
Deutschland hat im Jahr 2025 etwas mehr Strom erzeugt als im Jahr zuvor. Gleichzeitig erreichten sowohl Solarstrom als auch Strom aus Erdgas neue Höchstwerte. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden insgesamt 438,2 Milliarden Kilowattstunden Strom in das deutsche Netz eingespeist.
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag die Stromproduktion damit 1,4 Prozent über dem Vorjahr. Der Anteil der erneuerbaren Energien blieb weiterhin dominant. Dennoch zeigen die aktuellen Daten, dass sich auch konventionelle Energieträger wieder etwas stärker an der Stromerzeugung beteiligten.
Erneuerbare Energien stellen weiterhin den größten Anteil am Strommix in Deutschland. Im Jahr 2025 stammten 58,6 Prozent der inländischen Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen. Damit blieb ihr Anteil ähnlich hoch wie in den Jahren zuvor, auch wenn die gesamte erzeugte Menge nahezu unverändert blieb.
Die wichtigste einzelne Energiequelle blieb die Windkraft. Insgesamt wurden 131,3 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Wind erzeugt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das allerdings einen Rückgang um 3,6 Prozent. Auch der Anteil an der gesamten Stromerzeugung sank leicht von 31,5 auf 30 Prozent. Trotzdem bleibt Windenergie weiterhin der wichtigste Energieträger im deutschen Strommix.
Deutlich stärker entwickelte sich dagegen die Photovoltaik. Die Einspeisung von Solarstrom stieg gegenüber dem Vorjahr um 17,4 Prozent auf 70,1 Milliarden Kilowattstunden. Damit erreichte die Stromproduktion aus Photovoltaik sowohl bei der erzeugten Menge als auch beim Anteil an der gesamten Stromproduktion einen neuen Höchstwert seit Beginn der aktuellen Zeitreihe im Jahr 2018. Der Anteil von Solarstrom lag im Jahr 2025 bei 16 Prozent.
Eine deutlich andere Entwicklung zeigte sich bei der Wasserkraft. Hier ging die Stromerzeugung im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Insgesamt wurden 15,8 Milliarden Kilowattstunden erzeugt, was einem Rückgang von 22,5 Prozent entspricht. Der Anteil der Wasserkraft an der gesamten Stromproduktion lag damit bei 3,6 Prozent.
Neben den erneuerbaren Energien spielten auch konventionelle Energieträger weiterhin eine wichtige Rolle in der Energieproduktion Deutschlands. Insgesamt stammten 41,4 Prozent der Stromerzeugung im Jahr 2025 aus konventionellen Quellen. Damit stieg dieser Anteil im Vergleich zum Vorjahr leicht an.
Besonders deutlich nahm die Stromproduktion aus Erdgas zu. Die eingespeiste Strommenge stieg um 10,2 Prozent auf 70,6 Milliarden Kilowattstunden. Damit erreichte auch Erdgas den höchsten Wert seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2018. Der Anteil von Gasstrom an der gesamten Stromproduktion lag im Jahr 2025 bei 16,1 Prozent.
In den vergangenen Jahren hatte sich dieser Anteil schrittweise erhöht. Nach einem Rückgang im Jahr 2022 war er zunächst auf 13,7 Prozent im Jahr 2023 und anschließend auf 14,8 Prozent im Jahr 2024 gestiegen.
Die Stromerzeugung aus Kohle blieb dagegen weitgehend stabil. Im Jahr 2025 wurden 96,8 Milliarden Kilowattstunden Kohlestrom erzeugt. Das entsprach einem minimalen Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Kohle an der gesamten Stromproduktion lag damit bei 22,1 Prozent.
Auch beim Stromhandel mit dem Ausland zeigen die Daten Veränderungen. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 79,6 Milliarden Kilowattstunden Strom nach Deutschland importiert. Das waren 2,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Gleichzeitig nahm der Stromexport zu. Die exportierte Strommenge stieg um 8,7 Prozent auf 60,2 Milliarden Kilowattstunden. Trotz dieses Anstiegs importierte Deutschland weiterhin mehr Strom als es exportierte.
Der sogenannte Importüberschuss verringerte sich jedoch deutlich. Während er im Jahr 2024 noch bei 26,3 Milliarden Kilowattstunden lag, sank er im Jahr 2025 auf 19,4 Milliarden Kilowattstunden. Damit ging der Überschuss um rund ein Viertel zurück.
Im längerfristigen Vergleich zeigt sich eine deutliche Veränderung der Stromproduktion in Deutschland. Während konventionelle Energieträger früher den Energiemix dominierten, hat sich das Verhältnis in den vergangenen Jahren deutlich verschoben.
Seit dem Jahr 2023 wird in Deutschland mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als aus fossilen Quellen. Auch im Jahr 2025 lag die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien in den meisten Monaten über der Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern.
Der Vergleich mit dem Jahr 2018 verdeutlicht diese Entwicklung besonders deutlich. Damals wurden noch 207,5 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Im Jahr 2025 lag die Menge deutlich höher. Gleichzeitig ging die Stromproduktion aus fossilen Energieträgern langfristig deutlich zurück.
Während 2018 noch 355,8 Milliarden Kilowattstunden Strom aus fossilen Quellen erzeugt wurden, lag dieser Wert im Jahr 2024 nur noch bei 175 Milliarden Kilowattstunden. Im Jahr 2025 stieg die Stromproduktion aus konventionellen Energieträgern allerdings wieder leicht auf 181,3 Milliarden Kilowattstunden an.
Die Statistik des Statistischen Bundesamtes berücksichtigt dabei alle Kraftwerke und Anlagen, die Strom in das Netz für die allgemeine Versorgung einspeisen. Nicht enthalten ist Strom, der direkt in Industriebetrieben genutzt wird oder von privaten Photovoltaikanlagen erzeugt und im Haushalt selbst verbraucht wird.
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