Taco Bell eröffnet erstes Restaurant in Deutschland

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Die US-Fastfoodkette Taco Bell startet offiziell auf dem deutschen Markt. Am Donnerstag, 24. September 2026, öffnet in Köln das erste regulär für die Öffentlichkeit zugängliche Restaurant der Marke. Die Eröffnung am Hohenzollernring 50 ist für 17 Uhr angekündigt. Betreiber des Standorts ist die Feel Better Holding GmbH aus Koblenz. Für Taco Bell ist die Filiale der Auftakt zu einer deutlich größeren Expansion in Deutschland.

Bislang existierten Taco-Bell-Restaurants hierzulande lediglich auf amerikanischen Militärstützpunkten, darunter Einrichtungen in Ramstein und Wiesbaden. Diese Standorte sind jedoch nicht mit einem regulären Markteintritt vergleichbar, weil sie nicht allgemein öffentlich zugänglich sind. Das Restaurant in Köln markiert deshalb den eigentlichen Start von Taco Bell in Deutschland. Den Eröffnungstermin bestätigte unter anderem Feel-Better-Geschäftsführer Peter Gries öffentlich mit Datum, Uhrzeit und Adresse.

Erstes Taco Bell entsteht mitten in Köln

Das neue Restaurant befindet sich am Hohenzollernring 50 in der Kölner Innenstadt. Dort war zuvor eine Filiale der Gastronomiekette Sausalitos untergebracht. Noch im Frühjahr hatte Taco Bell angekündigt, seine ersten deutschen Standorte voraussichtlich im vierten Quartal 2026 zu eröffnen. Als erste Zielstädte wurden damals Köln, Frankfurt am Main und Stuttgart genannt. Mit dem Kölner Start am 24. September fällt die tatsächliche Eröffnung nun etwas früher als ursprünglich angekündigt.

Taco Bell gehört zum US-Gastronomiekonzern Yum! Brands. Die Marke wurde 1962 in Kalifornien gegründet und konzentriert ihr Angebot auf mexikanisch inspirierte Schnellgastronomie mit Tacos, Burritos, Quesadillas und weiteren Gerichten. Nach aktuellen Angaben von Yum! kommt Taco Bell inzwischen auf mehr als 9.000 Restaurants in 38 Ländern und Territorien. Die weltweiten Systemumsätze der Marke lagen 2025 bei rund 18,4 Milliarden US-Dollar.

Feel Better Holding übernimmt den Start im Rheinland

Das Kölner Restaurant wird nicht unmittelbar vom US-Konzern selbst betrieben. Verantwortlich ist die Feel Better Holding GmbH mit den Geschäftsführern Peter Gries und Lars Krämer. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als Taco-Bell-Franchisenehmer.

Damit folgt Taco Bell bei seinem Deutschlandstart einem regionalen Franchiseansatz. Statt die Expansion einem einzigen Partner für das gesamte Bundesgebiet zu übertragen, sollen sogenannte Area Developer bestimmte Regionen entwickeln. Für das Rheinland übernimmt diese Aufgabe die Feel Better Holding. Nach Angaben aus dem Umfeld der Franchiseentwicklung wurden für Deutschland mehrere regionale Partner ausgewählt, die sukzessive eigene Restaurants eröffnen sollen.

Dieser Ansatz unterscheidet sich von einem früheren Versuch, Taco Bell in Deutschland zu etablieren. Ursprünglich sollte die Franchisegesellschaft IS Holding die Marke bundesweit aufbauen. Noch 2024 und Anfang 2025 waren erste Restaurants in Berlin und später weitere Standorte angekündigt worden. Die Zusammenarbeit kam jedoch nicht wie geplant zustande und der damalige Markteintritt wurde gestoppt. Mit dem neuen Modell verteilt Taco Bell die Expansion auf mehrere regionale Betreiber.

Weitere Restaurants in Deutschland geplant

Die Kölner Filiale soll kein Einzelprojekt bleiben. Bereits bei der offiziellen Ankündigung des deutschen Markteintritts am 2. April hatte Taco Bell neben Köln auch Frankfurt und Stuttgart als geplante Standorte genannt. Weitere Städte sollten folgen.

