Traditionsmarke Eterna verkauft: Olymp übernimmt Markenrechte nach Insolvenz

Ein multikulturelles Restaurant an der Wolbecker Straße in Münster schließt nach acht Jahren. Warum das Konzept endet – und wie es am Standort weitergeht.
Symbolbild: Evan Wise

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Der Hemdenhersteller Olymp hat sich die Markenrechte des insolventen Modeunternehmens Eterna gesichert. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Für das Traditionsunternehmen aus Passau bedeutet der Verkauf allerdings keine Rettung. Ein Investor für das Gesamtunternehmen wurde zuvor nicht gefunden, der Geschäftsbetrieb soll im Laufe des Jahres 2026 beendet werden.

Damit bekommt die bekannte Hemden- und Blusenmarke zwar eine neue Perspektive unter dem Dach eines Wettbewerbers. Der bisherige Unternehmensstandort und die Arbeitsplätze bei Eterna bleiben von der Übernahme der Markenrechte jedoch unberührt.

Insolvenzverfahren läuft seit Ende 2025

Eterna hatte im Dezember 2025 beim Amtsgericht Passau einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Ziel des Verfahrens war es, das Unternehmen zu sanieren und einen Investor zu finden, der den Betrieb übernehmen könnte.

Im Zuge des Insolvenzprozesses wurde ein Investorenverfahren gestartet, bei dem laut Berichten mehrere Interessenten ihr Interesse anmeldeten. Ein Angebot für die vollständige Übernahme des Unternehmens kam jedoch nicht zustande. Nachdem sich keine Lösung für eine Fortführung gefunden hatte, wurde entschieden, den Geschäftsbetrieb schrittweise einzustellen.

Das Insolvenzverfahren wurde Anfang März 2026 offiziell eröffnet. Als Sachwalter wurde der Restrukturierungsexperte Lucas Flöther eingesetzt, der das Verfahren begleitet.

Betrieb soll im Sommer 2026 enden

Nach dem gescheiterten Investorenprozess steht fest, dass der operative Geschäftsbetrieb des Unternehmens beendet wird. Nach derzeitigen Planungen soll Eterna seine Aktivitäten noch bis in den Sommer 2026 fortführen.

Der Verkauf der Markenrechte an Olymp ist Teil der Abwicklung des Unternehmens. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt. Olymp erklärte, man wolle prüfen, wie die Marke künftig im Markt positioniert werden kann.

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Für die Beschäftigten bedeutet der Schritt jedoch keine unmittelbare Perspektive auf eine Fortführung des Unternehmens. Am Standort Passau beschäftigt Eterna mehrere hundert Mitarbeiter.

Traditionsunternehmen mit langer Geschichte

Eterna gehört zu den traditionsreicheren Namen der deutschen Modebranche. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1863 zurück. Seit vielen Jahrzehnten ist die Marke vor allem für Businesshemden und Blusen bekannt.

In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen bereits mehrfach mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Bereits 2021 durchlief Eterna ein Sanierungsverfahren.

Die jüngste Insolvenz wurde unter anderem mit rückläufigen Umsätzen, einer schwachen Konjunktur sowie steigenden Kosten begründet. Auch ein geplanter Umbau der Unternehmensstruktur, bei dem unter anderem die Logistik ausgelagert werden sollte, konnte nicht umgesetzt werden.

Olymp will Marke Eterna weiterführen

Olymp mit Sitz in Bietigheim-Bissingen gehört selbst zu den etablierten Herstellern von Businessmode in Europa. Das Unternehmen vertreibt Hemden, Strickwaren und Accessoires in zahlreichen Ländern.

Mit dem Erwerb der Markenrechte erhält Olymp nun Zugriff auf eine bekannte Marke der Branche. In welcher Form Eterna künftig weitergeführt wird, ist bislang offen. Das Unternehmen erklärte lediglich, man prüfe derzeit verschiedene Optionen für die Nutzung der Marke.

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