
Auf der Autobahn 57 haben am Montag, 12. Oktober 2026, zwei schwere Verkehrsunfälle mit Lastwagen für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. Zwischen Meerbusch und Krefeld kollidierten drei Lkw, wobei eine Betonschutzwand und die Fahrbahn beschädigt wurden. Bei einem weiteren Unfall in der Nähe von Neuss waren zwei Lastwagen beteiligt. Ein Mensch erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Die A57 wurde in Richtung Krefeld vollständig gesperrt. Eine schnelle Freigabe war zunächst nicht möglich.
Nach Angaben der Feuerwehr Meerbusch waren an dem Unfall zwischen Meerbusch und Krefeld drei Lastwagen beteiligt. Einer der Lkw geriet während des Unfallgeschehens gegen die Mittelschutzwand. Die Wucht des Aufpralls beschädigte die Betonkonstruktion erheblich. Zunächst bestand außerdem der Verdacht, dass eine unmittelbar betroffene Brücke beschädigt worden sein könnte.
Die Feuerwehr bestätigte am Nachmittag, dass die Richtungsfahrbahn nach Krefeld für die notwendigen Untersuchungen sowie die Bergungsarbeiten vollständig gesperrt bleiben müsse. Verkehrsteilnehmer wurden aufgefordert, den Bereich großräumig zu meiden. Wie lange die Sperrung dauern würde, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatte einer der beteiligten Lastwagen zunächst gebremst. Ein nachfolgender Fahrer versuchte demnach auszuweichen und stieß dabei gegen die Betonschutzwand. Ob weitere Faktoren zu dem Unfall beitrugen, war zunächst nicht geklärt. Die genauen Umstände müssen durch die zuständigen Ermittler festgestellt werden.
Das Ausmaß der Schäden führte zu zusätzlichen Schwierigkeiten bei der Räumung. Bei der Kollision wurde nach Angaben der dpa die Fahrerkabine eines Lastwagens abgerissen. Zudem wurde die Mittelschutzwand über mehrere Meter aus ihrer Verankerung gerissen. Auch die Fahrbahndecke nahm Schaden.
Besondere Aufmerksamkeit galt deshalb zunächst der betroffenen Brücke. Bei einem solchen Unfall muss neben der Bergung der Fahrzeuge auch geklärt werden, ob beschädigte Bauteile eine sichere Nutzung des Autobahnabschnitts verhindern.
Eine erste Untersuchung brachte jedoch Entwarnung hinsichtlich des Brückenbauwerks. Ein Sprecher der Autobahn GmbH bestätigte gegenüber der dpa, dass die Brücke selbst unbeschädigt geblieben sei. Damit entfiel zunächst eine mögliche Ursache für eine längerfristige Sperrung. Die beschädigten Schutzanlagen und die Fahrbahn mussten allerdings weiterhin berücksichtigt werden.
Während die Einsatzkräfte mit den Folgen der Kollision bei Meerbusch beschäftigt waren, wurde ein weiterer schwerer Unfall auf derselben Autobahn bekannt. Weiter südlich bei Neuss waren in Fahrtrichtung Krefeld zwei zusätzliche Lastwagen in einen Verkehrsunfall verwickelt.
Dabei erlitt nach Angaben der dpa ein Mensch lebensgefährliche Verletzungen. Die Autobahnpolizei bestätigte im Zusammenhang mit den beiden Unfällen außerdem eine leicht verletzte Person. Damit waren zunächst mindestens zwei Verletzte bekannt. Weitere gesicherte Angaben zu möglichen Verletzten lagen nicht vor.
Auch Einzelheiten zum Unfallhergang bei Neuss blieben zunächst offen. Insbesondere war noch nicht abschließend geklärt, welche Umstände zu der Kollision der beiden Fahrzeuge geführt hatten.
Ob bei einem der beiden Unfälle ein Fahrer im Führerhaus eingeklemmt war und durch die Feuerwehr mit technischen Geräten befreit werden musste, ließ sich zunächst nicht unabhängig bestätigen. Eine entsprechende behördliche Bestätigung für den 12. Oktober lag zunächst nicht vor.
Die beiden Unfälle führten zu kilometerlangen Staus auf der A57. Besonders betroffen war der Verkehr in Richtung Krefeld und weiter in Richtung der niederländischen Grenze. Die Sperrung zwischen Meerbusch und Krefeld blieb zunächst auf unbestimmte Zeit bestehen.
Die Autobahn GmbH stellte nach der Begutachtung der Brücke eine eingeschränkte Verkehrsfreigabe in Aussicht. Demnach könnte die Autobahn zunächst auf einem Fahrstreifen wieder geöffnet werden. Vorgesehen war dabei eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Kilometer pro Stunde.
Voraussetzung dafür war allerdings, dass die notwendigen Räumungsarbeiten abgeschlossen und die verbleibenden Verkehrsflächen sicher befahrbar sind. Ein verbindlicher Zeitpunkt für die Wiederöffnung wurde zunächst nicht genannt. Auch die Frage, wann sämtliche Fahrstreifen wieder zur Verfügung stehen würden, blieb offen.
Die beschädigte Mittelschutzwand stellte dabei eine zusätzliche Herausforderung dar. Da mehrere Meter der Betonkonstruktion aus ihrer Verankerung gerissen worden waren, ging es nicht ausschließlich darum, die verunglückten Lastwagen zu entfernen. Auch die beschädigte Straßeninfrastruktur musste bei der weiteren Verkehrsfreigabe berücksichtigt werden.
Die A57 gehört zu den wichtigen Nord-Süd-Verbindungen im westlichen Nordrhein-Westfalen. Sie verbindet unter anderem den Raum Köln mit Neuss, Krefeld und dem Niederrhein. In Richtung Norden führt die Strecke weiter bis zur niederländischen Grenze.
Eine Vollsperrung auf diesem Autobahnabschnitt betrifft deshalb nicht nur den örtlichen Verkehr. Auch Pendler, Speditionen und Reisende, die zwischen dem Rheinland und den Niederlanden unterwegs sind, müssen mit Einschränkungen rechnen.
Hinzu kommt, dass im Bereich zwischen dem Autobahnkreuz Meerbusch und der Anschlussstelle Krefeld-Oppum bereits Bauarbeiten zum sechsstreifigen Ausbau der A57 stattfinden. Nach Angaben der Autobahn GmbH bestehen zwischen Anfang Oktober und Mitte November 2026 Einschränkungen an den Verbindungen von der A44 auf die A57 in Richtung Nimwegen. Diese unabhängig von den Unfällen geplanten Sperrungen müssen bei der Routenwahl ebenfalls berücksichtigt werden.
Am späten Montagnachmittag standen die Beseitigung der Unfallschäden und die Wiederherstellung einer sicheren Verkehrsführung im Mittelpunkt. Die Untersuchung hatte zwar ergeben, dass die betroffene Brücke weiterhin standsicher war. Die Schäden an Schutzwand und Fahrbahn verhinderten jedoch zunächst eine uneingeschränkte Nutzung des Abschnitts.
Für Autofahrer bedeutete dies weiterhin erhebliche Einschränkungen in Richtung Krefeld. Ein konkreter Zeitpunkt für das Ende der Vollsperrung war nach dem Informationsstand vom 12. Oktober, etwa 17 Uhr, noch nicht bestätigt. Auch die Ermittlungen zu den genauen Ursachen der beiden Verkehrsunfälle waren zunächst nicht abgeschlossen.
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