
Die Wuppertaler Schwebebahn steht am Freitagabend im Mittelpunkt einer WDR-Dokumentation. Wuppertal und die einzigartige Schwebebahn läuft am 28. August 2026 von 21:15 bis 21:45 Uhr im WDR Fernsehen. Anders als in einzelnen Programmangaben dargestellt, handelt es sich dabei nicht um eine Erstausstrahlung. Die Fernsehpremiere des Films war bereits am 27. Februar 2026 um 20:15 Uhr. Damals war die Dokumentation im Rahmen der WDR-Reihe Heimatflimmern mit einer Länge von 45 Minuten angesetzt.
Die heutige Ausstrahlung ist dagegen auf 30 Minuten programmiert. Der WDR kündigt außerdem bereits eine weitere Wiederholung für Sonntag an. Im Zentrum des Films steht das Verkehrsmittel, das 2026 seinen 125. Geburtstag feiert und längst weit über Wuppertal hinaus zu den bekanntesten Wahrzeichen des öffentlichen Nahverkehrs in Deutschland gehört.
Der offizielle Fahrgastbetrieb der Wuppertaler Schwebebahn begann am 1. März 1901. Damit erreicht die Bahn in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Die Strecke ist rund 13 Kilometer lang und umfasst 20 Stationen. Große Teile des Fahrwegs verlaufen oberhalb der Wupper. Nach Angaben der Betreiber nutzen täglich mehr als 80.000 Menschen das Verkehrsmittel.
Das Jubiläum bildet den zeitlichen Rahmen der Dokumentation. Der Film beschränkt sich allerdings nicht auf Technik und Verkehrsgeschichte. Die Schwebebahn dient vielmehr als Verbindung zwischen unterschiedlichen Orten und Epochen der Stadt.
Dabei geht es um die industrielle Vergangenheit Wuppertals ebenso wie um Kunst, Stadtentwicklung, Bildung und neue kulturelle Projekte. Die Zuschauer bewegen sich entlang der Schwebebahnstrecke durch verschiedene Teile der Stadt und lernen Orte kennen, die für deren Entwicklung stehen.
Das Jubiläumsjahr selbst wird auch außerhalb des Fernsehens gefeiert. Am 28. Februar und 1. März konnten Fahrgäste anlässlich des Geburtstags kostenlos mit der Schwebebahn fahren. Für den 19. September 2026 ist zudem ein Familienfest rund um den Wuppertaler Hauptbahnhof angekündigt. Dort soll unter anderem eine Ausstellung mit 125 persönlichen Schwebebahngeschichten gezeigt werden.
Eine Station der Dokumentation ist das Briller Viertel. Dort greift der Film die Geschichte der Wuppertaler Textilindustrie und einer Familie auf, deren Vergangenheit eng mit diesem Wirtschaftszweig verbunden ist.
Ein weiterer Drehort ist der Skulpturenpark Waldfrieden. Dort begleitet die Produktion den britischen Bildhauer Tony Cragg, der seit Jahrzehnten eng mit Wuppertal verbunden ist. Der Film zeigt den Park als Verbindung von Landschaft und zeitgenössischer Kunst.
Auch der Arrenberg spielt eine Rolle. Die Dokumentation betrachtet dort Initiativen, mit denen Bewohner und Vereine ihr Viertel weiterentwickeln. Daneben führt die Reise zur Wupper selbst. Der Fluss war über lange Zeit stark von den Folgen der Industrialisierung geprägt. Der Film stellt seinen heutigen Zustand der historischen Belastung durch Industrieabwässer gegenüber.
Weitere Stationen sind die Junior Uni Wuppertal und das Open Ground nahe dem Hauptbahnhof, das in einem früheren Bunker entstand. Damit spannt der Film den Bogen von der Bildung über die Industriegeschichte bis zur zeitgenössischen Clubkultur.
Hinzu kommt die Kunst im öffentlichen Raum. Wandgemälde im Stadtgebiet gehören ebenfalls zur dokumentarischen Reise. Darunter befindet sich eine Arbeit, die an die international bekannte Wuppertaler Choreografin Pina Bausch erinnert.
Für Buch und Regie zeichnet Susanne Böhm verantwortlich. Die Kamera führten Jörg Adams, Frank Kranstedt und Achim Seck. Den Schnitt übernahm Lisann Schmeing, als Sprecherin ist Anja Backhaus zu hören. Produziert wurde die Dokumentation von der Gruppe 5 Filmproduktion für den WDR. Die ursprüngliche Produktion hat eine Länge von 45 Minuten.
Eine klassische Besetzung oder Gastdarsteller gibt es bei der Dokumentation nicht. Stattdessen begegnet der Film Menschen und Einrichtungen aus Wuppertal sowie dem international bekannten Bildhauer Tony Cragg.
Der WDR führt die Produktion innerhalb seiner Dokumentationsreihe Heimatflimmern. Eine Staffelnummer, Episodennummer oder fortlaufende Folgennummer wird für diesen einzelnen Film in der WDR-Programmübersicht nicht ausgewiesen. Der Episodentitel lautet Wuppertal und die einzigartige Schwebebahn.
Bei der heutigen Ausstrahlung gibt es gegenüber der Premiere eine auffällige Änderung bei der Länge. Am 27. Februar lief der Film von 20:15 bis 21:00 Uhr. Die Produktion wird von der Produktionsfirma ebenfalls mit einer Länge von 45 Minuten angegeben. Heute reserviert der WDR dagegen lediglich den Zeitraum von 21:15 bis 21:45 Uhr. Damit ist die aktuelle Sendefassung 30 Minuten lang.
Der nächste Fernsehausstrahlungstermin ist bereits angekündigt: Am Sonntag, 30. August, soll die Dokumentation erneut im WDR laufen. Die aktuelle Programmübersicht nennt dafür 17:20 Uhr als Beginn.
Wer die Sendung nicht im linearen Fernsehen sehen möchte, kann auf die ARD Mediathek ausweichen. Dort steht Wuppertal und die einzigartige Schwebebahn als Beitrag der Reihe Heimatflimmern zur Verfügung.
Für die reguläre Version nennt die ARD Mediathek als Verfügbarkeitsende den 27. Februar 2027 um 20:15 Uhr. Der dort angebotene Beitrag entspricht der längeren Produktion und wurde nach einer früheren Wiederholung vom 14. Mai 2026 erneut in der Mediathek geführt.
Damit ist die Dokumentation zugleich ein Porträt eines ungewöhnlichen Verkehrssystems und einer Stadt, deren Entwicklung eng mit Industrie, Kunst und technischem Fortschritt verbunden ist. Gerade im Jubiläumsjahr liefert die Schwebebahn dafür den roten Faden: Seit 1901 gehört sie zum öffentlichen Nahverkehr Wuppertals und ist zugleich eines der markantesten Verkehrsbauwerke Deutschlands.
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