Harald Lesch zeigt im ZDF, warum Lärm unsere Gesundheit belastet

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Lärm gehört für viele Menschen zum Alltag. Autos fahren vorbei, Gespräche überlagern sich, Maschinen arbeiten und selbst an vermeintlich ruhigen Orten sind ständig Geräusche zu hören. Welche Folgen diese dauerhafte Belastung für den menschlichen Körper haben kann, untersucht Wissenschaftsjournalist Harald Lesch in einer neuen Dokumentation. Die Ausgabe „Krank durch Krach“ aus der Reihe „Terra X Harald Lesch“ läuft am Dienstag, 20. Oktober 2026, um 22:45 Uhr im ZDF. Im Mittelpunkt stehen die gesundheitlichen Auswirkungen von Lärm, die Fähigkeiten unseres Gehörs und wissenschaftliche Ansätze für eine angenehmere akustische Umgebung.

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Terra X Harald Lesch: Krank durch Krach heute erstmals im Fernsehen

Die neue Folge von „Terra X Harald Lesch“ wird am Dienstag von 22:45 bis 23:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Es handelt sich um die deutsche TV-Erstausstrahlung der Dokumentation. Im Streamingangebot des Senders steht sie bereits seit Montag, 19. Oktober, um 8 Uhr bereit. Die Onlinefassung hat eine Laufzeit von 29 Minuten. Die TV-Ausgabe ist für einen halbstündigen Sendeplatz vorgesehen.

Die Sendung gehört zur Wissenschaftsreihe „Terra X Harald Lesch“, die seit Mai 2024 unter diesem Namen ausgestrahlt wird und aus dem bisherigen Format „Leschs Kosmos“ hervorgegangen ist. Harald Lesch verlässt darin regelmäßig das Studio, um wissenschaftliche Entwicklungen und ihre Bedeutung für den Alltag an konkreten Beispielen zu erläutern. „Krank durch Krach“ wird in Episodenübersichten als 30. Folge der Reihe geführt. Eine offizielle Staffelzuordnung ist für diese Ausgabe nicht angegeben.

Warum Straßenlärm auch im Schlaf zum Problem werden kann

Im Zentrum der Dokumentation steht eine Belastung, an die sich Menschen häufig gewöhnen, die der Körper aber weiterhin wahrnimmt. Besonders der Straßenverkehr erzeugt eine dauerhafte Geräuschkulisse, die selbst dann auf das Gehirn einwirken kann, wenn sie bewusst kaum noch auffällt. Das menschliche Gehör verarbeitet akustische Informationen auch während des Schlafs. Dadurch können Geräusche körperliche Stressreaktionen auslösen, obwohl die betroffene Person nicht vollständig aufwacht.

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Harald Lesch beschäftigt sich deshalb mit der Verbindung zwischen Hören, Stress und Gesundheit. Die Dokumentation zeigt, dass Lautstärke allein nicht erklärt, warum bestimmte Geräusche als belastend empfunden werden. Auch die Art des Schalls, seine Dauer und die jeweilige Umgebung spielen eine Rolle. Während Musik oder Vogelgesang als angenehm wahrgenommen werden können, lösen Verkehrsgeräusche oder Baulärm häufig eine ganz andere Reaktion aus. Der Beitrag betrachtet das Hören damit nicht ausschließlich als Sinnesleistung, sondern auch als körperlichen Vorgang, der Einfluss auf das Wohlbefinden nimmt.

Ein schalltoter Raum in München zeigt die Grenzen des Hörens

Ein besonderer Schauplatz der Dokumentation ist eine sogenannte anechoische Kammer in München. Dieser speziell ausgestattete Raum absorbiert Schall weitgehend und verhindert störende Reflexionen. Dadurch entsteht eine akustische Umgebung, die sich deutlich von den üblichen Geräuschverhältnissen im Alltag unterscheidet. Harald Lesch erlebt dort eine Form von Stille, die für Menschen ungewohnt sein kann. Gleichzeitig wird deutlich, welchen Nutzen solche Räume für die Forschung haben.

In der Kammer werden Technologien für moderne Hörhilfen entwickelt und erprobt. Unter kontrollierten Bedingungen lassen sich schwierige Hörsituationen nachstellen. Dazu gehören beispielsweise Geräusche, wie sie an einem Bahnhof auftreten: Stimmen, Schritte, technische Anlagen und einfahrende Züge überlagern sich. Für das menschliche Gehirn besteht die Herausforderung darin, einzelne Informationen aus diesem Gemisch herauszufiltern. Wissenschaftler arbeiten daran, Hörgeräte so weiterzuentwickeln, dass sie bei dieser Aufgabe besser unterstützen können. Die Dokumentation verbindet damit die Erforschung des Hörens mit möglichen Verbesserungen für Menschen, die im Alltag Schwierigkeiten mit komplexen Geräuschkulissen haben.

Wie Restaurants und Städte angenehmer klingen könnten

Neben Verkehr und Forschungslaboren besucht Harald Lesch auch alltägliche Orte, an denen Geräusche das Verhalten und das Erleben beeinflussen. In Restaurants kann eine hohe Lautstärke beispielsweise dazu führen, dass Gespräche zunehmend anstrengend werden. Wer die Person am eigenen Tisch kaum versteht, muss sich stärker konzentrieren und häufig lauter sprechen. Die zusätzliche Geräuschentwicklung kann die Situation weiter verschärfen. Die Dokumentation greift außerdem Klangwelten in Kirchen und in der Natur auf, darunter Predigten, Orgelmusik und Vogelstimmen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie öffentliche Räume akustisch gestaltet werden können. Forschende in München beschäftigen sich damit, welche Geräusche Menschen als angenehm oder störend erleben. Dabei geht es nicht nur darum, den messbaren Schallpegel zu reduzieren. Entscheidend ist auch, aus welchen Quellen die Geräusche stammen und wie die Menschen sie wahrnehmen. Ein singender Vogel und eine technische Maschine können trotz vergleichbarer Lautstärke sehr unterschiedlich empfunden werden. Diese Erkenntnisse können für die Planung von Straßen, Plätzen und anderen öffentlichen Aufenthaltsorten relevant sein.

Dokumentation bereits im ZDF-Streaming verfügbar

Wer die Sendung am Dienstagabend nicht im Fernsehen verfolgen kann, findet „Terra X Harald Lesch: Krank durch Krach“ bereits im Streamingangebot des ZDF. Dort ist die Dokumentation seit dem 19. Oktober 2026 veröffentlicht. Als Verfügbarkeitsende nennt der Sender den 16. Oktober 2031. Das ZDF bietet die Ausgabe mit Untertiteln an. Im Web und in der App stehen nach Senderangaben außerdem Fassungen mit Gebärdensprache und Audiodeskription zur Verfügung.

Die Fernsehausstrahlung beginnt am 20. Oktober um 22:45 Uhr. Direkt danach folgt um 23:15 Uhr die Talksendung „Markus Lanz“. Mit der neuen Dokumentation widmet sich Harald Lesch einem Thema, das nicht auf besonders laute Arbeitsplätze oder außergewöhnliche Geräuschereignisse beschränkt ist. Straßenverkehr, Gespräche, öffentliche Einrichtungen und alltägliche Freizeitorte machen deutlich, wie stark Menschen von ihrer akustischen Umgebung geprägt werden. Die Sendung erklärt, warum das Gehör selbst in Ruhephasen aktiv bleibt und weshalb eine angenehme Klangumgebung mehr bedeutet als möglichst wenig Schall.

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