Aus dem Umfeld der Franchiseentwicklung wird zudem das Ziel von mindestens 100 Restaurants in Deutschland genannt. Diese Größenordnung ist allerdings als langfristige Expansionsplanung zu verstehen und nicht mit bereits vertraglich gesicherten Einzelstandorten gleichzusetzen. Konkrete Eröffnungstermine für 100 Restaurants lagen zunächst nicht vor. Auch der zeitliche Rahmen kann sich während eines mehrjährigen Franchiseaufbaus verändern.

Nach Angaben der an der Partnergewinnung beteiligten Franchiseberatung sollen mehrere Area Developer ihre jeweils ersten Restaurants bis Ende 2026 beziehungsweise im ersten Quartal 2027 eröffnen. Offiziell bestätigt waren zunächst insbesondere die Zielmärkte Köln, Frankfurt und Stuttgart.

Damit wählt Taco Bell für Deutschland eine Strategie, die auch andere große Systemgastronomen nutzen: Die Marke und das gastronomische Konzept kommen vom Konzern, während regionale Unternehmer einen erheblichen Teil des Standortausbaus übernehmen.

Taco Bell trifft auf einen stark besetzten Markt

Der Eintritt erfolgt in einen großen und zugleich hart umkämpften Markt. Nach Zahlen des Bundesverbands der Systemgastronomie erreichte die Systemgastronomie in Deutschland 2025 einen Umsatz von rund 36 Milliarden Euro. Das entsprach 41 Prozent der gesamten Außer-Haus-Gastronomie. Innerhalb der Systemgastronomie entfielen 48 Prozent der Ausgaben auf Schnellrestaurants.

Die größten Anbieter verfügen bereits über dichte Filialnetze. McDonald’s kam 2025 in Deutschland nach Angaben des Branchenverbands auf 1.364 Restaurants und einen geschätzten Umsatz von 5,19 Milliarden Euro. KFC, das ebenso wie Taco Bell zum Yum!-Konzern gehört, betrieb 217 Restaurants und erzielte einen Umsatz von 429,6 Millionen Euro. In der Rangliste der umsatzstärksten Systemgastronomen liegt McDonald’s an der Spitze, gefolgt von Burger King. Yum! Restaurants International mit KFC und Pizza Hut gehörte 2025 ebenfalls zu den fünf größten Anbietern.

Taco Bell startet damit nicht in einen weitgehend unbesetzten Markt. Die Marke versucht vielmehr, neben etablierten Burger-, Chicken-, Pizza- und Snackkonzepten eine eigene Position mit mexikanisch inspiriertem Quickservice aufzubauen.

Gleichzeitig entwickelte sich die Systemgastronomie zuletzt stärker als die klassische Individualgastronomie. Die Ausgaben in der Systemgastronomie stiegen 2025 gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent. Allerdings führt der Branchenverband diesen Anstieg vollständig auf höhere durchschnittliche Ausgaben je Besuch und damit insbesondere auf gestiegene Preise zurück. Die Zahl der Besuche entwickelte sich wesentlich verhaltener.

Deutschland wird Teil der internationalen Taco-Bell-Expansion

Für Yum! Brands ist der Deutschlandstart Teil einer breiteren internationalen Wachstumsstrategie. Taco Bell zählt inzwischen zu den größten Marken des Konzerns und ist außerhalb seines US-Heimatmarkts in immer mehr Ländern vertreten. Weltweit werden nach aktuellen Konzernangaben rund 9.000 Taco-Bell-Restaurants betrieben.

Wie schnell daraus ein flächendeckendes Netz in Deutschland entsteht, hängt nun unter anderem von der Standortentwicklung der regionalen Franchiseunternehmen ab. Fest steht zunächst der erste Schritt: Am 24. September um 17 Uhr beginnt Taco Bells regulärer Deutschlandbetrieb am Kölner Hohenzollernring.

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