Skhiri fällt lange aus: Köln verliert wichtige Stütze im Mittelfeld

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Der 1. FC Köln muss über einen längeren Zeitraum ohne Ellyes Skhiri auskommen. Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler hat sich beim Derby gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag, 11. Oktober 2026, eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen. Trainer René Wagner rechnet nicht mehr mit einer Rückkehr in diesem Kalenderjahr und hofft, dass der tunesische Nationalspieler Anfang 2027 wieder zur Verfügung steht. Eine verbindliche Prognose zur Ausfalldauer gibt es allerdings nicht. Für die Kölner ist die Verletzung besonders schwerwiegend, weil Skhiri erst im August als erfahrener Leistungsträger verpflichtet worden war.

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Sprunggelenksverletzung beim Derby gegen Gladbach

Die Verletzung ereignete sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit beim 2:1-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach. Skhiri verletzte sich bei einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur war Gladbachs Florian Neuhaus an dem Zweikampf beteiligt. Der Kölner Mittelfeldspieler konnte die Begegnung anschließend nicht fortsetzen.

Noch während der Partie wurde Skhiri zur weiteren Untersuchung in die Mediapark-Klinik gebracht. Dort erfolgte eine MRT-Untersuchung. Der 1. FC Köln bestätigte noch am Sonntagabend, dass eine Verletzung am Sprunggelenk festgestellt worden sei, die eine längere Pause erforderlich mache.

Eine genauere medizinische Diagnose veröffentlichte der Verein zunächst nicht. Auch Angaben darüber, ob eine Operation notwendig ist oder welche konkreten Behandlungsschritte vorgesehen sind, lagen nicht vor. Damit bleibt offen, wie sich der Heilungsverlauf entwickeln wird.

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Bereits unmittelbar nach der Verletzung musste Köln seine Besetzung im zentralen Mittelfeld verändern. Tom Krauß übernahm nach der Halbzeitpause die Position des verletzten Tunesiers.

Trainer Wagner hofft auf Rückkehr Anfang 2027

Auf der Pressekonferenz am Mittwoch, 14. Oktober, äußerte sich Trainer René Wagner erstmals ausführlicher zu den längerfristigen Folgen der Verletzung. Den Ausfall bezeichnete er als „brutalen Schlag“.

Zur möglichen Rückkehr erklärte Wagner: „Ich hoffe, dass er Anfang nächsten Jahres wieder eine Option sein wird.“

Gleichzeitig machte der 38-Jährige deutlich, dass er keinen genauen Zeitpunkt nennen könne. Der Trainer verwies darauf, dass Geduld erforderlich sei. Damit ist eine Rückkehr Anfang 2027 derzeit eine Hoffnung des Trainers und kein medizinisch festgelegter Termin.

Für Köln bedeutet die Situation, dass der Verein mindestens für die kommenden Wochen ohne einen Spieler planen muss, der im zentralen Mittelfeld eine besondere Funktion übernehmen sollte. Nach Wagners Einschätzung wird Skhiri voraussichtlich auch während der letzten Pflichtspiele des Kalenderjahres nicht zur Verfügung stehen.

Der Zeitpunkt seiner Rückkehr hängt vom weiteren Heilungsverlauf ab. Wann Skhiri wieder individuell trainieren oder vollständig am Mannschaftstraining teilnehmen kann, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.

Warum der Ausfall die Kaderplanung besonders trifft

Skhiri war erst am 21. August 2026 von Eintracht Frankfurt nach Köln zurückgekehrt. Der Mittelfeldspieler unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 und erhielt die Rückennummer 6.

Seine Verpflichtung sollte gezielt Erfahrung und Stabilität in den Kader bringen. Geschäftsführer Thomas Kessler hatte bei der Bekanntgabe des Transfers hervorgehoben, dass Skhiri neben seiner sportlichen Qualität insbesondere Führungsstärke und internationale Erfahrung mitbringe. Auch seine Vertrautheit mit dem Verein spielte bei der Entscheidung eine Rolle.

Trainer Wagner hatte die Erwartungen an den Rückkehrer bereits vor dem Saisonstart beschrieben. Skhiri sollte im Mittelfeld Verantwortung übernehmen, die Mannschaft spielerisch stabilisieren und jüngeren Teamkollegen Orientierung geben. Der Trainer sah seine Führungsqualitäten vor allem in der Leistung und Einstellung auf dem Platz.

Diese vorgesehene Rolle verdeutlicht die sportliche Tragweite der Verletzung. Köln verliert nicht lediglich eine weitere personelle Option, sondern einen Spieler, der bei der Zusammenstellung des Kaders ausdrücklich als Führungspersönlichkeit eingeplant wurde.

Der Ausfall erfordert deshalb eine Neuverteilung der Aufgaben im Zentrum. Insbesondere die Absicherung vor der Abwehr, die Organisation des Mittelfelds und die Verantwortung im Spielaufbau müssen nun von anderen Spielern übernommen werden.

