Škoda Peaq ist im Handel: Das neue Elektro-Flaggschiff bietet bis zu sieben Sitze und 642 Kilometer Reichweite

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

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Mit dem Škoda Peaq erweitert der tschechische Autohersteller sein Angebot an Elektrofahrzeugen um ein großes Familien-SUV. Das neue Flaggschiff ist inzwischen in Deutschland erhältlich und startet bei 49.900 Euro. Neben bis zu sieben Sitzplätzen bietet der Peaq drei Antriebsvarianten, zwei Batteriegrößen und eine elektrische Reichweite von maximal 642 Kilometern nach WLTP. Neue Unternehmenszahlen vom 30. Oktober 2026 zeigen zudem, wie sich die Elektrifizierung bei Škoda entwickelt.

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Škoda Peaq bereits seit September im deutschen Handel

Die offizielle Weltpremiere des Škoda Peaq fand am 23. Juni 2026 statt. Gleichzeitig begann der Bestellstart in Deutschland. Seit dem 26. September können Interessierte das Fahrzeug bei teilnehmenden Škoda Händlern besichtigen und Probefahrten vereinbaren. Die ersten Auslieferungen waren für Anfang Oktober vorgesehen.

Mit einer Länge von 4,874 Metern und einem Radstand von 2,965 Metern ist der Peaq das größte SUV der Marke. Das Fahrzeug basiert auf der Elektroplattform des Volkswagen Konzerns und übernimmt wesentliche Gestaltungselemente der neuen Designsprache Modern Solid.

Die Front besitzt schmale Leuchten und eine weitgehend geschlossene Verkleidung. Bündig eingelassene Türgriffe sollen die Aerodynamik unterstützen. Die Serienversion orientiert sich an der Konzeptstudie Vision 7S, mit der Škoda bereits 2022 einen Ausblick auf ein großes elektrisches Familienfahrzeug gegeben hatte.

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Škoda Peaq kostet mindestens 49.900 Euro

In Deutschland wird das Elektro-SUV in den Ausstattungslinien Selection und Sportline angeboten. Die unverbindlichen Listenpreise liegen laut Herstellerpreisliste vom 15. Oktober 2026 zwischen 49.900 und 65.300 Euro.

Der Peaq 60 Selection bildet mit 204 PS und Heckantrieb das Einstiegsmodell. Sein Listenpreis liegt bei 49.900 Euro. Für den leistungsstärkeren Peaq 90 Selection mit 286 PS werden mindestens 57.900 Euro verlangt. Die Allradversion Peaq 90x Selection mit 299 PS beginnt bei 60.400 Euro.

Die sportlicher ausgestatteten Sportline-Varianten kosten je nach Motorisierung zwischen 54.800 und 65.300 Euro. Zusätzliche Ausstattungspakete erhöhen den Kaufpreis.

Wichtig für Familien ist die Sitzkonfiguration: Serienmäßig verfügt der Peaq über fünf Sitzplätze. Eine dritte Sitzreihe für zwei weitere Personen ist gegen einen Aufpreis von 990 Euro erhältlich. Damit kostet ein Peaq mit sieben Sitzen mindestens 50.890 Euro, sofern keine weiteren kostenpflichtigen Optionen gewählt werden.

Zwei Batteriegrößen ermöglichen bis zu 642 Kilometer Reichweite

Škoda bietet den Peaq mit Batteriekapazitäten von 63 und 91 Kilowattstunden brutto an. Die nutzbaren Kapazitäten liegen bei 59 beziehungsweise 86 Kilowattstunden.

Die Einstiegsversion Peaq 60 erreicht nach den offiziellen WLTP-Angaben je nach Ausstattung zwischen 389 und 456 Kilometer. Beim Peaq 90 mit größerer Batterie und Heckantrieb beträgt die angegebene Reichweite zwischen 553 und 642 Kilometer. Die Allradversion Peaq 90x kommt auf 526 bis 609 Kilometer.

Die tatsächliche Reichweite hängt unter anderem von Geschwindigkeit, Außentemperatur, Fahrweise und Beladung ab. Die maximalen WLTP-Werte sind deshalb nicht mit einer garantierten Reichweite im Alltag gleichzusetzen.

