Wohnmobil gerät offenbar in Gegenverkehr: Sechs Tote in Italien

Wohnmobil gerät offenbar in Gegenverkehr: Sechs Tote in Italien
Foto: Caroline Muffert

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Bei einem schweren Unfall in Italien sind sechs Menschen ums Leben gekommen und 34 weitere verletzt worden. Der Zusammenstoß ereignete sich am Sonntagnachmittag, 2. August 2026, auf der SS79 zwischen Terni und Rieti. Nahe Colli sul Velino prallten ein Wohnmobil und ein mit Touristen besetzter Shuttlebus frontal zusammen. Anschließend wurden weitere Autos in die Unfallserie verwickelt. Die Staatsanwaltschaft Terni hat Ermittlungen aufgenommen, um den genauen Hergang und mögliche Verantwortlichkeiten zu klären.

Busunfall bei Rieti fordert sechs Todesopfer

Der Bus war mit rund 20 Menschen auf dem Weg zu den Marmore-Wasserfällen bei Terni. Bei dem Frontalzusammenstoß starben der 49 Jahre alte Fahrer des Shuttlebusses, drei seiner Passagiere sowie ein 68-jähriger Mann und dessen 59-jährige Partnerin aus dem Wohnmobil. Nach Angaben italienischer Medien handelt es sich bei den sechs Todesopfern um drei Männer und drei Frauen. Das Wohnmobil wurde durch die Wucht des Aufpralls nahezu vollständig zerstört. Auch der vordere Bereich des Busses wurde schwer beschädigt.

34 Verletzte nach Unfall auf der SS79

Nach dem jüngsten Stand der Region Umbrien wurden bei dem Unfall auf der SS79 insgesamt 34 Menschen verletzt. Fünf von ihnen waren zunächst als besonders dringliche Notfälle eingestuft worden. Die Patienten wurden auf Krankenhäuser in Terni, Foligno, Spoleto, Perugia, Rieti und Rom verteilt. Am Montagnachmittag befanden sich noch 15 Verletzte in stationärer Behandlung, während 19 bereits entlassen worden waren. Ein 58 Jahre alter Mann wurde mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma auf der Intensivstation in Perugia behandelt. Sein Zustand galt als kritisch.

Wohnmobil soll in Gegenverkehr geraten sein

Nach einer ersten Rekonstruktion der Verkehrspolizei soll das in Richtung Terni fahrende Wohnmobil seine Spur verlassen haben. Es geriet demnach auf die Gegenfahrbahn, auf der sich der Shuttlebus in Richtung Rieti näherte. Dort kam es zum frontalen Zusammenstoß. Drei weitere Autos konnten den kollidierten Fahrzeugen offenbar nicht mehr ausweichen. Eines der Autos kippte bei der Unfallserie auf die Seite. Weshalb das Wohnmobil auf die Gegenspur geriet, ist bislang ungeklärt. Bestätigte Erkenntnisse zu einem technischen Defekt, einem gesundheitlichen Notfall oder einem Fahrfehler liegen noch nicht vor.

Heftiger Regen erschwerte die Lage

Zum Unfallzeitpunkt zogen starker Regen und heftige Windböen über die Region. In der Umgebung sollen dadurch auch Bäume auf Fahrbahnen gestürzt sein. Einen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen dem Wetter und dem Unfall in Italien gibt es jedoch bislang nicht. Polizei und Staatsanwaltschaft prüfen nun die Spuren an den beteiligten Fahrzeugen. Die Staatsanwaltschaft Terni ließ die Fahrzeuge und die Leichen der Opfer zunächst beschlagnahmen. Das Verfahren soll klären, weshalb das Wohnmobil offenbar in den Gegenverkehr geriet und wie die weiteren Autos in die Kollision verwickelt wurden.

Quelle: ANSA, Rai News und Region Umbrien

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