Kollision an Berliner Kreuzung: Auch Straßenbahnfahrer verletzt

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein Straßenbahn-Unfall in Berlin-Gesundbrunnen hat am Samstagabend, 17. Oktober 2026, drei Menschen leicht verletzt. Ein Auto und eine Straßenbahn stießen gegen 21 Uhr an der Kreuzung Osloer Straße und Prinzenallee im Bezirk Mitte zusammen. Unter den Verletzten befindet sich auch der Straßenbahnfahrer. Rettungskräfte brachten alle drei Personen in Krankenhäuser. Weil die Zahl möglicher Verletzter zunächst unklar war, rückte die Berliner Feuerwehr mit einem größeren Aufgebot an.

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Rettungsdienst untersucht sechs Menschen nach dem Zusammenstoß

Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers, die der Tagesspiegel am Sonntag veröffentlichte, wurden insgesamt sechs Menschen am Unfallort vom Rettungsdienst untersucht. Bei drei Personen stellten die Einsatzkräfte leichte Verletzungen fest. Alle drei wurden zur weiteren medizinischen Versorgung mit Rettungswagen in Kliniken gebracht. Der Straßenbahnfahrer gehörte zu den Verletzten. Wer die beiden anderen Verletzten waren und ob sie sich im Auto oder in der Straßenbahn aufgehalten hatten, ging aus den zunächst bekannten Angaben nicht hervor.

Die Zahl der vom Rettungsdienst untersuchten Menschen ist damit nicht mit der Zahl der Verletzten gleichzusetzen. Dass sechs Personen begutachtet wurden, bedeutet nicht, dass alle sechs Verletzungen erlitten hatten. Zur Art der Verletzungen, zum Alter der Betroffenen und zu möglichen weiteren Behandlungen gab es zunächst keine genaueren Angaben. Auch wie viele Menschen zum Unfallzeitpunkt in der Straßenbahn saßen, blieb offen.

Nach dem Zusammenstoß wurde der Kreuzungsbereich gesperrt. Die Maßnahme betraf einen Verkehrsknotenpunkt, an dem Straßenverkehr und Straßenbahngleise aufeinandertreffen. Wie lange die Sperrung über den Einsatz der Rettungskräfte hinaus bestehen blieb, war zunächst nicht bekannt. Zu möglichen Schäden am Auto, an der Straßenbahn oder an der Gleisanlage lagen ebenfalls keine gesicherten Informationen vor.

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Feuerwehr alarmiert wegen möglicher weiterer Verletzter 48 Kräfte

Die Berliner Feuerwehr war nach der Schilderung ihres Sprechers zunächst von einem möglichen Massenanfall von Verletzten ausgegangen. Insgesamt 48 Einsatzkräfte wurden mit mehreren Fahrzeugen alarmiert. Als sich die Situation am Unfallort konkretisieren ließ, konnten zahlreiche Kräfte wieder abrücken. Gegen 22.30 Uhr war der Feuerwehreinsatz beendet, rund eineinhalb Stunden nach dem angegebenen Unfallzeitpunkt.

Das Kürzel MANV steht bei der Berliner Feuerwehr für Massenanfall von Verletzten. Eine solche anfängliche Einschätzung beschreibt zunächst den Umfang, auf den sich die Rettungsorganisation vorbereiten muss. Sie besagt nicht, dass tatsächlich eine große Anzahl Schwerverletzter vorliegt. Im Fall der Kreuzung Osloer Straße und Prinzenallee ergab die Untersuchung vor Ort drei leicht verletzte Menschen und keine bestätigte höhere Verletztenzahl.

Die Kreuzung gehört zum Netz der Berliner Verkehrsbetriebe. Nach den offiziellen BVG-Linienverläufen bedienen sowohl die Straßenbahn M13 als auch die Linie 50 die Haltestelle Osloer Straße/Prinzenallee. Die M13 verbindet unter anderem das Virchow-Klinikum mit der Warschauer Straße, während die Linie 50 zwischen Französisch Buchholz und dem Virchow-Klinikum verkehrt. Welche dieser beiden Linien konkret in den Zusammenstoß verwickelt war, blieb zunächst offen.

Für Fahrgäste ist die Stelle auch deshalb relevant, weil beide Straßenbahnlinien über den U-Bahnhof Osloer Straße und den S-Bahnhof Bornholmer Straße führen. Eine Sperrung im Bereich der Kreuzung kann deshalb Verbindungen betreffen, die über den unmittelbaren Unfallort hinausreichen. Ob Fahrten ausfielen, umgeleitet wurden oder mit Verspätung unterwegs waren, war für den Samstagabend zunächst nicht durch eine konkrete BVG-Mitteilung belegt. Aus dem Ende des Feuerwehreinsatzes lässt sich auch nicht ableiten, wann der reguläre Straßenbahnverkehr vollständig wiederhergestellt war.

Bereits am Freitag Zusammenstoß in Berlin-Weißensee

Erst am Vorabend war in einem anderen Teil Berlins ebenfalls ein Auto mit einer Straßenbahn kollidiert. Der Unfall ereignete sich am Freitag, 16. Oktober, gegen 22.30 Uhr an der Kreuzung Buschallee und Gartenstraße in Weißensee. Nach Angaben der B.Z. prallte ein Audi gegen eine vorbeifahrende Straßenbahn und kam anschließend an einem Geländer zum Stehen. Der Straßenbahnfahrer leitete eine Notbremsung ein. Im Auto und in der Straßenbahn wurden Personen verletzt. Zwei Menschen mussten laut dem Bericht ins Krankenhaus.

Beide Zusammenstöße ereigneten sich somit innerhalb von rund 24 Stunden, jedoch an unterschiedlichen Orten. Für einen gemeinsamen Auslöser gibt es keine Anhaltspunkte. Insbesondere ist nicht geklärt, wie sich das Auto und die Straßenbahn am Samstagabend an der Osloer Straße jeweils bewegten. Angaben zu Ampelschaltungen, möglichen Abbiegevorgängen oder der Fahrtrichtung der beteiligten Fahrzeuge lagen zunächst nicht vor. Aus der bloßen Kollision lässt sich keine Verantwortung eines der Beteiligten ableiten.

Auf der Osloer Straße hatte es bereits im März einen anderen, amtlich dokumentierten Straßenbahnunfall gegeben. Die Polizei Berlin meldete damals, dass ein 79-jähriger Mann an einem Gleisüberweg von einer Straßenbahn der Linie M13 erfasst und schwer verletzt worden war. Die Ermittlungen betrafen unter anderem die Ampelregelung. Dieser frühere Unfall ereignete sich unter anderen Umständen und erlaubt keine Schlussfolgerungen über den Vorfall vom Samstagabend.

Offen blieb zunächst außerdem, ob die Polizei zum jüngsten Unfall bereits Zeugen befragt oder technische Spuren ausgewertet hat. Eine eigene öffentliche Polizeimeldung mit einer Schilderung des Unfallhergangs lag zunächst nicht vor. Damit stehen bislang die Versorgung der drei Leichtverletzten und der vorsorglich umfangreiche Rettungseinsatz im Mittelpunkt. Die Ursache der Kollision von Auto und Straßenbahn an der Osloer Straße war am Sonntag noch nicht geklärt.

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