Unfall bei Überführung eines Museumsschiffs nahe Peenemünde

Sicherung des brennenden Frachters: Ein Autofrachter, der seit Tagen in der Nordsee Feuer fängt, wird aktuell zu einem sicheren Ankerplatz umgeleitet. Starke Winde und Rauch behinderten ursprünglich das riskante Verfahren. Bergungsexperten aus der niederländischen Küste haben die Umsiedlung des in Flammen stehenden Frachters in der Nacht fortgesetzt.
Foto: Pixabay, klaushh

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Beim Transport eines historischen Schiffes kam es am Donnerstag in der Region Peenemünde zu einem Zwischenfall auf der Peene. Das Museumsschiff „Hans Beimler“ wurde nach Reparaturarbeiten von der Werft in Wolgast zurück nach Peenemünde im Landkreis Vorpommern-Greifswald gebracht. Während der Überführung ereignete sich ein Unfall mit einem der beteiligten Schlepper.

Nach übereinstimmenden Medienberichten begleiteten zwei Schleppschiffe den Transport. Beim Passieren der Peenebrücke geriet der hintere Schlepper in Schwierigkeiten. Das Schiff stellte sich quer zur Fahrrinne und prallte anschließend gegen einen Dalben des Leitwerks an der Brücke. Dabei entstand Sachschaden, verletzt wurde jedoch niemand.

Die Besatzung des Schleppverbandes informierte unmittelbar nach dem Vorfall die Wasserschutzpolizei. Anschließend wurde die Situation gemeinsam mit der Verkehrszentrale in Warnemünde bewertet. Da sowohl das Museumsschiff als auch die beteiligten Schleppschiffe weiterhin manövrierfähig waren, konnte die Fahrt fortgesetzt werden.

Wasserschutzpolizei untersucht Schaden nach Schiffsunfall

Nach der Weiterfahrt erreichte der Schleppverband schließlich den Zielhafen in Peenemünde. Dort nahmen Beamte der Wasserschutzpolizei den entstandenen Schaden genauer in Augenschein. Nach Angaben der Behörden wurden Ermittlungen aufgenommen, um den genauen Ablauf des Vorfalls zu klären.

Solche Schleppmanöver gelten grundsätzlich als anspruchsvoll, insbesondere beim Passieren enger Brückenbereiche. Mehrere Schiffe müssen dabei präzise aufeinander abgestimmt werden, um Kurs und Geschwindigkeit des geschleppten Objekts zu kontrollieren. Gerät eines der Schleppfahrzeuge aus der vorgesehenen Position, kann es zu schwierigen Manövern kommen.

Der beschädigte Dalben gehört zum sogenannten Leitwerk der Peenebrücke. Diese Konstruktionen dienen dazu, die Schifffahrt beim Durchfahren der Brückenöffnung zu führen und Bauwerke vor direkten Kollisionen zu schützen. In diesem Fall erfüllte der Dalben genau diese Schutzfunktion, sodass größere Schäden an der Brücke verhindert wurden.

Historisches Kriegsschiff heute Museum in Peenemünde

Bei dem betroffenen Schiff handelt es sich um das Museumsschiff „Hans Beimler“. Das ehemalige Raketenschiff der Volksmarine der DDR gehört zur sogenannten Tarantul-Klasse. Von diesen Schiffen existierten nur wenige Exemplare, und das in Peenemünde ausgestellte Schiff gilt als das letzte erhaltene seiner Art.

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Seit November befand sich das Schiff auf der Wolgaster Peenewerft. Dort wurden Arbeiten am Unterwasserschiff durchgeführt, unter anderem eine neue Beschichtung und konservierende Maßnahmen, um den Rumpf langfristig zu schützen. Nach Abschluss der Arbeiten wurde das Schiff nun wieder an seinen Liegeplatz beim Historisch-Technischen Museum Peenemünde gebracht.

Für Besucher ist die „Hans Beimler“ ein wichtiger Bestandteil der Ausstellung zur Militär- und Technikgeschichte der Region. Ein Förderverein kümmert sich gemeinsam mit dem Museum um Erhalt und Pflege des Schiffes. Ziel ist es, die maritime Geschichte der ehemaligen Volksmarine und die Rolle der Peenemünder Anlagen anschaulich zu dokumentieren.

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