Beim Schnellladen erreicht der Peaq 60 eine Ladeleistung von maximal 160 Kilowatt. Die Varianten mit großer Batterie können unter geeigneten Bedingungen mit bis zu 199 Kilowatt laden. Für den Ladehub von zehn auf 80 Prozent nennt Škoda rund 27 beziehungsweise 28 Minuten. An Wechselstromladestationen sind bis zu elf Kilowatt möglich.

Bis zu 935 Liter Kofferraum und neue Komforttechnik

Der Innenraum ist auf ein flexibles Platzangebot ausgelegt. Als Fünfsitzer bietet der Peaq ein Kofferraumvolumen von 935 Litern. Bei der siebensitzigen Ausführung stehen mit aufgestellter dritter Sitzreihe 299 Liter zur Verfügung. Werden die beiden hintersten Sitze umgeklappt, wächst das Volumen auf 890 Liter.

Zusätzlich befindet sich unter der Fronthaube ein 37 Liter großes Staufach für kleinere Gegenstände oder Ladekabel.

Zur Ausstattung gehören ein digitales Cockpit und ein zentraler Infotainmentbildschirm mit 13,6 Zoll Diagonale. Je nach gewähltem Paket sind außerdem Matrix-LED-Scheinwerfer, ein Head-up-Display, ein adaptives Fahrwerk und ein Soundsystem von Sonos erhältlich.

Eine weitere Besonderheit ist das optionale Panoramaglasdach mit elektronisch veränderbarer Lichtdurchlässigkeit. Es ist in neun Bereiche unterteilt, die sich einzeln steuern lassen. In Deutschland wird diese Ausstattung zunächst für die Sportline-Version angeboten.

Der Peaq unterstützt außerdem bidirektionales Laden. Damit kann Strom aus der Fahrzeugbatterie beispielsweise zum Betrieb externer elektrischer Geräte verwendet werden. Auch die Versorgung eines Gebäudes ist mit kompatibler zusätzlicher Technik grundsätzlich vorgesehen.

Škoda meldet mehr als 82.000 Bestellungen für zwei neue Elektromodelle

Die Einführung des Peaq fällt in eine Phase, in der Škoda sein Elektrogeschäft deutlich ausbaut. Am 30. Oktober veröffentlichte der Hersteller die Geschäftszahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2026.

Demnach wurden weltweit 812.400 Fahrzeuge ausgeliefert, 6,1 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Auslieferungen rein batterieelektrischer Fahrzeuge stiegen um 41,3 Prozent auf 167.400 Einheiten.

Für die beiden neuen Elektrofahrzeuge Epiq und Peaq registrierte Škoda nach eigenen Angaben bis Mitte Oktober zusammen mehr als 82.000 Bestellungen. Wie viele davon ausschließlich auf den großen Peaq entfielen, wurde in der aktuellen Mitteilung nicht aufgeschlüsselt.

Bereits Ende Juli hatte der Hersteller für den Peaq allein rund 8.500 Bestellungen gemeldet. Die Serienproduktion läuft seit August im tschechischen Stammwerk Mladá Boleslav. Dort wird das SUV gemeinsam mit weiteren Modellen des Konzerns gefertigt.

Peaq erweitert Škodas Elektroangebot auf vier Baureihen

Mit dem Peaq und dem kleineren Epiq hat Škoda sein vollelektrisches Modellangebot im Jahr 2026 von zwei auf vier Baureihen erweitert. Neben den beiden Neuheiten gehören der kompakte Elroq und der größere Enyaq zur elektrischen Modellfamilie.

Während der Epiq das preisgünstigere Einstiegssegment bedient, richtet sich der Peaq an Kunden mit höherem Platzbedarf. Damit tritt Škoda im europäischen Markt unter anderem gegen elektrische Familien-SUV wie den Peugeot E-5008 und den Kia EV9 an.

Besonders relevant sind dabei der verfügbare Raum, die maximale Reichweite und die Kosten für zusätzliche Sitzplätze. Der Peaq verbindet eine Fahrzeuglänge von knapp 4,90 Metern mit einer optionalen dritten Sitzreihe und mehreren Antriebsvarianten.

Für Škoda ist das Modell zugleich ein weiterer Schritt beim Ausbau des Elektroangebots. Ob sich der Peaq langfristig ähnlich erfolgreich entwickelt wie die bereits etablierten Modelle Elroq und Enyaq, wird wesentlich von den tatsächlichen Auslieferungen und der Nachfrage im Segment großer Elektro-SUV abhängen.

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