Skhiris Einsatzstatistik in der Saison 2026/27

In der laufenden Bundesligasaison stand Skhiri vor seiner Verletzung fünfmal für den 1. FC Köln auf dem Platz. Dabei absolvierte er insgesamt 295 Spielminuten und bereitete zwei Treffer vor. Ein eigenes Bundesligator gelang ihm bislang nicht.

Hinzu kommt ein Einsatz im DFB-Pokal. Damit kommt der tunesische Nationalspieler in der laufenden Spielzeit auf sechs Pflichtspiele für Köln.

Seine Einsatzbilanz verdeutlicht, dass Skhiri nach der Rückkehr bereits regelmäßig eingesetzt wurde. Der Mittelfeldspieler gehörte an den ersten fünf Spieltagen der Bundesligasaison zum eingesetzten Personal.

Mit seiner Erfahrung sollte er eine zentrale Rolle bei der weiteren Entwicklung der Mannschaft übernehmen. Durch die Verletzung wird dieser Prozess vorerst unterbrochen.

Erfahrung aus Bundesliga und Champions League

Vor seiner Rückkehr nach Köln hatte Skhiri drei Jahre bei Eintracht Frankfurt gespielt. Zwischen 2023 und 2026 absolvierte er für die Hessen insgesamt 82 Bundesligaspiele. Hinzu kamen Einsätze im DFB-Pokal und in europäischen Wettbewerben.

In der vergangenen Bundesligasaison 2025/26 kam er für Frankfurt auf 25 Einsätze mit insgesamt 1.442 Spielminuten. Dabei erzielte er weder ein Tor noch verbuchte er eine Torvorlage. Darüber hinaus stand er in acht Begegnungen der Champions League sowie einmal im DFB-Pokal auf dem Platz. Insgesamt waren es damit 34 Pflichtspiele.

In der Bundesliga-Spielzeit 2024/25 hatte Skhiri noch 30 Begegnungen absolviert. Seine internationale Erfahrung sammelte er unter anderem in der Champions League, der Europa League und der Conference League.

Auch mit dem 1. FC Köln verbindet ihn eine längere sportliche Vergangenheit. Bereits zwischen 2019 und 2023 bestritt er 133 Pflichtspiele für den Verein und erzielte dabei 20 Tore. Anschließend wechselte er nach Frankfurt, bevor er im August 2026 nach Köln zurückkehrte.

Der defensive Mittelfeldspieler zählt seit Jahren zum Aufgebot der tunesischen Nationalmannschaft. Er nahm mit Tunesien an den Weltmeisterschaften 2018, 2022 und 2026 teil.

Tom Krauß und Paul Okon-Engstler als mögliche Alternativen

Nach der Verletzung von Skhiri muss Trainer Wagner die Position im zentralen Mittelfeld neu besetzen. Zwei Spieler nannte der Coach am Mittwoch ausdrücklich als mögliche Alternativen: Tom Krauß und Paul Okon-Engstler.

Krauß hatte Skhiri bereits im Derby gegen Borussia Mönchengladbach ersetzt. Wagner bewertete seinen Auftritt positiv und hob insbesondere die Energie hervor, die der Mittelfeldspieler nach seiner Einwechslung in die Partie gebracht habe.

Der Verein hatte Krauß bereits am Dienstag für seine Leistung gewürdigt. Seine Bereitschaft, die Rolle als Einwechselspieler anzunehmen und anschließend Verantwortung zu übernehmen, wurde dabei besonders hervorgehoben.

Mit Paul Okon-Engstler steht eine weitere Option zur Verfügung. Wagner verwies auf dessen engagierte Trainingsleistungen und machte deutlich, dass der junge Spieler der Mannschaft in bestimmten Situationen helfen könne.

Eine endgültige Entscheidung über die Besetzung der Position traf Wagner zunächst nicht öffentlich. Auch eine grundsätzliche Änderung des Spielsystems als Reaktion auf Skhiris Verletzung wurde nicht angekündigt.

Köln muss langfristig ohne seinen Rückkehrer planen

Der Ausfall von Skhiri verschärft die personelle Situation beim 1. FC Köln. Neben dem Mittelfeldspieler stehen derzeit auch Thijs Dallinga, Ragnar Ache, Rav van den Berg und Timo Hübers verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.

Für Wagner ergibt sich damit die Aufgabe, mehrere Ausfälle innerhalb des Kaders aufzufangen. Besonders im zentralen Mittelfeld muss er kurzfristig eine Lösung finden, die sowohl defensive Stabilität als auch spielerische Qualität gewährleistet.

Ob die längere Verletzungspause über die bereits vorhandenen personellen Alternativen hinaus weitere Konsequenzen für die Kaderplanung haben wird, ist bislang offen. Eine entsprechende Entscheidung des Vereins wurde nicht bekannt gegeben.

Ausgerechnet vor der Begegnung am Freitag, 16. Oktober, bei Skhiris früherem Arbeitgeber Eintracht Frankfurt steht Köln damit ohne seinen erfahrenen Rückkehrer da. Die Hoffnung auf eine Rückkehr Anfang 2027 bleibt bestehen. Ein konkreter Termin für das Comeback des 31-Jährigen ist jedoch weiterhin nicht festgelegt.

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