
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A8 in Oberbayern sind am Montag, 19. Oktober 2026, zwei Frauen verletzt worden. Zwischen den Anschlussstellen Neukirchen und Anger im Landkreis Berchtesgadener Land kollidierte ein Auto mit einem Sattelzug. Der Pkw wurde gegen eine Leitplanke geschleudert und blieb auf der Seite liegen. Die beiden Insassinnen mussten von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden. Die Autobahn in Fahrtrichtung Salzburg war rund 30 Minuten vollständig gesperrt. Auch anschließend kam es wegen der Bergungsarbeiten zu Verkehrsbehinderungen.
Der Unfall auf der A8 ereignete sich nach Angaben der Verkehrspolizei Traunstein gegen 15 Uhr auf Höhe von Neukirchen am Teisenberg. Eine 75 Jahre alte Autofahrerin aus dem Landkreis Berchtesgadener Land war gemeinsam mit ihrer Beifahrerin in Richtung Salzburg unterwegs. Auf dem betroffenen Autobahnabschnitt befand sich eine Baustelle, für die der linke von zwei Fahrstreifen gesperrt war.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei fuhr die Frau zunächst weiter auf dem linken Fahrstreifen. Die bevorstehende Sperrung war demnach zweimal angekündigt und durch gekreuzte rote Schrägbalken gekennzeichnet. Unmittelbar vor der Absperrung wechselte die Autofahrerin auf den rechten Fahrstreifen. Dort befand sich ein Sattelzug. Dessen Fahrer leitete laut Polizei eine Gefahrenbremsung ein, konnte den Zusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern.
Durch die Kollision geriet der Pkw gegen die Leitplanke und kam anschließend auf der Seite liegend am Pannenstreifen zum Stillstand. Die beiden Frauen wurden im Fahrzeug eingeklemmt. Weshalb die Autofahrerin erst unmittelbar vor der Absperrung den Fahrstreifen wechselte, war zunächst nicht geklärt. Die genauen Hintergründe des Unfalls sind Gegenstand der polizeilichen Untersuchungen.
Bei dem Zusammenstoß erlitten beide Insassinnen nach Angaben der Verkehrspolizei mittelschwere bis schwere Verletzungen. Die Feuerwehr musste die Frauen aus dem beschädigten Fahrzeug befreien, bevor sie medizinisch versorgt werden konnten. Anschließend wurden beide in eine nahe gelegene Klinik gebracht. Eine abschließende medizinische Einschätzung zum Zustand der Verletzten lag zunächst nicht vor.
An der Unfallstelle waren 15 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Neukirchen am Teisenberg mit zwei Fahrzeugen im Einsatz. Für die medizinische Versorgung standen zwei Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber bereit. Der Hubschrauber landete an der Unfallstelle. Nach den ersten Angaben der Polizei wurden die Verletzten jedoch mit Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert.
Auch die Verkehrspolizei Traunstein war mit sechs Beamten und drei Fahrzeugen vor Ort. Sie übernahm die Unfallaufnahme und dokumentierte die Umstände des Zusammenstoßes. Zusätzlich rückte die Autobahnmeisterei Siegsdorf mit zwei Fahrzeugen an, um die Unfallstelle abzusichern und die Verkehrsführung nach dem Unfall wiederherzustellen.
Der Unfall führte am Montagnachmittag zu erheblichen Einschränkungen auf der Autobahn zwischen Neukirchen und Anger. In den Verkehrsmeldungen wurde gegen 15.18 Uhr eine Vollsperrung der Richtungsfahrbahn Salzburg angezeigt. Die Verkehrspolizei bezifferte die Dauer der vollständigen Sperrung später auf etwa 30 Minuten. Während dieser Zeit war eine Durchfahrt auf dem betroffenen Abschnitt nicht möglich.
Für Autofahrer wurde die ausgeschilderte Umleitungsstrecke U91 ab der Anschlussstelle Traunstein/Siegsdorf empfohlen. Die Verkehrsinformationen enthielten außerdem die Aufforderung an ortskundige Verkehrsteilnehmer, den Bereich möglichst weiträumig zu umfahren. Hinter der Unfallstelle bildete sich ein Rückstau. Eine abschließend bestätigte maximale Staulänge lag zunächst nicht vor.
Nachdem die Rettungsmaßnahmen fortgeschritten waren, konnte der Verkehr zunächst wieder über einen Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Der rechte Fahrstreifen blieb zeitweise für die Bergung des beschädigten Autos und die weiteren Arbeiten gesperrt. Damit war die Strecke zwar nicht mehr vollständig blockiert, die Auswirkungen auf den Verkehr hielten jedoch zunächst an.
Gegen 16.35 Uhr war das Unfallfahrzeug nach Angaben von BGLand24 bereits abgeschleppt worden. Die Bergung war damit weitgehend abgeschlossen. In den regionalen Verkehrsmeldungen wurde um 16.51 Uhr schließlich angezeigt, dass die Unfallstelle zwischen Neukirchen und Anger geräumt sei. Eine gesonderte Bestätigung, zu welchem Zeitpunkt sich der Verkehr vollständig normalisierte, lag zunächst nicht vor.
Unabhängig von dem Unfall waren auf der A8 in Richtung Salzburg für den Montagabend weitere Verkehrseinschränkungen vorgesehen. Die Autobahn GmbH des Bundes hatte bereits am 16. Oktober angekündigt, dass zwischen dem Chiemsee und der österreichischen Grenze mehrere nächtliche Reparaturarbeiten stattfinden. Dazu gehören Fahrbahnsanierungen, Vermessungsarbeiten und Eingriffe an der Streckenbeeinflussungsanlage.
Für die Nacht von Montag, 19. Oktober, auf Dienstag, 20. Oktober, ist nach der offiziellen Ankündigung eine Vollsperrung der Fahrtrichtung Salzburg von 18.45 Uhr bis 6 Uhr vorgesehen. Betroffen ist der Bereich der Anschlussstelle Bad Reichenhall/Piding. Der Verkehr soll bereits an der Anschlussstelle Siegsdorf-Ost ausgeleitet werden. Die Umleitung führt über die U91 und unter anderem über die B306, Traunstein, Teisendorf, Freilassing-Süd und die B20 zur Anschlussstelle Bad Reichenhall/Piding.
Diese angekündigten Arbeiten stehen nicht im Zusammenhang mit dem Unfall vom Montagnachmittag. Die A8 ist eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen München, dem südöstlichen Oberbayern und dem österreichischen Salzburg. Die Autobahn GmbH weist darauf hin, dass sich die geplanten Arbeiten und Verkehrsführungen bei ungünstigen Witterungsverhältnissen kurzfristig ändern können.
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