermarkt bewegen könne. So könne der SC Verpflichtungen realisieren, ohne für jeden Einkauf unmittelbar einen entsprechenden Verkauf abwarten zu müssen. Entscheidend sei nicht eine einzelne Transferperiode, sondern das Ergebnis des gesamten Geschäftsjahres. Diese Linie passt zur langfristigen Strategie des Vereins, wirtschaftliche Stabilität mit Investitionen in den sportlichen Bereich zu verbinden. Im Juli verlängerte der SC die Verträge der Vorstände Oliver Leki und Jochen Saier bis 2030. Leki formulierte das Ziel dabei als „sportlich ambitioniert und wirtschaftlich stabil“.

Die finanziellen Reserven ermöglichen zugleich Investitionen außerhalb des Profikaders. Für den Umbau des Dreisamstadions stellt der Verein nach eigenen Angaben zehn Millionen Euro aus eigener Kraft bereit. Dort sollen insbesondere die Bedingungen für den Frauen und Mädchenfußball verbessert werden. Der SC beschreibt seine wirtschaftliche Linie damit ausdrücklich nicht als reine Gewinnmaximierung. Überschüsse sollen die Eigenkapitalbasis stärken, Risiken abfedern und Handlungsspielraum für Sport, Nachwuchs und Infrastruktur schaffen. Gerade für einen eingetragenen Verein ohne externen Kapitalgeber ist diese Entwicklung ein zentraler Bestandteil der langfristigen Strategie.

Mehr als 80.000 Mitglieder und Wahl des Aufsichtsrats

Auch die Mitgliederbasis ist weiter gewachsen. Auf seiner aktuellen Mitgliederseite bezeichnet sich der SC Freiburg als größten Sportverein Badens mit mehr als 80.000 Mitgliedern. In einem Ende August auf der Vereinswebsite veröffentlichten Beitrag zur Verlängerung der Partnerschaft mit dem BGV ist von 85.000 Mitgliedern die Rede. Diese konkrete Zahl stammt dort allerdings aus einer Aussage des BGV-Vorstands und nicht aus einer gesonderten Mitgliederstatistik des Vereins. Eine aktualisierte offizielle Zahl könnte deshalb ebenfalls bei der Versammlung genannt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends ist die turnusgemäße Wahl des Aufsichtsrats. Sie steht nach Vereinsangaben als Tagesordnungspunkt 4 zu Beginn der Versammlung an. Der Vereinsrat hat als Wahlausschuss neun Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden für vier Jahre gewählt. Abstimmungen sollen erstmals durchgehend elektronisch erfolgen. Außerdem stimmen die Mitglieder über kleinere Änderungen der Satzung ab. Dabei geht es unter anderem um neue Bezeichnungen innerhalb der Bundesligaorganisation, die Aufnahme des neu gegründeten Frauen-Bundesliga FBL e.V. sowie eine formale Anpassung aufgrund lizenzrechtlicher Vorgaben.

Damit richtet sich der Blick am Donnerstag nicht nur auf einen neuen Umsatzrekord. Die Versammlung soll zugleich zeigen, wie stark die finanzielle Basis des SC Freiburg nach dem außergewöhnlichen Geschäftsjahr 2025/26 tatsächlich geworden ist und welchen Handlungsspielraum sich der Verein damit für die kommenden Jahre geschaffen hat. Die entscheidenden Kennzahlen zu Umsatz, Jahresüberschuss und Eigenkapital werden erst mit der Präsentation auf der Mitgliederversammlung belastbar feststehen.

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